Die fiktive Welt in der medialen Berichterstattung

Screenshot playstationlifestyle.net

Das Computerspiel >>Far Cry 5<< spielt im fiktionalen Hope County – Montana, wo man eine fanatische Weltuntergangs-Sekte bekämpfen soll. Natürlich ist diese Szenarium frei erfunden und dient ausschließlich der Unterhaltung – jedoch beachtenswert aufgearbeitet ist. Das Staatsfernsehen produziert zwar keine Computerspiele, lässt aber häufig seiner hauseigenen Phantasie bei der Berichterstattung ebenso freien Lauf. Rein formal ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk an eine wahrheitsgemäße und neutral-ausgewogene Berichterstattung gebunden. Leider spiegeln diese Vorgaben die gelebte Realität kaum wieder und Verstöße dagegen – ignoriert geflissentlich die Staatsanwaltschaft.

Screenshot welt.de

>>Focus<<

“Mit dabei waren nicht nur wichtige US-Medien wie New York Times, CNN und Fox News. Auch die ARD wurde als einziges deutsches Medium unter die Lupe genommen. Dabei stellte sich heraus, dass kein untersuchtes Medium so negativ über Trump berichtete wie der öffentlich-rechtliche Sender. 98 Prozent der ARD-Berichterstattung über Trump sei im Ton negativ gewesen, so die Forscher. Bei CNN waren es 93 Prozent, bei der New York Times 87 Prozent. Selbst Trumps Lieblingssender Fox News berichtete zu 52 Prozent negativ über den Republikaner.  Im Schnitt urteilten die untersuchten Zeitungen und TV-Sender zu 80 Prozent negativ über Trump. Gute Nachrichten gibt es für den amtierenden US-Präsidenten damit seltener als für seine drei Vorgänger Barack Obama, George W. Bush und Bill Clinton. Über Obama berichteten Medien zu 59 Prozent vorteilhaft, über Bush zu 43 Prozent und über Clinton zu 40 Prozent.”

Screenshot independent.co.uk

>> t-online.de<<

“Die Bilder gingen um die Welt: Arm in Arm führten die Mächtigen dieser Welt den Trauermarsch in Paris zum Gedenken an die Opfer der Terroranschläge an. Die Fotos sollten signalisieren: Wir stehen zusammen gegen den Terror und für den Frieden, Seite an Seite mit dem Volk. Doch jetzt tauchen Bilder auf, die beweisen sollen, dass die Politiker-Front nicht wirklich den Trauermarsch angeführt hat. Dort ist zu sehen, dass zwischen den Regierungs- und Staatschefs und ihrem Gefolge eine beachtliche Lücke zum Rest des Marsches klafft. Laut Bourzou Daragahi, dem Nahost-Korrespondenten der “Financial Times”, soll die Szene sogar in einer eigens abgesperrten Nebenstraße stattgefunden haben.”

Die abgelieferten Erklärungen für diese falsche Berichterstattung sind fadenscheinig und durchsichtig. Das verwendete Bildmaterial bekommen die Nachrichtensender in der Regel nämlich als ungeschnittene Rohfassung, womit uneingeschränkt klar ist: Das hier zweifelsfrei Manipulation vorliegt. Außerdem wird ein offizieller Auslandsbesuch eines Bundeskanzlers gewöhnlich von einem ganzen Tross Journalisten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks begleitet, weshalb die werten Herren und Damen von Anfang an in das Geschehen eingebettet sind.

>>Zeit<<

“Einer Studie der europäischen Rundfunkanstalten zufolge vertraut die große Mehrheit junger Menschen in Europa den politischen, medialen und religiösen Institutionen kaum noch. Demnach gaben 82 Prozent der befragten 18- bis 34-Jährigen an, wenig bis gar kein Vertrauen in die Politik zu haben. 45 Prozent sagten sogar, “überhaupt kein” Vertrauen zu haben. Insgesamt wurden 200.000 junge Menschen befragt.”

Angesichts solch tendenziösen Berichterstattungen gekoppelt mit Falschnachrichten sind diese Ergebnisse wenig überraschend. Das Vertrauen beim Bürger ist leicht verspielt und kann nur schwer zurück gewonnen werden. Aus diesem Grund hat das Staatsfernsehen eine eigene Umfrage gestartet.

>>Staatsfernsehen “Das Erste” <<

“Mit einem Informationsanteil von 40 Prozent fördert Das Erste das Interesse am politischen Geschehen, regt wichtige gesellschaftliche Diskussionen an und gilt als das Programm, dem die größte Glaubwürdigkeit im deutschen Fernsehen entgegengebracht wird – so die Ergebnisse des letzten ARD-Trends (3.000 Befragte ab 14 Jahren).”

Nachfragen, wie solche Ergebnisse überhaupt zustande kommen, bleiben selbst nach mehreren Wochen unbeantwortet. Genauso wie Bildmaterial lassen sich gleichwohl auch Umfragen manipulieren: Es fängt bei der Art der Fragestellung an und hört bei der Auswahl der befragten Teilnehmer auf. Die Möglichkeiten auf diesem Gebiet sind nahezu unbegrenzt. Besonderes Augenmerk sollte man auf Institutionen richten, welche durch Manipulation in der Vergangenheit schon aufgefallen sind und wo die entsprechenden Resultate sich überhaupt nicht ins Gesamtbild einfügen wollen. Beim Computerspiel >>Far Cry 5<< hat der Spieler immerhin durch aktives Handeln die Möglichkeit das Geschehen zum besseren zuwenden und irrationalen Glauben zu bekämpfen.

 

 

 

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