Strukturwandel: „Eine Abwanderung vor allem junger Menschen wie 1989“

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Lausitz – In wenigen Jahren sollen rund 8.000 Industriearbeitsplätze – plus 16.000 indirekte Arbeitsplätze – des Lausitzer Reviers ersetzt sein? So richtig glaubt wohl niemand daran. Also lautet die Frage: Was kommt danach? Immerhin ist die Braunkohle für weite Teile der Lausitz prägend.

„Das Leben der Lausitz wurde über Generationen hinweg von der Kohle und ihren industriellen Effekten bestimmt“

>>Pro Lausitzer Braunkohle<<

„Das Leben der Lausitz wurde über Generationen hinweg von der Kohle und ihren industriellen Effekten bestimmt. Vor nur einer Generation zählte der Industriezweig noch über einhunderttausend Beschäftigte. Und auch heute noch sind es mehr als zehntausende gut bezahlte Arbeitsplätze mit einer einzigartigen regionalen Wertschöpfung. Ein Großteil der Lausitzer Orte trägt Bergbausymbole im Wappen. Fast jede Familie weist meist unmittelbar Bezüge zum Bergbau auf. Die soziale und kulturelle Infrastruktur fußt in ihrer Vielseitigkeit auf der Wertschöpfung aus dem Bergbau.“

Lausitzer Revier: „Fast jede Familie weist meist unmittelbar Bezüge zum Bergbau auf“

Gerade die gut bezahlten Arbeitsplätze des Lausitzer Reviers halten viele Menschen in der Region fest. In dieser Größenordnung werden sonst nirgendwo in der Lausitz so gut bezahlte Industriearbeitsplätze angeboten.

„Wegfall von rund 8.000 direkten Arbeitsplätzen und weiteren 16.000 Arbeitsplätzen bei Dienstleistern und Zulieferern“

>>Staatsfunk „Mitteldeutsche Rundfunk“ <<

„Die Lausitz steht durch den Kohleausstieg vor dem nächsten Strukturwandel und dem Wegfall von rund 8.000 direkten Arbeitsplätzen und weiteren 16.000 Arbeitsplätzen bei Dienstleistern und Zulieferern. Nach dem 2020 beschlossenen Kohleausstieg sollen bis 2038 insgesamt 40 Milliarden Euro in die Kohleländer Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg fließen.“

Wenn rund 1,4 Milliarden Euro an Wertschöpfung des Lausitzer Reviers pro Jahr verschwinden?

Diese häufig zitierten40 Milliarden“ stellen sich bei näherer Betrachtung als relative Größe heraus. Diese Summen werden auf mehrere Jahrzehnte und zugleich zahlreiche Kohleregionen verteilt. Am Ende bleibt für die Lausitz nur Brotkrumen übrig. Immerhin müssten diese Strukturhilfen eine jährliche Wertschöpfung rund 1,4 Milliarden Euro des Lausitzer Reviers ersetzen.

Arbeitsplatzverlust & Abwanderung: Wo soll der Sinn darin liegen?

>>Sächsisch.de<<

„Ein großer Teil des dafür zur Verfügung stehenden Geldes sei „bereits in Projekten … verplant oder fest zugesagt, deren Sinnhaftigkeit für den Strukturwandel aber in starkem Zweifel steht“, so die Politikerin. Kaum eines von diesen Projekten ist ihrer Meinung nach geeignet, die versprochenen neuen Industriearbeitsplätze zu schaffen.“

„Die versprochenen neuen Industriearbeitsplätze zu schaffen“

Jenseits aller Versprechen sind keine adäquaten Industriearbeitsplätze zu sehen und bei genauer Betrachtung ist nicht mal ein genaues Konzept zu erkennen. Am Ende wird es auf eine große Abwanderungswelle hinauslaufen.

„Steht der Region eine Abwanderung vor allem junger Menschen wie 1989 und den Folgejahren bevor“

>>Sächsisch.de<<

„Gelingt es nicht, in der Lausitz neue, innovative Arbeitsplätze zu schaffen, steht der Region eine Abwanderung vor allem junger Menschen wie 1989 und den Folgejahren bevor. Diesen Exodus von Fachkräften könne die Lausitz nicht noch einmal verkraften, so der Unternehmerverband.“

„Exodus von Fachkräften könne die Lausitz nicht noch einmal verkraften“

Sofern der Kohleausstieg durchgezogen wird: Dann wird dieser Exodus unvermeidlich sein. Zumal bisher nicht mal die weggefallenen Arbeitsplätze im Zuge der Wiedervereinigung ersetzt werden konnten.