Brandgefahr: Wie Elektroautos in der Tiefgarage zur Todesfalle für die Bewohner werden können

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Ein geparktes Elektroauto in einer Tiefgarage kann zur Todesfalle für die Bewohner des Gebäudes werden. Denn ein E-Auto kann in Bruchteil einer Sekunde lichterloh in Flammen stehen. Das Feuer springt dann in minutenschnelle auf andere Fahrzeuge über und frisst sich weiter nach oben durch. Folge: Alle Fluchtwege sind versperrt. Außerdem wirken die verbauten Fassadendämmstoffe: Zusätzlich wie ein Brandbeschleuniger.

Wie Elektroautos in einer Tiefgarage zur Todesfalle für die Bewohner werden können

Tatsächlich werden sowohl bei Elektroautos, als auch bei Dämmstoffen viele wichtige Vorschriften einfach ignoriert.

„Kennzeichnung der Ladung“ – Bei Fahrten mit Gefahrgut

>>Ministerium für Inneres – Baden-Württemberg<<

„Wer in Deutschland gefährliche Güter mit Lkws befördert, muss weitere Bestimmungen beachten, insbesondere in Bezug auf Verpackung und Kennzeichnung der Ladung. Darüber hinaus benötigen Gefahrgutfahrer eine sogenannte „ADR-Bescheinigung“, um einen entsprechend beladenen Lkw fahren zu dürfen.“

ADR-Bescheinigung für Gefahrgutfahrer

Bedeutet: Nicht jeder LKW-Fahrer darf – so ohne weiteres – gefährliche Güter auf der  Straße transportieren. Die Regelungen für Gefahrentransporte sind dabei äußerst Streng ausgelegt: Sicherlich haben einige verheerende Unfälle ihr übriges dazu beigetragen. Eigentlich müssten für Elektroautos die gleichen Vorschriften gelten: Denn die verbaute Batterie ist wohl zweifellos ein Gefahrgut im Sinne des Gesetzes.

„Forderung, auf die Kennzeichnung der Batterien/Versandstücke bei deren Beförderung nach Gefahrgutrecht“

>>Nationale Plattform Elektromobilitaet (PDF-Datei) <<

„Eine Forderung, auf die Kennzeichnung der Batterien/Versandstücke bei deren Beförderung nach Gefahrgutrecht u. a. mit Gefahrzetteln und auf die Kennzeichnung der Fahrzeuge/Container mit orangefarbenen Warntafeln bei der Beförderung zu verzichten, ist nicht hinnehmbar. … Hier muss den berechtigten Sicherheits- und Schutzinteressen klar Vorrang eingeräumt werden. Eine Behauptung, dies führe zur „Stigmatisierung“ der Batterien ist nicht zutreffend, da auch die in Fahrzeugen üblichen Bleibatterien den Vorschriften für den Gefahrguttransport unterliegen.“

Warum E-Autos auch Gefahrgut sind

Zwar ist die Nationale Plattform Elektromobilitaet quasi ein Lobbyverband für E-Autos, doch selbst sie musste einräumen: Das „berechtigten Sicherheits- und Schutzinteressen klar Vorrang eingeräumt werden“ müssen. Allerdings bei genauer Betrachtung wirkt die Forderung doch schon sehr Skurril: Weshalb soll ein E-Auto – verladen auf einem LKW – gefährlicher als ein E-Auto im normalen Straßenverkehr sein? Theoretisch müssten alle E-Autofahrer eine Sonderlaubanis für dem Transport von Gefahrgütern beantragen und eine entsprechende Warntafel am E-Fahrzeug anbringen.

Unterschätzte Gefahren von Lithium-Ionen-Batterien

Das ist es keine übertriebene Panikmache, sondern es handelt sich hierbei um gelebte Erfahrungen aus der praktischen Realität. Eine Lithium-Ionen-Batterie besteht aus Hunderten oder Tausenden von Zellen und schon eine fehlerhafte Zelle kann zu unkontrollierten Bränden oder Explosionen führen.

