Kolumbien: Von Gott durch die Not getragen

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Als Christen müssen Rodrigo und seine Familie zahlreiche Anfeindungen überwinden

Rodrigo* und seine Frau dürfen nicht zum Fischen gehen oder ihre Wäsche am Fluss waschen, wenn andere Dorfbewohner dasselbe tun. Die Suche nach Lebensmitteln ist eine tägliche Tortur, seit die Händler beschlossen haben, ihnen nichts mehr zu verkaufen. Beide haben ihre Arbeit verloren. Und all das nur wegen ihres Glaubens an Jesus. Doch in aller Not haben sie Gottes Versorgung erlebt.

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Von Open Doors

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Gezielter Boykott

Rodrigo* hat viel zu erzählen, wenn es um Verfolgung wegen des Glaubens an Christus geht. Seit er und seine Familie Jesus nachfolgen, werden sie von den örtlichen Behörden und Anführern ihrer indigenen Volksgruppe im Nordwesten Kolumbiens unter Druck gesetzt, ihrem Glauben abzuschwören. Sie wurden verspottet, schikaniert und ausgegrenzt, doch ohne Erfolg. Dabei gilt gerade in indigenen Gebieten wie der Heimat von Rodrigo im Verwaltungsbezirk Chocó, dass jeder Einzelne auf die Unterstützung der Gemeinschaft angewiesen ist. Indigene Stämme funktionieren als zusammenhängende soziale Einheiten, in denen alles eng miteinander verwoben ist und die Beziehungen auf gemeinsamen Werten und dem Glauben der Vorfahren basieren. Deshalb wird eine Abkehr von den alten animistischen Ritualen, um Christus nachzufolgen, als Beleidigung der gesamten Gemeinschaft betrachtet.

Rodrigo wurde hart getroffen, als die lokalen Anführer die Leute aufforderten, keine Fische mehr von ihm zu kaufen. In dieser Zeit verlor auch seine Frau ihre Stellung als Lehrerin an der örtlichen Schule – obwohl es im Ort an qualifizierten Pädagogen fehlt. Die Familie geriet in existentielle Probleme, weil sie kaum genug Geld hatte, um über die Runden zu kommen.

Corona als Fluch der Geister – schuld sind die Christen

Als lokale Open Doors-Kontakte von ihrer Lage erfuhren, organisierten sie einen Kleinkredit für Rodrigo, so dass er mit dem Verkauf von Benzin einen eigenen Handel eröffnen konnte. Aufgrund des lebhaften Boots- und Schiffsverkehrs in der Gegend florierte sein Geschäft schnell und die Familie war versorgt – bis die Corona-Pandemie alles änderte. Der Verkehr erlahmte und Rodrigos gesamte Familie infizierte sich mit dem Virus. Eine Zeit lang waren sie alle schwer krank. Für die Bewohner des Ortes war offensichtlich: Die Krankheit war Folge eines Fluchs, der nun auf der ganzen Gemeinschaft lastete; sie beschuldigten Rodrigos Familie, das spirituelle Gleichgewicht mit den Geistern der Ahnen gestört zu haben.

Neuanfang unter Gottes Segen

Doch zur allgemeinen Überraschung erholten sich Rodrigo und seiner Familie schnell von ihrer Krankheit. Innerhalb von zwei Wochen waren alle wieder gesund und munter. Er baute sein Geschäft soweit wieder auf, dass er eine Genehmigung beantragt hat, noch mehr Benzin verkaufen zu dürfen. Auch seine Frau wird ihre Arbeit wieder aufnehmen, da die örtlichen Behörden beschlossen haben, sie wieder einzustellen.

Dennoch stehen Rodrigo und seine Familie weiter unter Druck. Unmut erregt vor allem die Arbeit unter Kindern, die Rodrigo vor einigen Jahren begonnen hat, um ihnen das Evangelium nahezubringen. Doch obwohl die örtlichen Behörden diese Treffen inzwischen verboten haben, setzt Rodrigo seinen Dienst fort.

*Name geändert

 

–W E R Β U Ν G–

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