Warum fehlerhafte Nitratmessungen viele Landwirte zur Verzweiflung treiben

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Die Düngeverordnung treibt viele Landwirte zur Verzweiflung. Ausschließlich sie sollen schuld am Nitrat im Grundwasser sein. Doch gegen diese sehr einseitige Darstellung äußert sich viel Unmut. Denn nicht nur die Messstellen stehen in der Kritik, sondern viele andere Nitratverursacher werden einfach ignoriert. Zudem finden sich die Behörden selbst in einem Interessenkonflikt wieder: Über dem sich alle Beteiligten ausschweigen.

Der verschwiegene Interessenkonflikt

>>Berliner Morgenpost<<

„Die Verschärfung der umstrittenen neuen Düngeverordnung sei kein Grund, die Messstellen zu überprüfen, teilte eine Sprecherin des Umweltministeriums mit.“

„Kein Grund – die Messstellen zu überprüfen“ 

Allerdings steht nicht nur die Düngeverordnung unter massiver Kritik, sondern zugleich auch die Nitrat-Messungen selbst. Es wird einfach pauschal davon ausgegangen, dass ausschließlich die Landwirte Nitrat in die Umwelt emittieren: Obwohl Kläranlagen ebenso Unmengen Nitrat in die Gewässer einleiten und zwar ganz ohne Konsequenzen.

Kein Thema – Kläranalgen: Die Ursprünge von riesigen Mengen an Nitrat

Zugleich gibt es auch ganz natürliche Ursachen von Nitrat im Grundwasser. Laub- und Mischwälder produzieren viel Humus und somit Nitrat. Vereinfacht: Die Bäume verlieren im Herbst für gewöhnlich ihre Blätter und diese verrotten auf dem Boden: Auf diese Weise entsteht ebenso Nitrat, der wiederum über dem Regen ins Grundwasser gelangt. Um die Nitratbelästung zu senken, müsste man folglich alle Laubbäume aus dem Wäldern zu Brennholz verarbeiten. Tatsächlich müssen nicht nur Landwirte ihre Pflanzen düngen, sondern es passiert genauso auf ganz natürlichen Wege.

Wie Laubbäume zu Nitraterzeugern werden

Aber ganz allgemein stehen viel Messstadtionen an ungünstigen Standorten, weshalb Landwirte sogar Messungen in Eigenregie übernehmen: Im gewissen Sinne bedeutet es zugleich eine geistige Bankrotterklärung an jede staatliche Verwaltung. Obwohl genügend Hinweise vorliegen, dass die Nitratmesswerte nicht stimmen können, wird weiterhin auf den offensichtlich falschen Messwerten bestanden.

Messstellen: „Viel zu wenig und oft falsch platziert“

>>Nordbayern<<

„Die 600 Messstellen in Bayern seien viel zu wenig und oft falsch platziert, hieß es von Seiten des Bauernverbandes. Wenn es nur genug Messstellen geben würde im Freistaat, würde von den roten Gebieten, in denen die Landwirte wegen der hohen Nitratwerte besondere Auflagen erfüllen müssen, kaum mehr etwas übrig bleiben.“

Mit mehr Messstellen würden kaum nitratbelastete Gebiete übrig bleiben

Mit diesen falschen Messwerten landen dann in einer staatlichen Verwaltung, die munter Flächen mit vermeintlich hoher Nitratbelastung ausweisen.

„Nur bei ganz wenigen Förderbrunnen ein Nitratproblem besteht“

>>top agrar<<

„Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz – Daraus geht ganz klar hervor, dass nur bei ganz wenigen Förderbrunnen ein Nitratproblem besteht … Auch bei der flächenmäßigen Betrachtung sei bei nur 16 % der Messstellen insgesamt der Grenzwert überschritten. Trotzdem seien fast 40 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche jetzt zum „roten Gebiet“ erklärt worden und rund 60 % von ihnen wurden der EU als nitratbelasteter Grundwasserkörper gemeldet.“

„16 % der Messstellen“ – „Trotzdem seien fast 40 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche jetzt zum „roten Gebiet“ erklärt“

Obwohl nur ein paar Messstationen überhaupt Grenzwertüberschreitungen gemeldet haben, werden im behördlichen Übereifer riesige Flächen als vermeintlich „Nitratbelastet“ ausgewiesen. Oder anders ausgedrückt: Das Malen nach Zahlen.

Messmanipulation – Oder das Malen nach Zahlen

Weder macht man sich die Mühe die Messstellen zu überprüfen, noch die Ursachen von der Nitratbelastung zu klären: Denn es könnte ja schließlich eine Kläranlage in der Nähe stehen.

 

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