Searx: Die quell-offene Suchmaschine

Screenshot vimeo.com

Die Suchmaschine >>Searx<< bietet neben der quell-offenheit, die Möglichkeit sie auf einen eignen Server zu betreiben. Auf diese Weise werden keine Daten an Dritte übermittelt.

>>t3n<<

„Zunächst einmal sieht Searx aus wie jede andere Suchmaschine auch: Es gibt ein Eingabefeld und nach einer Suchanfrage bekommt der Nutzer die Ergebnisse in Listenform. Die Metasuchmaschine ist aber auf Privatsphäre bedacht, lässt sich auch auf dem eigenen Server installieren und ist konfigurierbar. Die Startseite von Searx ist minimalistisch, bei einem Klick auf die erweiterten Optionen kommen aber viele weitere Möglichkeiten zum Vorschein. So könnt ihr festlegen, ob eine allgemeine Suche starten wollt oder nur Bilder, Dateien, Karten, Musik oder anderes angezeigt werden soll. Die Metasuchmaschine zapft dafür unterschiedliche Dienste an, die sich in den Einstellungen konfigurieren lassen.“

 

>>Golem.de<<

„Metasuchmaschinen versprechen, besser zu sein als ihre Quellen, indem sie die Suchergebnisse mehrerer Suchmaschinen in einer einzigen Liste zusammenfassen. Anders als kommerzielle Anbieter wie Startpage oder Dogpile lässt sich das Open-Source-Projekt Searx auf dem eigenen Server installieren. Searx durchsucht neben allgemeinen Suchangeboten wie Google, Bing oder Yahoo auch Spezialquellen wie Wikipedia, Flickr oder Wolfram Alpha. Über thematische Tabs können Nutzer mit einem Klick ausgewählte Quellen ansteuern. Im Tab „IT“ lassen sich zum Beispiel Stackoverflow und Github durchsuchen, der Bereich „Musik“ gewährt Zugriff auf die Kataloge von Spotify oder Deezer. Unter „Dateien“ werden neben Ergebnissen aus F-droid und dem Google Playstore auch direkt Magnet-Links zu Dateien aus dem Torrentnetzwerk angezeigt. Jede Suchquelle kann entweder standardmäßig für einen Tab aktiviert oder nur bei Bedarf ausgewählt werden. Die Version 0.10.0 kann einen bestimmten Zeitraum durchsuchen, die Ergebnisseite lädt beim Scrollen nach unten automatisch weitere Treffer nach. Außerdem haben die Searx-Entwickler dem Einstellungsdialog ein intuitiveres Layout verpasst. Dort lassen sich Autocomplete, Safesearch und viele weitere Funktionen und Plugins aktivieren. … Wer Searx selbst installieren will, braucht dafür einen Webserver, der Python ausführen kann. Ein normaler Webspace mit PHP-Support und Datenbanken reicht nicht aus. Nach Angaben der Entwickler soll die Installation aber auch auf einem Raspberry Pi möglich sein. Wem die Eigeninstallation etwa auf einem Raspberry Pi zu umständlich ist, der kann Searx einfach auf einer der aktuell rund 30 öffentlichen Instanzen nutzen. Die bekanntesten Server sind Searx.me, den Tauber selbst betreibt, sowie das deutschsprachige Searx.de. Auch der französische Hackerverband La Quadrature du Net (LQDN) betreibt unter Searx.laquadrature.net eine eigene Installation. Selbst als Tor-Hidden-Service steht Searx mehrfach zur Verfügung. „Die Idee zu Searx ist vor drei Jahren bei einer Diskussion am Lagerfeuer entstanden“, erzählt Chefentwickler Tauber. Im Jahr 2013 organisierte der Budapester Hackerspace Hungarian Autonomous Center for Knowledge das erste (beziehungsweise nullte) H.A.C.K. Camp in Ungarn, bei dem Searx erstmals diskutiert wurde. Nur zwei Wochen später stand bereits eine Alpha-Version auf Github zur Verfügung. Der Code wird seitdem komplett von Freiwilligen unter der GNU Affero General Public License (AGPL 3.0+) entwickelt und steht für jeden zur Inspektion und Verwendung zur Verfügung. Aktuell arbeiten neben Tauber noch vier weitere Programmierer an dem Projekt. Alle 4 bis 6 Monate wollen sie eine neue stabile Version bereitstellen. Wie sieht die langfristige Planung aus? „Searx will nicht finanziell von einem einzigen Unternehmen oder einer Regierung abhängig sein“, erklärt Tauber.“

 

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Bild: nordvpn.com
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