Carbontrans: „Aus Abfall entsteht so ein wertvoller Rohstoff für die chemische Industrie“

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Carbontrans könnte als zukünftiger Rohstoff Verwendung finden. Plastikabfall in Kombination mit Braunkohle, könnte als Basis für einen potentiellen Industrierohstoff dienen. Auf diese Weise könnte auch in der Lausitz eine neue Industrie entstehen: Die Lausitzer Braunkohle in Verbindung mit Plastikabfall könnten viele Arbeitsplätze schaffen.

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„Die chemische Industrie könnte daraus Produkte fertigen, für die bisher Erdgas und Erdöl als Basis benötigt werden. Bei dem Großprojekt sind der Braunkohleförderer Mibrag und das Kohlechemieunternehmen Romonta im Boot. Allerdings ist noch unklar, ob das Projekt startet. Die Hälfte der Investitionssumme soll der Bund zuschießen. Auch der Fraunhofer-Ausschuss muss noch zustimmen. Entscheidungen erwartet die Landesregierung noch in diesem Jahr. Zudem muss nach Aussage von Willingmann grünes Licht für ein Vorhaben an der sächsischen TU Freiberg kommen. Dort soll mit Bundesgeld für 18 Mio. Euro ein neuartiger Reaktor entwickelt und getestet werden, der für die Arbeit in Leuna benötigt wird. Er soll nach der Erprobungsphase zu «Carbontrans» umziehen. Die Technologieplattform passe perfekt zum Chemieschwerpunkt in Sachsen-Anhalt, könne aber nur realisiert werden, wenn alle Partner zustimmten, räumte der Wirtschaftsminister ein. Die Bereitschaft, Landesgeld bereitzustellen, will er als Signal verstanden wissen. In Sachsen-Anhalt und am IMWS laufen bereits Projekte zur Frage, wie Braunkohle künftig anders genutzt werden kann. Hintergrund ist die Diskussion, auf mittlere Sicht aus der als zu belastend geltenden Verbrennung der fossilen Kohle zur Stromgewinnung auszusteigen. Das trifft den Süden des Landes, wo am Braunkohlerevier derzeit Tausende Arbeitsplätze hängen.“

 

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„Synthesegase, die hauptsächlich aus Wasserstoff und Kohlenstoffmonoxid bestehen, sind ein bedeutender Ausgangsstoff für die chemische Industrie. Sie werden derzeit meist auf Basis von Erdöl hergestellt, so das Institut. In der Pilotanlage in Leuna sollen stattdessen andere Kohlenstoffträger genutzt werden, beispielsweise kohlenstoffhaltige Abfälle wie Plastikmüll oder Reste der Biomasse-Nutzung.“