Amazon und Achillia: Warum es Gladiatorinnen gab

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Die beiden leicht bekleideten Gladiatorinnen Amazon und Achillia traten in der Arena gegeneinander an: Sie lieferten sich einem Kampf um Leben und Tod. Doch es sollte anders kommen. Solche Ereignisse entspringen keinen phantasiereichen Romanautor, sondern spiegeln vielmehr die reale Geschichte wieder. Noch heute regen diese geschichtlichen Ereignisse die Phantasie der meisten Menschen an. Schon in der Antike hatte man ein feines Gespür dafür: Was beim Publikum gut ankam: So entstandenen die Gladiatorinnen.

Für das Publikum: Die leicht bekleideten Gladiatorinnen

In der modernen Neuzeit, wird vielfach auf das antike Grundkonzept der Gladiatorinnen zurückgegriffen. Jedoch die moderne Popkultur hat dafür andere Namen: Diese lauten Xena, Wonder Woman oder Catwoman. Die neuzeitlichen Phantasiegestalten treten auch gegen moderne Gegner an. Die große Arena trägt jedoch heute den schlichten Namen – Kino. Trotz des weniger klangvollen Namens, erreichen die aufwendig inszenierten Spektakel immer noch die Massen. Das Erfolgsrezept aus Gewalt, Spannung und leicht bekleideten Frauen gehört beinahe zu jeder Großveranstaltung dazu.

Moderne Gladiatorinnen: Xena – Wonder Woman – Catwoman

Dabei erfanden die römischen Gladiatorspiele gar nicht die Römer: Sondern diese wurden von den unterworfenen Volk den Etruskern übernommen. Allerdings war es bei den Etruskern nur ein ritueller Totenkult. Dieser zog auch keine Massen an und war mehr von überschaubaren Ausmaß. Nichtsdestotrotz, griffen die Römer dieses Konzept auf und entwickelten es bis zum Ende der Antike stetig weiter. In der Anfangszeit waren die Spiele noch sehr Unblutig und orientierten sich überwiegend am Vorbild der Etrusker. Zwar traten auch schon Gladiatoren gegeneinander an, aber Todesfälle stellten eher die Ausnahme da. Meist verließen die Kontrahenten lebendig die Arena. Das Programm bestand überwiegend aus seichter Unterhaltung: Heutzutage würde man es als Mischung aus Theater und Zirkus beschreiben. Die Gladiatorenwettkämpfe stellten lediglich den makaberen Höhepunkt da.

Gladiatorenwettkämpfe: Die Ursprungsidee kam von den Etruskern

Allerdings änderte sich die Spiele im Laufe der Zeit. Dazu trug auch die Entwicklung im Römsichen Reich selbst bei. Unter Kaiser Augustus und Trajan überschritt das Imperium den Zenit seiner Macht. Vereinfacht: Im Westen war das Meer, im Süden die große Wüste Sahara, der Norden war für römische Verhältnisse zu Unwirklich und im Osten stand ein ebenbürtiger Gegner kriegsbereit vor der Tür. Die Zeiten großer Landgewinne, Versklavungen und umfangreicher Beutezüge waren augenscheinlich vorbei. Doch innere Konflikte zehrten mehr am Römischen Reich, als äußere Feinde es je taten. Der Stuhl des Imperators stand auf sehr wackligen Beinen. Ehrgeizige Generäle probten regelmäßig den Aufstand. Senatoren hatten für Komplotte und Staatsstreiche immer ein offenes Ohr. Die versklavte Unterschicht erkannt von Zeit zu Zeit, dass sie nichts mehr zu verlieren hat und marschierte gegen Rom. Zu guter Letzt: Klagte der Adel ständig über zu hohe Steuern und war fast immer am Stricken von Intrigen beteiligt.

Brot und Spiele: Bevor der Pöbel den Aufstand probt

In der Anfangszeit festigten die Herrscher ihre Macht durch erfolgreiche Kriegszüge. Später fielen die Erfolge auf den Schlachtfeld bescheidener aus: Oder die Herrscher kehrten mit schmachvollen Niederlagen zurück. Kaum ein Jahr verging, ohne das irgendwo im Römischen Reich oder an deren Grenzen Kriege geführt wurden. Schlachten, Feldzüge und Kriege waren tief in der Römischen Gesellschaft verankert. Daher verwundert es kaum, dass diese Entwicklungen auch auf die Spiele im Kolosseum übergriffen.

Gewalt und Kriege waren Römischen Reich ein steter Begleiter

Mit Schwindenden militärischen Erfolgen, entwickelten sich die Spiele im Kolosseum immer mehr zum Politikum. Real gewonnene Schlachten wurden durch künstliche Inszenierungen ersetzt. Kaiser Commodus griff auch schon mal in der Arena selbst zum Schwert und schlug einem Strauß den Kopf ab. Dem römischen Senatoren wurde mit den abgeschlagenen Kopf in der Arena offen gedroht. Besonders in der Endzeit des Römischen Reiches, stellten die Spiele ein regelrechtes Politikum da.

Wieso Kaiser Commodus einen Strauß den Kopf abschlug

Da die gesellschaftliche Entwicklung im Rom zum Erliegen gekommen war, mussten die Spiele immer Pompöser ausfallen. Also „Ganz großes Kino“ zum überdecken gesellschaftlicher und politischer Verwerfungen. Gladiatoren mussten deshalb immer häufiger gegeneinander antreten und ließen dabei noch öfter ihr Leben. Das Programm war allerdings recht bunt gestaltet. Neben trivialer Unterhaltung, gab es simple Hinrichtungen und aufwendig gestaltete Gladiatorenkämpfe. Nicht alle wurden zum Kämpfen gezwungen, Manche taten es auch ganz Freiwillig. Ein Sieg als Gladiator, bot eine der wenigen Möglichkeiten gesellschaftlich Aufzusteigen.

Weibliche Gladiatorinnen der Neuzeit: Xena: Sportart Beachvolleyball

Mit den Niedergang des Römsichen Reiches, erreichten zugleich die Spiele immer neue Höhepunkte. Immer aufwendigere Inszenierungen mussten her. Sicherlich gehörten dazu auch Gladiatorinnen. Das leicht bekleidete Frauen in einem Wettkampf gegeneinander antreten, ist beileibe nichts ungewöhnliches. Ähnlich wie beim neuzeitlichen Beachvolleyball, treffen die Spielerinnen auch leicht bekleidet aufeinander. Formale Regeln hin oder her. Natürlich gehört das zu den ungeschriebenen Gesetzen dazu, das Frauen bewusst mit ihren Reizen spielen. In der Antike war es gewiss kaum anders. Teilweise traten Gladiatorinnen des Römischen Reiches halbnackt gegeneinander an. Oder mit Kleidung, die mehr zeigte, als diese zu verbargen mochte. Als die beiden Gladiatorinnen Amazon und Achillia in der Arena aufeinander trafen, lieferten sie wohl so ein überzeugendes Spektakel für das Publikum ab. Das beide Lebendig und in Freiheit das Kolosseum verließen.

 

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