„The Buzzer“ und das Passivradar: „Sollte der Jet eigentlich für Radarsysteme unsichtbar sein“

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Radar basierend auf ELF-Signalen, Quantenradar, Passivradar oder das mysteriöse Funksignal „The Buzzer“ – Sehr wenig erfährt die Öffentlichkeit über technologische Entwicklungen auf jenen heiklen Gebiet.

Heikle Themen: Wenn Regierungsstellen auf Tauchstation gehen

Die verantwortlichen Regierungsstellen gehen bei diesem Themenkomplex am liebsten komplett auf Tauchstation. Zugleich bekommt der Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk vor lauter Angst und Panik kein einziges Wort heraus. Folge: Die Gerüchte schießen wie Pilze aus dem Boden. Dabei stellt sich so manches „große Mysterium“ als banaler technologischer Schritt heraus.

„Die Rede ist von „The Buzzer“ – Einem mysteriösen russischen Radiosender“

>>Welt der Wunder<<

„Die Rede ist von „The Buzzer“ oder „UVB-76“, einem mysteriösen russischen Radiosender, der seit den 1970er-Jahren auf der Frequenz 4625 kHz sendet. Bis heute rätseln Forscher, was hinter dem Signal steckt.“

„Seit den 1970er-Jahren auf der Frequenz 4625 kHz sendet“ 

>>Stern<<

„Es fiept, es rauscht, es zischt – und doch sind die Fans mit Eifer dabei, tauschen sich über Foren und Mailinglisten aus, zeichnen die Programme auf. Ihnen ist es zu verdanken, dass ein bisschen was bekannt ist über „The Buzzer“: Vermutlich wurde die Station 1976 in Betrieb genommen, seitdem wird das monotone Signal mit wenigen Änderungen ausgestrahlt.“

„Vermutlich wurde die Station 1976 in Betrieb genommen“ 

Wobei „The Buzzer“ auch ein bisschen dafür steht: Wie Regierungsstellen mit der eigenen Bevölkerung umgehen. Es dürfte wohl auf der Hand liegen, dass sich sowohl Militär, als auch Geheimdienste mit den mysteriösen Signal beschäftigen. Nur allzu viele erhellende Erkenntnisse sind aus dem Bereich kaum zu erwarten – oder um es ganz präzise zu formulieren: Überhaupt keine Informationen dringen nach außen.

Wenn keine Informationen nach außen dringen

Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.“ – So steht es zumindest im Grundgesetz geschrieben, alleine die strikte Geheimhaltung rund um „The Buzzer“ legt wohl eher das Gegenteil hiervon offen. Die ganze Geheimniskrämerei rund um das mysteriöse Signal führen natürlich dazu, dass die Gerüchteküche nur so brodelt. Der staatliche Rundfunk hält es ebenfalls für unnötig, hier mal sachliche Aufklärung zu betreiben, obwohl so „Geheimnisvoll“ das Signal ohnehin nicht sei.

„Die Koordinaten des Senders schienen sich geändert zu haben“

>>Süddeutsche Zeitung Magazin<<

„Das neueste Mysterium von UVB-76 – bzw. MDZhB ist sein Standort. Bald nach den Turbulenzen im August und September 2010, mit all den Pausen, Neustarts und seltsamen Geräuschen, fiel den Zuhörern eine weitere bemerkenswerte Änderung auf: Die Koordinaten des Senders schienen sich geändert zu haben. JM, der ehemalige Europa-Spitzenbeamte, konnte die neue Position annähernd bestimmen: Sie liegt bei der Stadt Pskov in der Nähe der russisch-estnischen Grenze.“

„Liegt bei der Stadt Pskov in der Nähe der russisch-estnischen Grenze“

Die ganze öffentliche Diskussion beschränkt sich eigentlich nur darauf, was für akustische Mitteilungen da gesendet werden und weniger auf die – viel wichtigere – Frequenz. Gesendet wird nämlich auf Kurzwelle: Diese Frequenz hat dem Vorteil, dass über dem Horizont ein Funksignal übertragen werden kann. Die viel genutzte Ultrakurzwelle kommt an derartige Sendeleistungen nicht im entferntesten heran: Wartet aber wiederum dafür mit einer besseren Empfangsqualität auf. Ohnehin gelten allgemein China und Russland im Bereich der elektronischen Kriegsführung als führend, was ebenso stillschweigend so hingenommen wird.

Die Vorteile von Kurzwelle

Zweifellos nutzen Geheimdienste auch Rundfunkstationen um damit ihre Agenten zu kontaktieren: Das Vorgehen ist vermutlich so alt wie der Rundfunk selbst. Doch bei „The Buzzer“ liegen vermutlich die Dinge ein klein wenig anders: Da kaum brauchbaren Informationen zu empfangen seien.

Der monotone Brummton auf Kurzwelle

Jedoch der monotone Brummton auf Kurzwelle könnte als Referenzsignal für die elektronische Kriegsführung fungieren.

„The Buzzer“ und das Passivradar

Sogenannte „Tarnkappenflugzeuge“ mögen zwar für einige Radarstationen bei einen bestimmten Frequenzspektrum unsichtbar sein: Jedoch nicht für Passivradar.

„Passivradarsystem eines deutschen Herstellers hat den US-Kampfflieger F-35 mehr als hundert Kilometer lang verfolgt“ 

>>Spiegel<<

„Das Passivradarsystem eines deutschen Herstellers hat den US-Kampfflieger F-35 mehr als hundert Kilometer lang verfolgt. Dabei sollte der Jet eigentlich für Radarsysteme unsichtbar sein.“

„Sollte der Jet eigentlich für Radarsysteme unsichtbar sein“

Passivradarsysteme arbeiten allerdings nach einen etwas anderen Prinzip: Wie der Name bereits anklingen lässt, senden „Passiv“ – Radarsysteme kein aktives Funksignal hinaus, sondern sind auf sekundäre Funkquellen – wie Radiosender oder Mobilfunkmasten – angewiesen. Da ein durchfliegendes Flugzeug diesem „Funkwellensalat“ etwas durcheinander wirbelt: Kann dadurch – Aufgrund dieser „Wellenstörung“ – das fliegende Objekt geortet werden.

Wie arbeiten Passivradarsysteme?

Vergleichbar wie ein Unterwasserriff vor einer Küste. Das Riff selbst liegt Unterwasser und ist somit „Unsichtbar“ – aber man sieht dass die Wellen des Meeres sich davor brechen, womit es indirekt zu sehen ist.

Antwort auf das Problem könnte „The Buzzer“ sein

Doch Passivradarsysteme habe ein Problem: Je größer die Entfernung, desto schwierige wird es, um aus den ankommenden Signalen noch sicher ein fliegendes Objekt heraus zu identifizieren. Die Antwort auf das Problem könnte „The Buzzer“ sein: Das monotone Referenzsignal könnte unter anderen dazu helfen, gewissermaßen etwas „Struktur“ in das „Wellenchaos“ zu bringen.

 

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