Sozialpunktesystem: „Ungesunder Lebensweise durch Risikozuschläge und höhere Beiträge zur Krankenversicherung“

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Prangt auf dem Körper etwa ein sichtbares Tattoo? – Diejenigen laufen Gefahr im Punktesystem der gesetzlichen Krankenversicherung nach unten zu rutschen? – Das hätte zur Folge: Höhere Krankenkassenbeiträge zu bezahlen und/oder viel mehr Zuzahlungen aus der eigenen Tasche zu leisten. – Klingt das Szenario viel zu weit hergeholt und abwegig?

Tattoos – Rauchen – Übergewicht – Impfen: Der Einheitsmensch nach staatlicher DIN-Norm?

Nun die Krankenkasse Zentrale sagt da aber etwas ganz anderes aus: „Wer gesund lebt, müsse von den Krankenkassen im Sinne der Prävention stärker gefördert werden. Im Gegenzug müssten Menschen mit ungesunder Lebensweise durch Risikozuschläge und höhere Beiträge zur Krankenversicherung selbst Verantwortung für ihre Gesundheit übernehmen.“ – Logischerweise müssen diese Risikozuschläge für eine ungesündere Lebensweise durch ein soziales Punktesystem – oder etwas vergleichbares – ermittelt werden. Und nach dieser Logik würden Tattoos zu höheren Krankenkassenbeiträge und/oder Zuzahlungen führen.

Warum Tattoos zu höheren Krankenkassenbeiträge & Zuzahlungen führen können?

>>Hautarztpraxis Dr. Kirschner<<

„Tattoos – Wie gefährlich sind Tattoos? Anlässlich eines Beitrags in der SWR-Landesschau zum Thema … Nur etwa ein Prozent der Tätowierten, lässt sich ärztlich beraten. Dabei kann eine allergische Reaktion, wenn der Körper also allergisch auf einen Inhaltsstoff der Farbe reagiert, erhebliche Konsequenzen haben. Im schlimmsten Fall kann es sogar lebensgefährlich werden. Besonders problematisch ist dann, dass man die Allergie-auslösenden Stoffe nicht schnell und einfach aus der Haut entfernen kann.“

Tattoos: Zwischen „Autoritär geprägtes Staatsverständnis“ & obrigkeitsstaatlichen Denken

Diese Aussage spiegelt vielmehr das obrigkeitsstaatliche Denken des staatlichen Rundfunks – inklusive vieler Vorurteile – wider. Natürlich sind Tattoos keinesfalls gesundheitsfördernd. Aber über diese Tatsache dürften sich die allermeisten Bürger – ohne ärztliche Beratung – bewusst sein. Vielmehr wird das altbekannte Schema abgespult: Der vermeintlich „dumme würdelose Bürger“ muss von oben herab – mit erhobenen Zeigefinger – belehrt werden. – Dieser Grundtenor zieht sich quasi durch das gesamte Programm des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks hindurch. Zumal man in anderen Sendungen sehr deutlich die Frage beantwortet: Worum es in Wirklichkeit geht.

„Autoritär geprägtes Staatsverständnis“ – „Immer mehr Nachteile für Ungeimpfte geben“ 

>>Staatsfunk „ZDF“ <<

„Ärztechef: Keine Gratis-Tests für Ungeimpfte – Es müsse auf Dauer immer mehr Nachteile für Ungeimpfte geben. … „Es darf eben am Ende nicht so sein, dass die Gemeinschaft für den Impfunwillen Einzelner aufkommen muss“, so Reinhardt weiter.“

„Völkischer Kollektivismus“ – „Am Ende nicht so sein, dass die Gemeinschaft für den Impfunwillen Einzelner aufkommen“

