Proteste: „Für die Arbeitsplätze in der Lausitz“

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Die Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung, kam zum einzigsten Revierbesuch in die Lausitz. Was ursprünglich als touristische Besichtigungsfahrt gedacht war, mit den Charakter einer beschaulichen Kaffeefahrt: Entwickelte sich zum neuzeitlichen Spießrutenlauf, für die Kommissare aus den fernen Berlin.

>>Zeit<<

„Unter lautstarkem Protest Hunderter Braunkohlekumpel hat die Kohlekommission bei einer Sitzung in der Lausitz über den geplanten Kohleausstieg beraten. Einer der vier Kommissionschefs, Matthias Platzeck (SPD), sagte der Deutschen Presse-Agentur am Rande der Sitzung in Großräschen, einer der schwierigsten Punkte sei, Strukturzusammenbrüche zu verhindern. Befürchtet wird der Verlust Tausender Jobs in der Region, wenn das Abbaggern und Verbrennen der Braunkohle endet. Die Kommission «Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung» soll Vorschläge für einen Strukturwandel in den betroffenen Kohlerevieren im Rheinland, in der Lausitz und im Südosten Deutschlands vorlegen. Zudem soll sie ein Datum für das Ende der klimaschädlichen Verstromung der Braunkohle festlegen. Mit Trillerpfeifen, Sirenen und Trommeln standen Braunkohle-Mitarbeiter vor den Sitzungsorten in Weißwasser im Landkreis Görlitz und Großräschen in Südbrandenburg. Auf Transparenten stand unter anderem: «Unsere Arbeit sichert Wohlstand!» und «Wir sind laut für unsere Jobs!». Die Industriegewerkschaft IG BCE sprach von jeweils mehr als 2000 Teilnehmern. Viele der Teilnehmer waren auch auf beiden Demos.“

 

>>Lausitz Energie Bergbau<<

„Die Braunkohle sorgt nicht nur für Arbeit, von ihr gehen auch rund 1,4 Milliarden Euro Wertschöpfung pro Jahr aus. Ein Ausstieg hat Konsequenzen für alle. So stehen auch Handwerker, Ladenbesitzer, Kleinunternehmer oder die Jugend des Eishockeyvereins der Lausitzer Füchse sowie des Fussballvereins Energie Cottbus bei dieser Demonstration geschlossen Seite an Seite. Während die Ministerpräsidenten Sachsens und Brandenburgs bereits an der TELUX das Gespräch mit den Demonstranten suchten und die Gelegenheit für kurze Ansprachen nutzten, kämpfte sich der Bus mit den Kommissionsmitgliedern durch die Menge, die friedlich für ihre Arbeit und ihre Zukunft demonstrierten – die aber laut waren und ihren Standpunkt unübersehbar vertraten. Erst 40 Minuten später, als ursprünglich geplant, konnte die Sitzung beginnen. … Doch den wichtigsten Beitrag des Tages lieferten die rund 2.200 Menschen an den Straßenrändern. Wie in Weißwasser säumten sie auch in Großräschen den Weg. Lautstark, mit Trillerpfeifen und Trommeln setzten sie ein Zeichen für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze, machten mittels Plakaten, Transparenten und Aktionen ihre Meinung deutlich – setzten Statements: Für die Arbeitsplätze in der Lausitz. Für eine Perspektive in den Revieren.“

 

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