Die zunehmende Verbreitung von Algen in Alltagsprodukten

Screenshot foodhunter.de

Die Assoziation mit Algen geht bei vielen einher mit unliebsamen Erscheinungen in einigen Badeseen oder manchmal im heimischen Gartenteich.

>>n-tv<<

„Grün und glibberig? Fehlanzeige. Das Algenkleid von Leonie Becker ist aus kirschrotem Stoff. „Es riecht auch nicht nach Algen“, sagt die Berliner Studentin lachend. Tatsächlich machen gemahlene Algen auch nur vier Prozent der Faser aus, der Rest ist Zellstoff aus Holz. Doch für ihre Dozentin steht die Alge für die Zukunft der Textilbranche. „Die Baumwolle kann einfach nicht das Ende sein“, meint Josephine Barbe. Die Wissenschaftlerin an der Technischen Universität Berlin erforscht nachhaltige Textilien und ließ ihre Studenten umweltverträgliche Alltagskleidung nähen.“

Screenshot faserwerken.de

>>Spiegel<<

„Wer von Algen spricht, benutzt einen Oberbegriff ähnlich wie Obst oder Gemüse. „Es gibt vermutlich weit mehr als 500.000 verschiedene Algenarten“, sagt Sascha Rohn, Leiter des Instituts für Lebensmittelchemie der Universität Hamburg. Nur 500 Algenarten seien bisher näher bekannt, weil der Mensch sie nutzt. … „Für die Ernährung zugelassen ist in Europa davon nur ein Bruchteil.“ Algen gehören zu einer der artenreichsten Pflanzengruppen. … Für die Verwendung als Lebensmittel, etwa als Salat, als Suppenzutat oder gedünstetes Gemüse, kommen Makroalgen zum Einsatz. In Asien werden frische Algen verwendet, in Deutschland bekommen Verbraucher das Seegemüse fast ausschließlich getrocknet. Bekannte Sorten sind beispielsweise Nori, Wakame, Kombu oder Dulse. … Für Pulver und Tabletten werden getrocknete Mikroalgen, meistens die Sorten Spirulina und Chlorella verwendet, die in großen Süßwasser-Anlagen gezüchtet werden. Für Omega-3-reiches Algenöl werden zum Beispiel die Mikroalgen Schizochytrium und Ulkenia in Fermentern angebaut.“

Screenshot nachhaltigleben.ch

 

Screenshot taz.de

>>Tagesspiegel<<

„Agar, ein Gel das aus verschiedenen Algen gewonnen wird, gilt als vegetarische Alternative zu Gelatine. Man findet es in Marmelade, Gelee, Majonäse, behandeltem Käse, Cremen und gefrorenen Milchprodukten. … Außerdem können statt Standardzutaten wie Ei, Butter oder Pflanzenöl die gesünderen Inhaltsstoffe von Algen in verpacktem Essen verwendet werden, wie das Unternehmen Solyzyme beweist. Dadurch sollen die Produkte außerdem weniger Kalorien, gesättigte Fettsäuren und Cholesterin enthalten.“

Screenshot git-labor.de

Das Potential der Algen liegt in erster Linie in deren kostengünstigen Produktion begründet. Anders als etwa bei konventionellen Milchproduktion sind keine nennenswerten Ankerflächen von Nöten. Ähnliches gilt für die Ölpflanzen und andere Agrarprodukte. Zudem sind die Ein- bisweilen Mehrzelle recht anspruchslose Lebewesen und der Zuchtaufwand ist um ein vielfaches geringer, als vergleichsweise von diverse Wiederkäuern.

 

 

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