Es handelt sich hierbei um eine eindeutige Falschaussage: Zu keinen Zeitpunkt haben „Gratis-Tests“ stattgefunden: Alle diese Untersuchungen wurden durch Steuer- und Abgaben der Bürger bezahlt. Zu keinen Zeitpunkt war es jemals anders gewesen. Aber mit solchen Aussagen wird natürlich die interne Denkweise dort deutlich: Steuer, Gebühren und Abgaben werden zunehmend als privates Eigentum einiger Weniger betrachtet. Gerade beim Staatssender ZDF tritt es offen hervor: Der Ministerpräsidenposten des Bundeslandes Rheinland-Pfalz und der Vorsitzende des Verwaltungsrates des ZDF sind ein- und dieselbe Person: Vom Unabhängigkeit und Staatsferne im Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk – wie juristisch gefordert – ist in der Praxis wenig zu spüren. Unter diesem Gesichtspunkt sind auch die Aussagen des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks zum Thema „Nachteile für Ungeimpfte“ zu verstehen. Zugleich soll es dabei nicht nur sogenannten Ungeimpften an den Kragen gehen.

„Krankenversicherung: Dicke und Raucher sollen mehr zahlen“

>>Krankenkasse Zentrale<<

„Krankenversicherung: Dicke und Raucher sollen mehr zahlen – Wer gesund lebt, müsse von den Krankenkassen im Sinne der Prävention stärker gefördert werden. Im Gegenzug müssten Menschen mit ungesunder Lebensweise durch Risikozuschläge und höhere Beiträge zur Krankenversicherung selbst Verantwortung für ihre Gesundheit übernehmen.“

„Menschen mit ungesunder Lebensweise durch Risikozuschläge und höhere Beiträge zur Krankenversicherung“ 

Die Schlüsselwörter dürften wohl kaum „Dicke und Raucher“ – sondern vielmehr „Menschen mit ungesunder Lebensweise“ sein. Aber was soll eine gesunde oder ungesunde Lebensweise überhaupt sein? Selbst Ärzte reden sich untereinander bei dieser Thematik die Köpfe heiß. Jedoch diese Frage werden keine Ärzte oder die betreffenden Personen selbst, sondern staatliche Stellen mit einen Punktesystem beantworten. Die willkürlichen und asozialen Züge eines solchen Systems zeichnen sich bereits heute ab. Alleine am Beispiel vermeintlich „dicke Menschen“ wohnt die ganze Willkür des Punktesystems inne.

„Armut und ungesunde Ernährung sind verbunden“

>>Efficacité et Transparence des Acteurs Européens<<

„Armut und ungesunde Ernährung sind verbunden – Gesündere Lebensmittel sind teurer. In der gesamten westlichen Welt werden dadurch Menschen mit niedrigerem Einkommen zu ungesundem Konsum gezwungen. Ergebnisse sind Übergewicht und andere Gesundheitsprobleme, erklärt der Gesundheitsexperte Dr. Martin Caraher.“

„Übergewicht“ – „Menschen mit niedrigerem Einkommen zu ungesundem Konsum gezwungen“

Übergewicht kann viele Ursachen haben. Aber gerade sozial schwache Menschen leiden an Mangelernährung und die Folge daraus ist meist Übergewicht. Ungesunde Lebensmittel sind halt billig, aber sie beinhalten nun mal wenig Vitamine, Spurenelemente und Mineralien. Also nimmt der Körper instinktiv mehr Nahrung zu sich, um diesem Mangel auszugleichen, woraus Übergewicht resultiert. Doch genau dieses Übergewicht soll im (a)sozialen Punktesystem im Gesundheitssystems mit einer negativen Bewertung geahndet werden. Armut ist eigentlich keine Straftat, aber diese wird – im „sozialen Bundesstaat“ laut Grundgesetz – gleich doppelt bestraft. Das autoritär geprägtes Staatsverständnis im Geiste des völkischen Kollektivismus nimmt also sehr konkrete Formen an: Diese Begründungen werden normalerweise vom Inlandsgeheimdienst genutzt, um missliebige Personen oder Gruppen zu beobachten.

 

–W E R Β U Ν G–

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