Autos – Der Wille zum Verbrennungsmotor

Screenshot ford.com

Vor einigen Jahren wurden sogenannte Umweltzonen, bezüglich der Feinstoffbelastung eingeführt. Die Folgen: Einige Fahrzeuge dürfen diese Zonen nicht mehr oder nur eingeschränkt befahren. Der Hauptanteil der Feinstoffbelastung besteht gegebener Maßen aus aufgewirbelten Staub, an zweiter Stelle kommen die Emissionen von Haushalt und Industrie, wie in Hamburg kommen noch die Abgase von ungefilterten Schweröl der Schifffahrt hinzu. Einem geringen Anteil im einstelligen Prozentbereich verursachen die Pkws. Die Grenzwerte werden häufig an Tagen mit Inversionswetterlage überschritten, weil kaum ein Luftaustausch stattfindet kumuliert sich die Belastung. Die einfachste Lösung wären hier Tankwaagen – welche Wasser versprühen, aber das kostet Geld und bringt keines. Weshalb finanziell ertragreicher Konzepte her müssen. Die Autofahrer tragen zwar kaum Schuld an der hohen Feinstaubbelastungen, stellen aber gleichzeitig das schwächste Glied in der Verursacherkette dar und außerdem tun sich dem Behörden ungeahnte neue Einnahmequellen auf. Denn solange es keine Umweltzonen und Umweltplaketten gab, konnte folglich auch niemand wegen Nichteinhaltung belangt werden. Das ist jetzt anders.

Screenshot hussgroup.com

Screenshot hussgroup.com

 

Screenshot ruhrnachrichten.de

Screenshot ruhrnachrichten.de

Zum einem wollen die Behörden diese bestehende Infrastruktur von Zonen, Plaketten, Gesetzen und Bußgeldern unbedingt erhalten. Zum anderen wird fleißig an deren Ausbau gearbeitet. Jedes gewöhnliche Kraftfahrzeug hat in der Regel einem Rückwärtsgang, womit es möglich ist, auf dem selben Weg zum Ausgangspunkt zurückzukehren von wo man gekommen ist. Aber bei deren bürokratischen Unterfangen liegen die Dinge naturgemäß anders. Denn es sind bereits viel zu viele Abhängigkeiten, Stellen und Aufgabenfelder geschaffen worden. Jeder einzelne Beamte oder Referatsleiter wird bis zum bitteren Ende seinem Posten mit eisernen Willen und entgegen jeglicher Vernumpft verteidigen. Es dreht sich allenfalls um die Frage, wann der beste Zeitpunkt gekommen ist, um dem nächst höheren Gang einzulegen. Scheinbar ist es soweit.

>>Focus<<

„Köln hält eine Armlänge Abstand zum Diesel: Nach Hamburgs Ankündigung von Diesel-Fahrverboten hat Oberbürgermeisterin Henriette Reker bekräftigt, dass auch die Stadt am Rhein um Fahreinschränkungen wahrscheinlich nicht herumkomme.“

Da gleichzeitig die Flächen der Umweltzonen beständig wachsen, könnte das ökonomische Ende des Dieselmotors für Autos in überschaubarer Reichweite liegen. Schon heute können Autobesitzer die in einer solchen Zone wohnen, entweder überhaupt nicht oder nur eingeschränkt mit ihren Fahrzeug hineinfahren. Was eine Form der Enteignung darstellt und eine wirtschaftliche Nötigung  zum Neukauf oder Abschaffung des Fahrzeugs impliziert. Nun die wirtschaftlichen Möglichkeiten der breiten Bevölkerung sind dem Behörden und Politikern bestens bekannt, aber eher von mäßigen Interesse. Natürlich berührt dieser Einschnitt isoliert betrachtet bereits mehrere Artikel des Grundgesetz und es müsste eine Abwägung der Verhältnismäßigkeit stattfinden, aber dazu müsste sich erstmal jemand bis nach Karlsruhe zum Bundesverfassungsgericht durchkämpfen, wo die meisten Klagen mit wenig Beachtung in Papierkorb verschwinden. Die hoch subventionierten Elektroautos, welche kaum Anklang bei dem Bürgern finden, eignen sich hier und da als Nischenlösung – sind aber technologisch noch weit von einer echten Alltagstauglichkeit entfernt – sofern die jemals erreicht wird. Zwischen der angegebenen Reichweite der Autohersteller und dem realen Aktionsradios von Elektromobilen liegen Welten. Die Akkukapazitäten sind technologisch limitiert, Ladezeiten extrem lang und die Ausstattung überaus spartanisch. Entsprechend gering ist – trotz 4.000 Euro Förderung – die Nachfrage.