„Warum explodieren Handys neuerdings so „oft“?  „

>>Giga.de<<

„Warum explodieren Handys neuerdings so „oft“? – Fast jede zweite Modell-Reihe eines Smartphones scheint aufgrund von Mängeln gefühlt mal hier und mal da zu explodieren. Der Akku ist oft die Ursache.“

Das explodierende Handy

Doch der Akku von einem Handy ist vielfach Kleiner – als der vom einem E-Auto. Da Handy-Akkus nur aus weniger Zellen bestehen, ist also die Gefahr einer Explosion – statistisch gesehen – um ein vielfaches Geringer, als bei einem E-Auto.

Brand- und Explosionsgefahr von Lithium-Ionen-Batterien

Trotzdem haben sich die Fluggesellschaften schon auf die Brand- und Explosionsgefahr eingerichtet. Geräte mit Lithium-Ionen-Batterien – darunter Handys – dürfen nur noch im Handgebäck mitgeführt werden. Manche Geräte sind so gefährlich, dass sie sogar auf einer „roten Liste“ stehen.

„Airlines setzen das neue Samsung-Smartphone wegen Brandgefahr auf die Verbotsliste“

>>n-tv<<

„Mitnahme von Samsung-Handy verboten – Immer mehr Airlines setzen das neue Samsung-Smartphone wegen Brandgefahr auf die Verbotsliste.“

Brandgefahr im Flugzeug: „Mitnahme von Samsung-Handy verboten“

Explosionen oder Feuer: Es kann das ganze Flugzeug zum Absturz bringen: Ein ausgebrochenes Feuer lässt sich nur schwer unter Kontrolle bringen und auch eine Notlandung ist keinesfalls immer zeitnah möglich. Die eigentliche Gefahr geht hierbei nicht vom dem Geräten selbst aus, sondern vielmehr vom der verbauten Batterie. Was bei einem Handy schon eine große Gefahr bedeutet, kann bei einem Elektroauto leicht in einer ausgewachsenen Katastrophe enden.

„Wenn ein Elektroauto in Brand gerät, liegt das in den meisten Fällen an der Batterie“

>>Tageszeitung<<

„Wenn ein Elektroauto in Brand gerät, liegt das in den meisten Fällen an der Batterie. Das Problem hierbei ist, dass die Akkus moderner E-Fahrzeuge aus Hunderten von einzelnen Batteriezellen bestehen. Sobald eine Batteriezelle beschädigt wird, ist eine Kettenreaktion in Form von permanenten Kurzschlüssen möglich – von Zelle zu Zelle -, wodurch der Brand immer wieder aufs Neue entfacht wird.“

„Sobald eine Batteriezelle beschädigt wird – Ist eine Kettenreaktion in Form von permanenten Kurzschlüssen möglich“ 

Manche Fahrzeuge gehen dabei explosionsartig in Flammen auf: Und dazu müssen sie weder in einem Unfall verwickelt sein oder sich überhaupt im Straßenverkehr bewegen.

„Tesla explodiert in Tiefgarage“

>>Stern<<

„Überwachungskamera zeigt: Tesla explodiert in Tiefgarage – In einer Tiefgarage im chinesischen Shanghai ist ein Elektroauto von Tesla explodiert und vollständig ausgebrannt.“

„Elektroauto von Tesla explodiert und vollständig ausgebrannt“

Der besagte Tesla war in einer Tiefgarage abgestellt. Die spontane Selbstentzündung hat man bisher immer ins Reich der Märchen abgetan: Doch die E-Autos haben nun – recht anschaulich – das Gegenteil bewiesen.

Die spontanen Selbstentzündung von Elektroautos

Neben der spontanen Selbstentzündung von Elektroautos kommt noch ein weiteres Problem zum Tragen: Ein brennendes E-Auto ist praktisch nicht zu löschen und kann auch unbeteiligte Dritte in Mitleidenschaft ziehen: Denn das E-Auto in Shanghai: „Tesla explodiert in Tiefgarage“ – Das Fahrzeug stand also in einer Tiefgarage. Dabei tun sich auch grundsätzliche Probleme auf: Viele Fahrzeuge sind in Tiefgaragen abgestellt und darüber arbeiten oder wohnen für gewöhnlich Menschen.

Kaum zu Löschen: Das brennende Elektroauto in der Tiefgarage

Ein ausgebrochen Feuer in einer Tiefgarage kann sich ganz schnell zu einer Katastrophe entwickeln.

