Terminator-Technologien: Zwischen unfruchtbaren Pflanzen und sterilen Enten

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Terminator-Technologie“ – Pflanzen und Tiere mit eingebauten Schalter zur Selbstzerstörung. Gewöhnliche Lebewesen wachsen heran und bilden irgendwann Nachwuchs aus. Doch bei der „Terminator-Technologie“ ist der Vermehrungsprozess unterbunden worden: Pflanzensamen sind – sofern vorhanden – nicht keimfähig und die dazugehörigen Tiere können keinen Nachwuchs bekommen. Soll das alles nur eine dystopische Zukunftsvision gewesen sein? – Mitnichten!

„Terminator-Technologie“ – „Pflanzen keine keimfähigen Samen mehr hervorbringen“

>>Umweltinstitut München<<

„Die Terminator-Technologie ist eine Methode der gentechnischen Manipulation. Sie bewirkt, dass Pflanzen keine keimfähigen Samen mehr hervorbringen und als gewünschte Folge davon das Saatgut jedes Jahr vom Erzeuger neu gekauft werden mussen. Den Pflanzen wird dazu ein Programm eingebaut, das den Embryo im ausgereiften Korn abtötet oder stark schädigt. Das gekaufte Saatgut keimt aus, die Pflanzen wachsen, doch die geernteten Samen sind steril.“

„Terminator-Technologie“ – „Saatgut jedes Jahr vom Erzeuger neu gekauft“

>>Gen-ethisches Netzwerk<<

„Terminator-Technologie – Mit gentechnischen Methoden sollen Samen unfruchtbar gemacht werden. Kontrolle über die Ressource Saatgut ist einer der zentralen Aspekte der Diskussionen um die so genannte Terminator-Technologie.“

„Terminator-Technologie“ – „Mit gentechnischen Methoden sollen Samen unfruchtbar gemacht“

Jenseits aller gentechnischen Manipulation ist dieses Ziel auch auf anderen Wege erreichbar: Durch gezielte Kreuzungen lässt sich ebenfalls Unfruchtbarkeit erzeugen.

„Mullard-Ente ist ein Zuchtergebnis von Peking- und Moschusenten“

>>Mein Lieblingshaustier<<

„Mullard-Ente ist ein Zuchtergebnis von Peking- und Moschusenten. Die Rasse wurde zuerst auf einer französischen Farm gezüchtet. Ursprünglich nur für private Zwecke verwendet. Weil die Franzosen in Hausente Mulard beschlossen, nur die qualitativen Merkmale beider Rassen zu kombinieren. Von Moschus bekam Sauberkeit, ruhige Verfassung und ausgezeichnete Gesundheit. Aus Peking – schnelle Gewichtszunahme.“

Mullard-Ente: Die unfruchtbare Entenrasse

Allerdings hat die Mullard-Ente mittlerweile sehr viele Freunde gefunden. Im Gegensatz zu vielen anderen hochgezüchteten Entenrassen weist diese Mullard-Ente eine hohe Resistenz gegenüber Krankheiten auf. Da die Enten steril sind, können etwaige Gefangenschaftsflüchtlinge sich nicht mit ihren wilden Artgenossen paaren und somit den hiesigen Wildbestand schädigen. Die gewollte Unfruchtbarkeit weist manchmal auch ganz triviale Gründe auf.

Genetische Hochtechnologie-Pflanzen versus alte Sorten

Die gentechnische Manipulation von Saatgut hat mittlerweile – neben ethischen Aspekten – auch jede Menge an ganz praktischen Schattenseiten gezeigt. Die Anfangs hohen Erträge lassen meistens schon im zweiten Jahr nach. Schädlinge und Unkräuter bauen nach kurzer Zeit diverse Resistenzen auf und man ist eigentlich schnell wieder am Anfang angelangt. Gewiss lassen sich durch gentechnische Manipulation schnell neue Züchtungserfolge erzielen: Aber der ganz große Wurf sieht dann doch irgendwie anders aus. Außerdem finden zunehmend auch Gegenbewegungen statt und auhc in der Lausitz finden regelmäßig Saatgutbörsen statt.

„Seit Jahrtausenden werden Pflanzen von Menschen angebaut und vermehrt“

>>Saatgut-Börse.de<<

„Seit Jahrtausenden werden Pflanzen von Menschen angebaut und vermehrt. Durch Auswahl der anpassungsfähigsten und ertragreichsten Pflanzen gelang es, unzählige Sorten zu züchten, die oft an bestimmte Regionen hervorragend angepasst sind und unsere Vorfahren ernährten. Es war selbstverständlich, von der eigenen Ernte die besten Pflanzen zu vermehren und weiterzugeben. So kam es zu einer enormen Sortenvielfalt mit dem Vorteil, dass sich diese Sorten an die regionalen Besonderheiten anpassten.“

„Von der eigenen Ernte die besten Pflanzen zu vermehren und weiterzugeben“

Neben hochgezüchteten Hochtechnologie-Pflanzen hat ein anderer Weg an Bedeutung gewonnen. Durch die stete Internationalisierung ist nicht jedes käuflich zu erwerbende Saatgut für jede Region gleich gut geeignet. Zwar weisen die klassische Zuchtformen häufig geringere Erträge auf, dafür kommen sie ohne viel Pflege aus. Als weiterer gangbarer Mittelweg hat sich ebenfalls die Kreuzung zwischen alten Sorten – oder sogar Wildformen – und neugezüchteten Pflanzenarten erwiesen. – Sofern die Lizenzen es zulassen.

 

–W E R Β U Ν G–

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