>>Welt<<

„Die Bilanz nach gut vier Wochen E-Auto-Prämie ist ernüchternd: 1.791 Anträge zur Förderung von Elektroautos und Plug-in-Hybriden sind beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) eingegangen. Würde die Nachfrage genau so weitergehen, wäre das für die Förderung veranschlagte Budget 2019 nicht annähernd ausgeschöpft. Zudem könnte die monatliche Nachfrage künftig noch niedriger liegen.“

Es macht auch ökonomisch wenig Sinn, sich solch ein Fahrzeug anzuschaffen, weil die Batterien entsprechend teuer und über die Haltbarkeit von diesem keine verlässlichen Daten vorhanden sind. Dann wären noch die Preise.

>>heise<<

„Der Kostenvergleich der beiden Peugeot-Modelle lässt sich nach Einschätzung des ADAC auch auf andere Elektroautos, die derzeit auf dem Markt sind, übertragen. Ein wesentliches Problem seien die hohen Anschaffungskosten von bis zu 60.000 Euro selbst für kleine E-Autos.“

Diese Zahlen kommentieren sich von alleine. Weswegen es kaum verwunderlich ist, wieso die Elektroautos, genauso wie die Wasserstoffautos mit Elektrolyseverfahren zur Stromgewinnung ein reines Nischendasein fristen.

>>Golem<<

„In Deutschland sind im vergangenen Jahr 12.363 Elektroautos neu zugelassen worden. Damit liegt ihr Marktanteil bei nur 0,4 Prozent.“

Jenseits der Zahlen bedeutet ein eigenes Auto eine kaum zu ersetzendes Stück Freiheit. Keine Abhängigkeiten von einem öffentlichen Nahverkehr mit Streckenführung und Wartezeiten, sowie permanenter Videoüberwachung. Eine Freiheit die vor über hundert Jahren, bereits im Jahr 1888 eine gewisse –Bertha Benz- zu schätzen wusste.

>>bertha-benz-fahrt.de <<

„Ich bin aus Pforzheim und meine Mutter war eine begeisterte Anhängerin von unserem Wagen. Als unsere Söhne Richard und Eugen in den Sommerferien 1888 ankamen, sie wollten mit dem Wagen eine Reise machen, dachte ich, das würde meiner Mutter eine große Freude bereiten, wenn wir sie besuchen. Aber Carl (Carl Benz – Erfinder des ersten praxistaugliches Automobils, Anmerkung der Redaktion) hätte das nie erlaubt. Und so haben die beiden 13- und 15jährigen Buben und ich eine richtige Verschwörung angezettelt: Früh am Morgen sind wir losgefahren, sodaß wir schon stundenweit waren bis der Papa aufwachte. Ligroin, so nannte man damals das Benzin, hatten wir als Reserve dabei. In Wiesloch mußten wir etwas nachtanken. Das Ligroin besorgten wir uns in der Apotheke. Ab da gab es Schwierigkeiten, denn wir hatten für die Steigungen keinen kleinen Gang. Da haben Richard und ich öfter schieben müssen. Und bergab hatte ich Angst, da wir nur sehr einfache Bremsen hatten. Unterwegs hatten wir ausgiebig Rast gemacht, denn ich wollte so schmutzig wie wir geworden waren nicht bei Helligkeit in Pforzheim ankommen.“

Ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor ermöglicht noch heute eine Unabhängigkeit, die bestenfalls von einem eignen Flugzeug übertroffen wird. Speziell der Diesel nimmt hier eine Sonderrolle ein. Denn während des Zweiten Weltkrieges war Treibstoff rationiert, beziehungsweise ohne Bezugsschein überhaupt nicht erhältlich. Besonders Benzin war auf dem grauen Markt äußerst schwierig zu bekommen, einfacher und unkomplizierter war Diesel. Denn Dieselmotoren kamen schon damals bei Landwirtschaft, Schifffahrt und Lokomotiven zum Einsatz, was dem Schwarzmarkt erblühen ließ und die Kontrolle der Behörden fast verunmöglichte. Währungen hatten kaum einem Wert und ohne entsprechende Bezugsscheine war auf legalen Wege wenig zu bekommen. So blühte der Tauschhandel und wer im Besitz eines Fahrzeugs mit Dieselmotor war, hatte klar einem Vorteil. Auf diese Weise bekommt – wer über geschichtliche Zusammenhänge Bescheid weiß – das angedachte de facto Dieselverbot von Fahrzeugen in der Neuzeit einem gewissen faden Beigeschmack.

>>Spiegel<<

„Seit Wochen wird in Frankreich gegen eine geplante Arbeitsmarktreform protestiert. Nun sind auch die Autofahrer betroffen. Zur Sicherung der Energieversorgung wurde in mehreren Departements von Bretton und Normandie im Nordwesten des Landes die Benzinabgabe an Tankstellen rationiert. Autos dürfen vorläufig nur 20 Liter, Lastwagen 150 Liter Sprit tanken (Pick-up`s mit großer Ladefläche gelten als Lastwagen, Anmerkung der Redaktion), hieß es etwa in einer Verordnung der Präfektur in Rennes. Einige Bezirke verboten gänzlich den Verkauf von Benzin in Kanistern.“

 

>>Welt<<

„Eine zivile Unterstützung für die Bundeswehr (bei einem Krisenfall, Anmerkung der Redaktion) sei im Rahmen bestehender Gesetze vorzubereiten, damit die Soldaten ihre Einsatzgebiete erreichen können. Die Mitwirkung bei der Lenkung des zivilen und militärischen Straßenverkehrs oder die Bereitstellung von Treibstoffen werden als Einzelpunkte möglicher ziviler Hilfe genannt. Außerdem könne es darum gehen, zivile Verkehrsmittel, -leistungen und Einrichtungen zur Verlegung der Truppen zur Verfügung stellen.“

Screenshot eichelwilly.de

Screenshot eichelwilly.de

Screenshot spiegel.de

Screenshot spiegel.de (Frankreich – Kraftstoff nicht verfügbar, Anmerkung der Redaktion)

Als Bertha Benz ihre bis heute berühmte Reise tat, gab es zu jener Zeit nicht mal Führerscheine. Hätte damals Polizisten sie gestoppt, da wären keine Gründe zum kontrollieren vorhanden gewesen. Heutzutage sieht es hingegen ganz anders aus: Führerscheine, Warndreieck, Verbandskasten, Zulassung, Warnweste, Umweltzonen, TÜV und die PKW-Maut steht sowieso schon in dem Startlöchern. All diese Dinge schränken die Rechte der Bürger gegenüber dem Behörden erheblich ein. Der Autofahrer ist immer in der Rechenschaftspflicht gegenüber dem Beamten, womit ein klares Missverhältnis gegeben ist. Umfragen belegen, dass die Mehrheit der Menschen das Auto, insbesondere mit Verbrennungsmotor keinesfalls missen möchte.

Screenshot autobild.de

Screenshot autobild.de

 

Werbung

Loading...
Bild: nordvpn.com
Scroll Up