Feuer in der Tiefgarage: „Besteht die Gefahr des Tragwerksverlustes“

>>Golem<<

„So seien in den vergangenen Jahren vermehrt Brände aufgetreten, bei denen zum Zeitpunkt des Eintreffens der Feuerwehr bereits mehrere Fahrzeuge gebrannt hätten, sagt Bachmeier. Wenn der Brand der Fahrzeuge nicht von der Feuerwehr gestoppt werden könne, „besteht die Gefahr des Tragwerksverlustes“. Die Garage oder das darüberstehende Gebäude wären dann einsturzgefährdet.“

„Garage oder das darüberstehende Gebäude wären dann einsturzgefährdet“

In Bruchteil einer Sekunde kann ein E-Fahrzeug lichterloh in Flammen stehen. Hinzu kommen noch ganz andere Gefahren: Viele Häuser sind mit gut brennbaren Material isoliert: Solche Häuser können sich sehr schnell zur Todesfalle entwickeln. Bei mehrstöckigen Gebäuden kann eine vollständige Evakuierung recht lange dauern: Aber bei einem Brand in der Tiefgarage fressen sich die Flammen nach oben durch: Deswegen sind schon nach kurzer Zeit alle möglichen Fluchtwege versperrt. Solche Szenarien sind keinesfalls nur abstrakte Theorie, sondern in der Realität bereits aufgetreten.

„Mindestens 79 Menschen starben“ – Brandkatastrophe im Grenfell Tower

>>Rheinische Post<<

„In London hatte ein defekter Kühlschrank die Brandkatastrophe entfacht. Das Feuer griff auf den gesamten 24-stöckigen Sozialbau über. Mindestens 79 Menschen starben. Bei stichprobenartigen Kontrollen anderer Wohnhochhäuser in Großbritannien fielen nach Angaben der Regierung in London alle 95 Gebäude durch, die bisher überprüft wurden. Insgesamt sollen bei 600 Hochhäusern die Fassadenverkleidungen untersucht werden.“

Fassadenverkleidungen als Brandbeschleuniger

Über die Brandgefahr von modernen Dämmstoffen herrscht ein ähnlich sorgloser Umgang – Genauso wie bei Elektroautos vor. Alle Gefahren am liebsten Verschweigen oder wenn es gar nicht anders geht: Dann wenigstens Verharmlosen. Wie das geht? Das kann man am Beispiel des Brandes in London recht gut sehen. Formal soll beim Brand im Grenfell Tower nicht die Fassadenverkleidung – sondern die Wetterschutzverkleidung schuld sein. Das alles ist natürlich bürokratische Haarspalterei. Eine Wetterschutzverkleidung soll – in der Theorie – die Ausbreitung eines Feuers verhindern. Sollte das nicht – nach behördlichen Vorstellungen – funktionieren, sind entweder die Handwerker oder Feuerwehrleute schuld – oder wahlweise alle zusammen.

Das brennende Hochhaus als Todesfalle

Bei dieser Sichtweise wird allerdings die Physik, Chemie – und nicht zuletzt – die gelebte Wirklichkeit komplett ausgeblendet: Keine Wetterschutzverkleidung kann das leisten: Praktische Untersuchungen an Modellen haben das längst das Gegenteil bewiesen. Die Fassadenverkleidungen wirken wie ein aufgetragener Brandbeschleuniger. Selbst die Feuerwehr kann da häufig nur hilflos zusehen und das Gebäude kontrolliert abbrennen lassen.

Dramatische Szenen – Grenfell Tower: Eingeschlossen im Feuer im angesichts des Todes

Im Grenfell Tower waren die Menschen in den oberen Etagen gefangen, weil alle Fluchtwege durch das Feuer blockiert waren: Sie mussten also ihren eignem Feuertod entgegen sehen. Manche haben sogar das Geschehen und ihre Ausweglosigkeit auf Video festgehalten: Die Daten konnten nach dem Brand wiederhergestellt werden. Es sind dramatische Szenen die unter die Haut gehen. Denn der Grenfell Tower war ein gewöhnliches Wohnhaus und unter dem Opfern befanden sich deshalb viele Frauen und Kinder.

 

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