Stollenreiten: „Sorbischen Volksbräuchen in der Erntezeit“

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Das >>Stollenreiten<< war einst beim Volk der Lausitzer Sorben weit verbreitet. Heutzutage wird er nur noch an wenigen Orten gepflegt und kann überwiegend in der Erntezeit betrachtet werden.

>>Müschen im Spreewald<<

„Heute gehört er zu den sorbischen Volksbräuchen in der Erntezeit. Am traditionellsten wird das Stollenreiten in Neu Zauche durchgeführt. Nach dem Kirchgang zieht die Jugend mit der Blaskapelle zum Gasthaus, wo etwa eine Stunde lang getanzt wird. Am Nachmittag trifft man sich dann zum eigentlichen Wettbewerb. Die Burschen reiten in weißen Hosen und Hemden auf ungesattelten Pferden. Die Mädchen tragen die festliche Kirchkleidung.“

 

>>Spreewald Info<<

„Der Name dieses Brauches leitet sich daher ab, dass ein geschmückter Stollen der Preis für die besten Reiter ist. Die Stollen werden von den Mädchen gebacken und in Seidentücher gewickelt.“

 

>>Sorbe.de<<

„Mit Spargelkraut und Blumen geschmückte Stollen werden als Trophäe an die drei schnellsten Reiter ungesattelter Pferde und die drei besten Topfschlägerinnen vergeben, bevor der Tanz zum Erntedank beginnt.“