Kleinstaaten: Gute Gründe der Monarchie nachzutrauern

Screenshot fuerstenhaus.li

Es steht uns Christen gut an, uns daran zu erinnern, wie lange es gebraucht hat, bis die Kirchen ein positives Verhältnis zum modernen Verfassungsstaat gefunden haben.“ Sehr viele Protestanten hätten in der Weimarer Republik der Monarchie nachgetrauert … “ Das sagte ein hoher Repräsentant des Staates: Bei so viel Geschichtsvergessenheit bleibt Manchen glatt die Luft weg.

Bundespräsident viel Ideologie und wenig Geschichtswissen

Richtigstellung: Kirchen und Christen sind keineswegs das selbe. Nicht jeder Christ ist automatisch Angehöriger einer der beiden großen Staatskirchen. Ungeachtet dessen, es gibt auch heute noch: Gute Gründe der Monarchie nachzutrauern.

>>Deutsche Schutzgebiete<<

„Die reußischen Fürstentümer gehören zu den industriereichsten Gebieten Deutschland. Obgleich die reußischen Lande wegen ihrer gebirgigen Beschaffenheit die Landwirtschaft nicht zu begünstigen scheinen, so wird diese doch mit großer Sorgfalt betrieben.“

 

>>Wikipedia<<

„Reuß j. L. hatte mit Gera das Zentrum der Textilindustrie in Ostthüringen. 1891 gab es 62 Textilfabriken mit einem Umsatz von 50 Millionen Mark und 10.834 Arbeitern.“

Gera: Unter der Monarchie eine der reichsten Städte überhaupt und heute ein riesiges Armenhaus

Stadt Gera: Unter der Monarchie eine der reichsten Städte überhaupt: Und Heute, ein riesiges Armenhaus. Die Perspektiven für die Zukunft sehen noch viel düsterer aus: Überalterung, Fortzüge und Resignation.

>>Spiegel<<

„Gera war einmal reich. Heute ist Thüringens drittgrößte Stadt pleite.“

 

>>Der Paritätische Thüringen<<

„In Thüringen gibt es nach wie vor große regionale Unterschiede bei der Kinderarmut. Im Eichsfeld oder im Wartburgkreis sind acht Prozent der Minderjährigen auf Hartz IV angewiesen, in Gera dagegen 25,9 Prozent, in Erfurt 22 Prozent und in Eisenach 21,3 Prozent.“

„Gera war einmal reich – Heute ist Thüringens drittgrößte Stadt pleite“

Die Monarchie – als Staatsform – wird in der Rückbetrachtung, häufig in düsteren Farben gezeichnet: Aber tatsächlich gab es große Unterschiede. Das Fürstentum Reuß jüngerer Linie ist dafür ein sehr prägnantes Beispiel. Der Kleinstaat im Osten des heutigen Landes Thüringen mit – Gera als Hauptstadt – hatte eigentlich alle Voraussetzungen: Die heute mit feudaler Rückständigkeit und wirtschaftlicher Perspektivlosigkeit in Verbindung gebracht werden. Der gebirgige Zwergstaat, bot dafür sogar noch das passende Klischee. Die Realität sah freilich ganz anders aus. Kleinstaaten – unabhängig der Staatsformen – neigen dazu sich heraus zu putzen: Denn die Konkurrenz ist große und der nächste Nachbarstaat liegt gleich um die Ecke. Außerdem sind die Wege zum Monarchen kurz. Probleme, können unkompliziert in einen kurzen Gespräch gelöst werden.

Demokratie heute: Ausufern Bürokratie und weltfremde amtliche Entscheidungen

Und heute? Langwierige Verwaltungsverfahren, eine ausufern Bürokratie und weltfremde amtliche Entscheidungen. Bei Problem können Sie sich an ihren Abgeordneten wenden. Nur welchen? Auf Gemeindeebene, Landkreisebene, Landesebene, Bundesebene oder EU-Ebene? Wenn man es herausgefunden hat, viel Glück mit den Anliegen. – Denn es wird bitter nötig sein.

>>Merkur.de<<

“ … Finanzbehörden fordern von Unternehmen Steuerzahlungen für Google-Werbung – diese sollen sich das Geld vom Internetriesen zurückholen.“

Bürokratie heute: Kleinunternehmer dürfen in ihrer Freizeit Finanzamt spielen und Steuern bei amerikanischen Konzernen eintreiben

>>Welt<<

„Umweltzonen führen Handwerker in die Pleite … Grund sind die Umweltzonen in den Städte, die einen Großteil der Betriebe aussperren.“

Wenn Sie ein Problem mit der amtlichen Entscheidung haben, wenden Sie sich an die zuständige Behörde oder ihren Abgeordneten: So oder ähnlich lauten dann für gewöhnliche die Antworten. Selbstverständlich hat der wirtschaftliche Niedergang vieler Regionen Ursachen: Nur reden tut darüber niemand.

Großdemokratien heute: Der wirtschaftliche Niedergang vieler Regionen

Auch heute noch gibt es Kleinstaaten die von einen Monarchen regiert werden: Das Fürstentum Liechtenstein ist so einer.

>>Aargauer Zeitung<<

„Legen Sie Wert auf die Ansprache «Ihre Durchlaucht»?

Erbprinz Alois: Nein, das ist mir nicht wichtig. Ich habe hier die Volksschule und das Gymnasium besucht und war mit meinen Schulkameraden immer per Du. Das ist auch heute noch der Fall. Bei offiziellen Anlässen ist es etwas anders, da ist «Durchlaucht» die formal richtige Anrede, ähnlich wie «Exzellenz» für das Staatsoberhaupt einer Republik.

Wie sprechen Sie Leute auf der Strasse an?

Da gibt es die verschiedensten Varianten. Viele Leute schätzen es, das Staatsoberhaupt mit einer besonderen Anrede zu begrüssen und sagen deswegen «Durchlaucht». Bei meinem Grossvater und Vater kam es auch schon vor, dass die Leute einfach «Hoi Fürst» gerufen haben. In Liechtenstein herrscht eine Duz-Kultur, da sind der Fürst und der Erbprinz nicht aussen vor.“

„Hoi Fürst“ – In Liechtenstein unproblematische Begrüßung – Hierzulande wäre es strafbare Majestätsbeleidigung

Das Fürstentum Liechtenstein gilt als einer der reichsten Staaten überhaupt. Gemessen an durchschnittlichen Einkommen nimmt er Platz Zwei ein. Zahlen für die Lausitz sind unbekannt, aber der Landkreis Görlitz würde in dieser Liste auf Platz 29 stehen. Wer hierzulande den Bundespräsidenten mit „Hoi Fürst“ anreden würde – würde recht schnell Anzeige bekommen wegen „Verunglimpfung des Bundespräsidenten“ oder landläufig Majestätsbeleidigung. Aber für gewöhnlich meiden die „Repräsentanten des Volkes“ das eigene Volk. Die selbst ernannte Elite, schickt ihre eigenen Sprösslinge lieber auf elitäre Privatschulen und lebt in gehobenen Gegenden. Der gemeine Bürger, ist in diesen Kreisen ohnehin zuwider.

 

Werbung

Loading...
Bild: nordvpn.com
Scroll Up Titel Seiteninhalt