Die Sonnenorgel zu Görlitz

Screenshot youtube.com

Die Sonnenorgel in der Pfarrkirche St. Peter und Paul gehört sicherlich zu den herausragenden Meisterwerken des Orgelbaus im 18. Jahrhundert. Neben seinen 6.095 Pfeifen, wobei die Größte davon eine Länge von 7,82 Metern misst, stahlt das Musikinstrument eine imposante Atmosphäre aus.

>>Gölitz Tourismus<<

„In der Pfarrkirche St. Peter und Paul – von den Görlitzern und ihren Gästen stets kurz Peterskirche genannt – finden Sie die wunderbare Sonnenorgel. Deren Prospekt wird bestimmt von siebzehn „Sonnen“: Die Pfeifen der zwölffachen Pedalmixtur sind strahlenförmig um goldene Sonnengesichter angeordnet. … Insgesamt verfügt die Sonnenorgel über 88 Register mit 6.095 klingenden Pfeifen. Die größte der Pfeifen misst 7,82 m. Eine weitere Besonderheit der Orgel sind die barocken Spielzüge, mit denen u.a. Vogelstimmen (Nachtigall, Kuckuck) und Meeresrauschen „gespielt“ werden können.“

 

>>Sonnenorgel<<

„Im Jahre 1703 erhielt die Evangelische Stadtkirche St. Peter und Paul zu Görlitz eine neue Orgel, erbaut vom damals hochberühmten italienischen Orgelbauer Eugenio Casparini, der aus Sorau (Niederlausitz) stammte. Der Prospekt wird von 17 „Sonnen“ bestimmt, in denen die Pfeifen einer zwölffachen Pedalmixtur strahlenförmig um goldene Sonnengesichter angeordnet sind. Nach vielen Umbauten und Veränderungen wurde das Werk 1927 ausgebaut und durch eine elektropneumatische Orgel ersetzt, die bis 1979 in dem barocken Gehäuse Platz fand. Von 1980 bis 1992 wurde der Innenraum der Peterskirche fast vollständig restauriert, so auch der wunderschöne Prospekt. In dieser Zeit entschloss sich die Gemeinde, eine neue Orgel zu bauen und sammelte dafür Geld. Nach der Währungsunion 1990 standen Ersparnisse von 190.000 DM Kosten von 3 Millionen DM gegenüber. Um die Gemeinde bei dem ehrgeizigen Projekt zu unterstützen, diese einmalige Orgel wieder zum Klingen zu bringen, wurde 1991 der „Freundeskreis Görlitzer Sonnenorgel“ eV gegründet, mit dessen Hilfe es der Gemeinde gelang, bis zum Herbst 1997 1,5 Millionen DM aufzubringen. Am 12. Oktober 1997, genau 300 Jahre nach der Vertragsunterzeichnung durch Casparini, konnte der 1. Bauabschnitt der neuen Sonnenorgel, erbaut von der Mathis Orgelbau AG (Näfels/Schweiz), eingeweiht werden. Durch weitere Benefizkonzerte, den im März 1998 eingerichteten „orgel • punkt 12“ sowie zahlreiche Orgelführungen konnten auch der 2. Und 3. Bauabschnitt finanziert werden. Seit dem 2. Mai 2004 erklingen wieder die berühmten „Sonnen“. Am 24. Juni 2006 wurde die Orgel mit der Einweihung des Schwellwerks vollendet. Seit dem 30. September 2008 ist der Orgelneubau vollständig finanziert.“

 

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