Ursprünge von Weihnachten & Silvester: „Um die Qualität und die Kraft der Rauhnächte zu wissen“

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Die Raunächte oder Rauchnächte sind als dunkelste Zeit des Jahres bekannt. Diese Phase des Jahres war besonders in der Vergangenheit einem ganz besonderen Zweck gewidmet. Doch nicht in allen Regionen wird die Tradition der Rauhnächte noch mit Leben gefüllt.

„Vor allem in der Lausitz und der Sächsischen Schweiz wird der Brauch der Rauhnächte noch gelebt“

>>Tag 24<<

„In den Rauhnächten hielt er nicht nur Wetterbeobachtungen fest, sondern auch Begegnungen und Vorfälle“, erinnert sich Annett Hering. „Vor allem in der Lausitz und der Sächsischen Schweiz wird der Brauch der Rauhnächte noch gelebt.“ Jede der zwölf Nächte stehe dabei symbolisch für einen Monat.“

„In den Rauhnächten hielt er nicht nur Wetterbeobachtungen fest“

Tatsächlich geht der Ursprung der Raunächte auf einem greifbaren Hintergrund zurück. Diese Zeit ist kalendarisch die Wintersonnenwende und daher sind die Tag kurz und die Nächte lang. Demzufolge ist der Begriff „Zeitenwende“ durchaus angebracht.

„Zeitenwende und Raunächte“ – „Mythologisch besiegt heute die Dunkelheit das Licht“

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„Zeitenwende und Raunächte – So wie am 21.6. der längste Tag des Jahres ist, ist heute der kürzeste. Mythologisch besiegt heute die Dunkelheit das Licht. Und während sie siegt, wird in ihrem Inneren das Licht neu geboren, das dann wieder zu wachsen beginnt. Die nächsten drei Tage sind die dunkelsten des Jahres. Je nachdem, ob Sie in der Stadt wohnen oder draußen auf dem Land, werden Sie es unterschiedlich wahrnehmen. In der Stadt kann man dank massiver Elektrifizierung die dunkle Zeit stärker verdrängen.“

„Die nächsten drei Tage sind die dunkelsten des Jahres“

Auch in der heutigen Zeit werden die Raunächte – bewusst oder unbewusst – im ländlichen Regionen stärker wahrgenommen. Da viele Orte eine überschaubare Größe haben und sie häufig direkt am Wald gelegen sind, wirkt sich die Dunkelheit viel unmittelbarer aus. Um diese „finstere Zeit“ etwas erträglich zu gestalten, hat sich der Brauch Lichter anzuzünden eingebürgert.

„Die Menschen zündeten Lichter in den Häusern an und schmückten das Haus mit immergrünen Zweige“

>>Die Sprache der Pflanzen und ihre Heilwirkung von Bettina Hauenschild (Buch) <<

„Die Menschen zündeten Lichter in den Häusern an und schmückten das Haus mit immergrünen Zweigen, den »Wintermaien«. Tanne, Ilex, Mistel und Efeu gehörten dazu. Während der nächsten zwölf Nächte, der Raunächte, stand das Jahresrad still und die Tore zur Anderswelt weit offen. Alle Räder der Menschenwelt wie Spinn- und Wagenräder wurden ebenfalls angehalten.“

„Alle Räder der Menschenwelt wie Spinn- und Wagenräder wurden ebenfalls angehalten“

Auch dieser Brauch hat sich – in abgewandelter Form – erhalten: Die Zeit um Weihnachten stehen noch heute – symbolisch – alle Spinn- und Wagenräder still. – Respektive: Die Weihnachtsfeiertag sind gesetzlicher Feiertag. Auch andere Traditionen der Raunächte haben sich indirekt erhalten.

„Um die Qualität und die Kraft der Rauhnächte zu wissen“

>>Vom Zauber der Rauhnächte von Vera Griebert-Schröder & Franziska Muri (Buch) <<

„Genau deshalb sind wir noch einmal besonders dankbar, um die Qualität und die Kraft der Rauhnächte zu wissen und dies mit anderen teilen zu dürfen. Wir alle brauchen gerade in solchen Phasen Räume, die es uns erlauben und uns darin unterstützen, uns neu im Leben zu orientieren, auf einer sehr tiefen Ebene Heilung anzustoßen und uns wieder zu besinnen. Genau diesen Raum bieten die Rauhnächte, wenn du sie mit dieser Ausrichtung für dich nutzt.“

„Phasen Räume, die es uns erlauben und uns darin unterstützen, uns neu im Leben zu orientieren“

Die Bräuche und Traditionen rund um Weihnachten und Silvester weisen doch verblüffende Ähnlichkeiten mit den Raunächten auf. Im Laufe der Zeit mögen sich die Details verändert haben, aber die Grundschemata ist gleich geblieben.