„… weil sie keinen Ausbildungsplatz, keine Arbeit, kein Auskommen finden“ – Talentabwanderung: Besser gleich ins Ausland gehen?

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Jetzt wandern die Menschen ab, vor allem die jungen, weil sie keinen Ausbildungsplatz, keine Arbeit, kein Auskommen finden. Weißwasser, eine Stadt ohne Zukunft?“ – Es handelt sich hierbei um keine Schwarzmalerei, sondern ist Teil einer Art von Reportage. Ungefähr 45 aller jungen Menschen wollen die Lausitz verlassen und sicherlich nicht wenige wollen in andere Länder gehen.

„Jetzt wandern die Menschen ab, vor allem die jungen, weil sie keinen Ausbildungsplatz, keine Arbeit, kein Auskommen finden“

>>Hörspiel und Feature<<

„Jetzt wandern die Menschen ab, vor allem die jungen, weil sie keinen Ausbildungsplatz, keine Arbeit, kein Auskommen finden. Weißwasser, eine Stadt ohne Zukunft? Oder Modellfall des künftigen Deutschlands, wo die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft nur früher durchgespielt werden als anderswo?“

„Herausforderungen einer alternden Gesellschaft nur früher durchgespielt werden als anderswo?“

Hörspiel und Feature ist Teil des Öffentlichen-Rundfunks und das Bemerkenswerte an dieser knapp 44-Minuten-Hörspielproduktion: Der geplante Kohleausstieg kommt darin faktisch nicht mehr vor. Die Abwanderung wird nicht als verfehlte Wirtschaftspolitik, sondern als eine Art von unabwendbares Naturereignis dargestellt.

„Die Abwanderungsbereitschaft bleibt im Jahresvergleich auf stabilem Niveau“

>>Pro-Lausitz.de<<

„Die Abwanderungsbereitschaft bleibt im Jahresvergleich auf stabilem Niveau. Jeder zehnte Bewohner der Lausitz (10 Prozent) möchte in den kommenden zwei Jahren aus der Lausitz wegziehen. In der Altersgruppe bis 29 Jahre sind es 45 Prozent, … „

„Abwanderungsbereitschaft“ – „In der Altersgruppe bis 29 Jahre sind es 45 Prozent“

Diese Zahlen sind im offiziellen Lausitz Monitor nachzulesen. Anders als bei der Abwanderungswelle im Zuge der Wiedervereinigung könnten diesmal ganz andere Ziele angesteuert werden.

„Art Director in New York“ – „Von der Lausitz nach New York kam“

>>The Keyword Deutschland<<

„Thoka Maer ist Art Director in New York. Als Teil des Doodle-Teams trägt sie dazu bei, dass wir immer wieder im Jahr kleine Zeichnungen oder Animationen anstatt des Google-Logos auf der Google Startseite sehen. … Im Interview sprechen wir mit Thoka, wie sie von der Lausitz nach New York kam, was für sie Kreativität bedeutet und wie der Prozess von der ersten Idee zum fertigen Google Doodle aussieht.“

„Kleine Zeichnungen oder Animationen anstatt des Google-Logos auf der Google Startseite sehen“

Das Internetportal The Keyword Deutschland wird durch das Unternehmen Google – respektive Alphabet – betrieben. Natürlich hat die Talentabwanderung gute Gründe und die reichen teilweise weit zurück. Ohne kostengünstigen Kohlestrom wird die Energie teuer und das zieht einen Kaskadeneffekt nach sich. Viele energieintensive Unternehmen – sofern sie es noch können – denken über Verlagerung der Produktion oder Abwanderung nach.

„Bayer klagt über zu hohen Strompreis – Chemiekonzern droht mit Verlagerung ins Ausland“

>>Der Tagesspiegel<<

„Bayer klagt über zu hohen Strompreis – Chemiekonzern droht mit Verlagerung ins Ausland – „Es ist wichtig, dass wir im Vergleich mit anderen Ländern wettbewerbsfähig bleiben. Ansonsten kann sich ein globales Unternehmen wie Bayer überlegen, seine Produktion in Länder mit niedrigeren Energiekosten zu verlagern“, sagte Unternehmenschef … der „Wirtschaftswoche“. Deutschland werde als Produktionsstandort für die energieintensive Chemieindustrie unattraktiver, fügte er hinzu.“

„Deutschland werde als Produktionsstandort für die energieintensive Chemieindustrie unattraktiver“

In der Tat wird bereits gerade in ausländischen Standorten kräftig investiert. Die energieintensive Chemieindustrie steht bei dieser Fragestellung längst nicht alleine da. Auch andere Branchen haben längst schon Nägel mit Köpfen gemacht und die USA sind nicht das einzigste Auswanderungsland.

„BASF, VW, Aldi: Deutsche Firmen investieren kräftig in China“

>>Handelsblatt<<

„BASF, VW, Aldi: Deutsche Firmen investieren kräftig in China – und riskieren viel – Der Chemiekonzern BASF erteilte vor wenigen Tagen die Freigabe für die entscheidende Phase zum zehn Milliarden Euro teuren Bau eines Verbundstandorts im Süden Chinas. Der Autozulieferer Hella verkündete Anfang der Woche, seine Fertigungskapazitäten mit einem neuen Lichtwerk in Changzhou nahe Schanghai auszubauen. Und der Discounter Aldi will Hunderte neue Läden in China eröffnen.“

„Und der Discounter Aldi will Hunderte neue Läden in China eröffnen“

Diese Entwicklung wird sich auch auf die Talentabwanderung auswirken. Gerade größere Unternehmen können bessere Gehälter und mehr berufliche Perspektiven bieten.