Die hanebüchenen Vorschläge der Kohlekommission

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Am Kohlekompromiss darf nicht gerüttelt werden.“ – Mit solchen Sätzen wird Bezug auf die Kohlekommission genommen: Oder genauer gesagt, das entsprechende Abschlussgutachten. Teilweise wird dieses umstrittene Gutachten, als vermeintlich „heilige Weisheit“ eingestuft. Aber was genau steht denn eigentlich drin? Was genau soll denn „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ bringen? Streng genommen: Eine Mischung aus Phantastereien, Wunschdenken und politischen Irrglauben.

Was soll eine neue „industriefähige Wertschöpfungsketten“ sein?

>>Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ <<

„Anknüpfend an die bestehenden Kompetenzen in den Bereichen Energietechnik und Ressourceneffizienz, die vorhandenen Forschungskapazitäten, die verfügbare Infrastruktur bei Strom und Gas sowie das Angebot geeigneter Flächen nutzt die Lausitz den Trend der Dekarbonisierung im Energiesektor, um mit dem Ausbau erneuerbarer Energien, der großtechnischen Produktion von Wasserstoff, der energetischen Gebäudesanierung und dem energieoptimierten Stadt­ und Dorfumbau neue, auch industriefähige Wertschöpfungsketten aufzubauen.“

„Dekarbonisierung im Energiesektor“ – Auch Windräder bestehen aus Kohlenstoff

Trend der Dekarbonisierung im Energiesektor“ – solch ein Unsinn steht tatsächlich in diesen – politisch gefärbten – Gutachten drin. Das ganze Leben auf der Erde – inklusive des Menschen – basiert auf Kohlenstoff. Nicht mal die beinahe „heilig“ gesprochenen Erneuerbaren Energien kommen ohne Kohlenstoff aus. In diesem – langen unverständlichen Schachtelsatz – wird „Wasserstoff“ erneut aus der Mottenkiste gezogen. Vergessen: Bereits in der Vergangenheit „träumte“ die Bundesregierung vergeblich von einerWasserstoff-Gesellschaft“ : Diese Phantastereien haben sich eher zum Albtraum für den Steuerzahler entwickelt.

„Pilotprojekt gescheitert – Hamburg schafft Wasserstoffbusse wieder ab“

>>Spiegel<<

„Pilotprojekt gescheitert – Hamburg schafft Wasserstoffbusse wieder ab – Die Hamburger Hochbahn hat den Testbetrieb mit Wasserstoffbussen beendet.“

„Testbetrieb mit Wasserstoffbussen beendet“

Seit dem frühen 1970er Jahren wird an der Technologie gearbeitet. Trotz vielen Milliarden Euro an Steuergeld kamen – außer ein paar Nischenanwendungen – nichts dabei heraus. Und das hat gute Gründe: Wasserstoff ist ein sehr flüchtiges Gas und kaum Lagerfähig. Zwar lässt es sich auch in Synthetisieren und in Erdgas, sowie andere Rohstoffe „verwandeln“ – aber nur zu aberwitzigen Kosten. Es mag zwar richtig sein, dass aus überflüssigen Windstrom – über verschiedene Verfahrensschritte – sich durchaus Erdgas herstellen lässt: Aber nur ganz selten wird erwähnt: Was es denn kosten soll?

Wasserstoff: Milliarden Euro an Steuergeld für ein totes Pferd

Praktisch die meiste Zeit im Jahr stehen Windkraftanlage still oder die Anlagen drehen sich indem Strom auf die Rotoren gegeben wird: Denn all zu langes Stehen, das führt zu folgenschweren Beschädigungen. Erst ab einer bestimmten Windgeschwindigkeit speist eine moderne Windkraftanlage überhaupt Strom ins Netz ein. Jedoch bei „zuviel“ Wind schaltet sich die Anlage wiederum ab, um ebenfalls Schäden zu verhindern. Kurzum: Nur in einem sehr engen Spektrum von Windgeschwindigkeiten können moderne Windräder überhaupt Strom liefern. Und wenn sie Strom liefern – liefern sie meist alle gleichzeitig Strom und bringen so das Stromnetz fast zum Kollabieren.

Windkraftanlagen stehen die meiste Zeit  im Jahr still

Aber um Strom in Erdgas zu verwandeln, müsste der Strom erst mal zu den entsprechenden Industrieanlagen für die Synthetisieren geliefert werden. Neben den fehlenden Stromnetzen, kommt hier noch das nächste Problem zum Tragen: Sollten tatsächlich diese Industrieanlagen jemals gebaut werden, würden diese ebenfalls – so wie die Windräder – die meiste Zeit im Jahr still stehen.

Die „großtechnischen Produktion von Wasserstoff“ aus Windstrom: Phantastereien ohne Sachverstand

Vereinfacht ausgedrückt: Es müssten schätzungsweise Millionen von Windrädern und aberwitzig große Industrieanlagen zu Synthetisierung – entweder für Erdgas oder Wasserstoff – gebaut werden. Die meiste Zeit im Jahr würden all diese Anlagen still stehen, um in ein paar Tagen im Jahr auf Volllast zu laufen, um den Energiebedarf so für das ganzen Jahres zu decken. Diese so produzierte Energie könnte aber niemand mehr bezahlen. Letztlich sind solche Ideen einfach nur Phantastereien, weit ab jeglicher Vernumpft.

Abschlussgutachten der Kohlekommission: Gespickt mit hanebüchenen Vorschlägen

Im Abschlussgutachten der Kohlekommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ ist gespickt mit solch hanebüchenen Vorschläge. Selbst einfache physikalische und wirtschaftliche Grundregeln werden einfach ignoriert. Mit solchen Vorschläge sollen aber angeblich  „Wachstum und Beschäftigung“ generiert werden. Unschwer zu Merken: Niemand mit Sachverstand aus dem Energiesektor war Mitglied dieser „Kommission“ .

 

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