Militärische Konflikte: Die Gefahren für dem zivilen Flugverkehr

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Auf zahlreichen Gebieten der Erde: Da herrschen Kriege, Unruhen oder zeitweise flammen militärische Konflikte auf. In Folge dessen: Wurden in der Vergangenheit schon mehrfach zivile Flugzeuge in Mitleidenschaft gezogen oder gar zum Absturz gebracht. Beispiel: Wie höchst wahrscheinlich auch Malaysia-Airlines-Flug 17: Aus diesem Grund existieren seitens der >>International Civil Aviation Organization<< kurz ICAO eine Liste von Gebieten – wo Gefahr für den zivilen Flugverkehr drohen.

Malaysia-Airlines-Flug 17: Wenn zivile Linienflugzeuge abgeschossen werden

Allerdings gibt es dabei zwei Probleme: Zum einem ist die Liste mit dem Ländern unvollständig und zum anderen können Rebellen oder Terroristen sich Waffensysteme auf unterschiedlichen Wege selbst beschaffen – um Verkehrsflugzeuge auch in einer Flughöhe –welche als sicher gilt – von 11.000 Metern zu gefährden.

Wenn Rebellen über Kampfflugzeuge verfügen

>>Zeit<<

„Als die Truppen des IS im Juli 2014 auf die Stadt marschierten, floh die von den USA ausgerüstete irakische Armeeüberhastet und ließ große Teile ihres Arsenals zurück. Sogar zwei Flugzeuge der Streitkräfte und Hubschrauber sollen den Angreifern in die Hände gefallen sein – bislang haben die Dschihadisten sie aber nicht eingesetzt.“

„Zwei Flugzeuge der Streitkräfte und Hubschrauber sollen den Angreifern in die Hände gefallen sein“

>>Spiegel<<

„Augenzeugen sagten der Beobachtungsstelle, sie hätten mehrfach Kampfjets im Tiefflug gesichtet. Die Übungsflüge sollen auf dem Militärflughafen Dscharah in der Nähe von Aleppo stattfinden, der vom IS kontrolliert wird. Insgesamt sollen die Dschihadisten dort über drei Maschinen verfügen, vermutlich vom Typ Mig-21 und Mig-23, die der IS auf Luftwaffenstützpunkten in den syrischen Provinzen Aleppo und Rakka erobert habe.“

„Dschihadisten dort über drei Maschinen verfügen“

Mit Kampfflugzeugen wäre es ohne weiteres möglich: Ein Passagierflugzeug selbst in großer Flughöhe abzuschießen. Aber darüber hinaus bestehen noch weitere Gefahren, beispielsweise durch Boden-Luft-Raketen. Zwar sind die meisten Modelle wie britische >>Javelin<< nur für kurze Distanzen, sprich niedrig und langsam fliegenden Ziele ausgelegt. Jedoch bei Start und Landung stellen diese Waffensysteme eine ernst zunehmende Gefahr für den zivilen Luftverkehr da. Besonders die neuen lasergelenkten Modelle, welche gezielt empfindliche Komponenten des Flugzeugs irreparabel beschädigen können.

Die unbekannten Gefahren von schultergestützten Flugabwehrraketen

>>Wikipedia<<

„Seit den 1970er-Jahren ereigneten sich weltweit mehr als 40 Angriffe mit schultergestützten Flugabwehrraketen gegen zivile Luftfahrzeuge. Es kam dabei zu 28 Abstürzen und über 800 Passagiere verloren dabei ihr Leben. Die meisten Vorfälle ereigneten sich in Konfliktzonen, doch auch für die restliche Welt bleiben potenzielle Anschläge mit MANPADS auf Verkehrsflugzeuge eine reale Gefahr. Im Juni 2006 wurde ein Anschlag mit tragbaren Flugabwehrraketen verhindert: Eine Gruppe Araber plante offenbar den Einsatz gegen eine Verkehrsmaschine der israelischen Fluggesellschaft El Al von einem Schweizer Flughafen aus.“

Flugabwehrraketen: „Einsatz gegen eine Verkehrsmaschine“

Die >>International Civil Aviation Organization<< als auch die Fluggesellschaften verfügen über keinen eigenem Geheimdienste und sind deswegen auf Informationen von Dritten – in der Regel Staaten – angewiesen. Nur verfolgen die aller meisten Länder auf diesem Planeten eigene Interessen und sehen es äußerst ungern, wenn interne Konflikte allzu publik werden. In Kolumbien sind etwa die >>F.A.R.C.-E.P. – Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia<< aktiv, aber Kolumbien taucht auf der IACO-Liste nicht auf. Niemand kann effektiv verhindern, dass diese Rebellen Waffensysteme entweder selbst herstellen oder erbeuten, die es ihnen ermöglichen, ein Luftfahrzeug abzuschießen.

Niemand kann verhindern das Rebellen Waffensysteme gegen Flugzeuge einsetzen

Passagiere in einem Flugzeug haben häufig keine Ahnung, über welche zum Teil gefährlichen Gebiete ihr Flug geht, aber selbst wenn sie diese Informationen hätten, könnten sie die Flugroute unmöglich ändern oder Einfluss darauf nehmen. Aus politischer Sicht bestünde hier dringend Handlungsbedarf.

 

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