Der fiktive Rat für gegenseitige Stromhilfen im Jahr 2040 – „Wir haben den falschen Weg beschritten“ (1)

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Die Sonnen- und Windernergieanlagen sind Wetterabhängig und ihr Strom lässt mit keinen vertretbaren Aufwand speichern: Trotzdem wird die staatlich-geplante Energiewende vorangetrieben. Fachfremde sozial- und umweltverbände treiben maßgeblich die Energieplanwirtschaft voran. Alles soll Neu und Besser werden. Aber so „neu“ fallen diese Pläne überhaupt nicht aus: Auch wenn offizielle Ministerien über jene offensichtliche Tatsache sich lieber ausschweigen.

Stromversorgung im Jahr 2040: Und der fiktive Rat für gegenseitige Stromhilfen

>>Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburg<<

„Strom aus Wind und Sonne wird zunehmend dezentral erzeugt. Der Stromhandel nimmt zu und die Übertragungsmengen steigen. Das heißt konkret: Der im Norden Deutschlands und in Brandenburg erzeugte Strom aus Windenergieanlagen und anderen Energieträgern muss zu den Verbrauchsschwerpunkten im Süden und Westen Deutschlands gelangen. Dafür ist der Ausbau der Stromnetze erforderlich.“

Alles Dezentral? – „Stromhandel nimmt zu und die Übertragungsmengen steigen“

Widersprüchliche Aussagen sind schon im ersten Absatz vorhanden: „Strom aus Wind und Sonne wird zunehmend dezentral erzeugt.“ – Wozu sind dann also neue Stromnetze erforderlich? Diese Frage muss wohl unbeantwortet bleiben. Die Sonnen- und Windernergieanlagen sind weniger durch das Wetter, sondern wohl mehr von der staatlich festgelegten Einspeisevergütung abhängig. Sprich: Das Erneuerbare-Energien-Gesetz wurde im Jahr 2000 verabschiedet und bis heute kommt – bis auf ganz wenige Ausnahmefälle – keine Anlage ohne staatliche Preissubvention aus. Hinzu kommen: Es sind noch neue Stromleitungen erforderlich.

Heute: Strommangel und fehlende Kraftwerkskapazitäten

Doch das Ministerium fügt noch einem weiteren Satz hinzu: „Der Stromhandel nimmt zu und die Übertragungsmengen steigen.“ – Vorwiegend der Stromimport aus dem Ausland steigt, weil schlicht – echte – Kraftwerkskapazitäten fehlen. Kurzum: Die Stromplanwirtschaft ist schon heute an der rauen Wirklichkeit gescheitert. Nichtsdestoweniger sind ähnliche Versuche mit planwirtschaftlicher Arbeitsteilung bereits gescheitert und auch die selben Auswirkungen sind zu beobachten.

Zwischen den Zeilen lesen: „Arbeitsteilung im Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe“ 

>>Staatsfunk „Mitteldeutscher Rundfunk“ <<

„Ende der 1950er-Jahre erklärte die UdSSR Arbeitsteilung und Spezialisierung zu den großen verbindlichen Zielen des Wirtschaftsrates. Die Arbeitsteilung würde Parallelproduktionen verhindern und zur Intensivierung der Industrien führen. … Und so funktionierte die sozialistische Arbeitsteilung im Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe: Ungarn etwa lieferte seine Ikarus-Busse in sämtliche RGW-Staaten, die ČSSR ihre Tatra-Straßenbahnen.“

Geschichte: „Und so funktionierte die sozialistische Arbeitsteilung“

Auf dem „Papier“ mögen diese Pläne gut ausgesehen haben: Aber sie sind in der Praxis kläglich gescheitert. Die Resultate des „Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe“ fallen praktisch Deckungsgleich mit heutigen Stromplanwirtschaft aus. Der Mangel an Strom lässt sich nur noch notdürftig kaschieren. Auch die – vereinfacht ausgedrückt – Qualität des Stroms nimmt ab: Durch die sogenannte „Energiewende“ wird es immer komplizierter die Sinuskurve im Stromnetz aufrecht zu erhalten.

Heutige Energiewende: Warum die „Stromqualität“ sinkt?

Durch eine falsche Sinuskurve könnten Elektromotoren – Umpolung – plötzlich in die andere Richtung laufen. Besonders für die Industrie kann es fatale Auswirkungen haben. Zusammengefasst: Die staatliche Energieplanwirtschaft zeichnen sich durch Mangel und schlechte Qualität aus. Aber der „Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe“ hat schon damals genau die selben Erfahrungen gemacht.

Geschichte: „Vorhandene Produktionskapazitäten nicht den Bedarf decken konnten“

>>Staatsfunk „Mitteldeutscher Rundfunk“ <<

„Es schuf enorme wechselseitige Abhängigkeiten, aber auch ständige Engpässe, weil etwa vorhandene Produktionskapazitäten nicht den Bedarf decken konnten. Ein weiteres Problem war die mangelnde Qualität. So soll etwa die Hälfte der in die DDR gelieferten Diesellokomotiven aus Rumänien nicht einsatzbereit gewesen sein.“

Geschichte: „Ein weiteres Problem war die mangelnde Qualität“

Ungefähr ein Jahr vor der Auflösung des „Rats für gegenseitige Wirtschaftshilfe“ hat der ehemalige ungarische Ministerpräsident Miklós Németh ein niederschmetterndes Fazit gezogen: „Wir haben den falschen Weg beschritten.“ – Allerdings musste diese Einsicht etwa 40 Jahre lang reifen. Da das Erneuerbare-Energien-Gesetz im Jahr 2000 beschlossen wurde, deshalb dürfte das Jahr 2040 ein recht interessanter Punkt in der zukünftigen Geschichte werden. Im 2. Teil geht es darum, wie der einzelne Haushalt bis zum Jahr 2040 seine Energie- und Wärmeversorgung sicherstellen kann.

 

–W E R Β U Ν G–

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