Afrikanische Schweinepest: Die dunkle Seite der Wissenschaft

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Die Afrikanische Schweinepest (ASP) tritt seit 2014 in den baltischen Staaten und in Polen auf. In den an die baltischen Staaten und Polen angrenzenden Ländern Ukraine, Weißrussland und Russland kommt die Seuche seit Längerem gehäuft vor und verbreitet sich von dort.“ So die amtliche Feststellung. Wie der Name der Krankheit bereits anklingen lässt, stammt sie ursprünglich aus Afrika. Wie die Seuche nach Europa gekommen ist und warum sie sich so schnell ausbreitet: Diese berechtigten Fragen, scheinen indes kaum jemanden zu interessieren. Aber damit Enden keineswegs die Merkwürdigkeiten.

Screenshot eifelon.de

Die obere Karte basiert auf Daten des Friedrich-Loeffler-Institut, praktisch also von Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Besonders die russische Exklave Kaliningrad, sticht dabei sofort ins Auge: Kaum Vorstellbar, dass die Seuche vor der politischen Grenzen einfach halt macht. Ähnlich wie die Grenze zu Weißrussland: In Polen und in den baltischen Staaten gibt es massenweise Fälle und in angrenzenden Weißrussland, ist die Afrikanische Schweinepest plötzlich kaum noch vorhanden. Sicherlich gibt es technisch und biologische Schutzmaßnahmen, um Schweine in menschlicher Obhut zu schützen; aber Wildschweine in der freien Natur, kümmern sich kaum um irgendwelche Grenzsteine. Die robusten Tiere können auch Flüsse durchschwimmen. Ohne Elektrozäune, sind selbst handzahme Hausschweine, nur sehr schwer in Außengehegen zu halten. Sobald der Kopf des Tieres durch eine Stelle des Zaunes passt, unternehmen die stetig neugierigen Schweine, einen Ausflug auf eigene Faust. Zusammenfassend bedeutet es: Die Wissenschaft ist alles andere als frei und darf in bestimmte Richtungen nicht denken oder forschen.

>>Heise.de<<

„Hatten im Mittelpunkt des Artikels vom 28. September mögliche geheime Versuche mit biologischen Waffen gestanden, so gibt es auch eine ganz offene Forschung, die der Landwirtschaft helfen soll, oder für die Abwehr von biologischen Waffeneinsätzen dienen sollen. Dass die Landwirtschaft ein Einfallstor für den Einsatz von biologischen Waffen sein könnte, hatte schon 2001 Telepolis erörtert: Der biologische Krieg könnte zuerst in der Landwirtschaft stattfinden. Im Wissenschaftsmagazin Science erschien am 5. Oktober der Artikel von besorgten Wissenschaftlern, die befürchten, dass unter dem Deckmantel von Agrarforschung neue biologische Waffensysteme entwickelt werden. Die namhaften Wissenschaftler berichten über das Projekt mit dem Namen „Insect Allies“ (Verbündete Insekten). Insekten sollen als Transportmittel für Pflanzenviren eingesetzt werden, um diese Viren auf landwirtschaftlich genutzte Pflanzen zu übertragen. Mit dieser Methode ließen sich Pflanzen, die bereits auf Feldern wachsen, schnell und umfassend genetisch verändern. Die Autoren der Studie weisen darauf hin, dass die Methode schnell und leicht manipulierbar ist, um dann als biologische Waffe eingesetzt zu werden. Das Max Planck Institut für evolutionäre Biologie in Plön, schreibt über das Projekt:

Ende 2016 hat die DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency) – eine Behörde des US-Verteidigungsministeriums, die Forschungsprojekte für das Ministerium finanziert – ein auf vier Jahre angelegtes Forschungsprogramm öffentlich ausgeschrieben. Sie fördert darin Projekte im Umfang von insgesamt 27 Millionen US-Dollar mit dem Ziel, genetisch veränderte Viren freizusetzen, die das Erbgut von Nutzpflanzen im Freiland verändern können. Mitte 2017 gab das erste von drei Konsortien mehrerer amerikanischer Forschungseinrichtungen seine Teilnahme an dem DARPA-Programm bekannt. Wie aus Pressemitteilungen der für das Programm ausgewählten Institutionen hervorgeht, erforschen die beteiligten Wissenschaftler dabei, ob sie die Viren mithilfe von Grashüpfern, Blattläusen und – zu den Pflanzenläusen gehörenden – Weißen Fliegen auf Mais und Tomaten übertragen können. Bis zum Ende Programms soll die Technik in großem Stil in Gewächshäusern einsetzbar sein.

Max Planck Institut für evolutionäre Biologie

Die Forscher weisen darauf hin, dass es praktisch keine öffentliche Diskussion über die Projekte gibt. Selbst in Fachkreisen wäre die „Forschung weitgehend unbekannt“, erklärte Guy Reeves vom Institut.“

 

>>Topagrar.com<<

„Das ASP-Virus stammt ursprünglich aus dem subsaharischen Afrika. Dort ist es bei Warzenschweinen weit verbreitet und wird vor allem durch den Stich von Lederzecken übertragen. Die afrikanischen Warzenschweine haben sich mit dem Erreger aber weitgehend „arrangiert“. Sie leben mit ihm, ohne an der Infektion zu sterben.“

Genau hier beginnen die Merkwürdigkeiten: Insekten übertragen Krankheiten, allerdings nicht jedes Insekt überträgt jede Krankheit. Beispiel: Gehirnhautentzündung (Meningitis): Diese wird durch blutsaugende Zecken, aber keinesfalls durch ebenfalls blutsaugende Mücken übertragen.

>>Friedrich-Loeffler-Institut<<

„In den afrikanischen Ursprungsländern übertragen Lederzecken das Virus der ASP. Diese spielen in Mitteleuropa keine Rolle. Hier erfolgt eine Übertragung durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren (Sekrete, Blut, Sperma), die Aufnahme von Speiseabfällen oder Schweinefleischerzeugnissen bzw. -zubereitungen sowie andere indirekte Übertragungswege (Fahrzeuge, kontaminierte Ausrüstungsgegenstände einschl. Jagdausrüstung, landwirtschaftlich genutzte Geräte und Maschinen, Kleidung).“

Auf welchen Weg diese Seuche nach Europa gekommen ist, scheint – von offiziellen Stellen – niemanden zu interessieren. Eine Zusammenarbeit mit östlichen Ländern des Kontinents findet offensichtlich ebenso wenig statt. Selbst die simple und naheliegende Maßnahme: Die Bejagung von Wildschweine zu intensivieren, findet kaum Anklang. Jenseits öffentlicher Bekundungen: Dürfte in Wirklichkeit, das Interesse die Seuche einzudämmen oder zu bekämpfen, mäßig ausgeprägt sein.

 

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