Toxoplasmose: Wenn Science-Fiction Realität wird

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Manchmal sagen einzelne Fantasy- oder Science-Fiction-Autoren präziser die Zukunft voraus: Als die ganze etablierte Wissenschaft zusammen. Und in einige Fällen trifft dies auch tatsächlich zu. Bei der fiktiven Spielfilmreihe >>Stargate<< dreht sich ein elementarer Handlungsstrang um einen Parasiten, der außerhalb eines Wirtes schlechterdings selbstständig überleben kann: Aber sobald er Besitz von seinen Opfer – beispielsweise einen Menschen – genommen hat, übernimmt er die vollständige mentale Kontrolle über das Individuum.

Warum können Parasiten menschliches Verhalten steuern

So schlimm es ist in der realen Welt jedoch nicht. Dennoch: Die Krankheit >>Toxoplasmose<< galt lange Zeit nur für schwangere Frauen als gefährlich. In letzter Zeit verdichten sich jedoch die Erkenntnisse, dass der Parasit wesentlich mehr kann: Als allgemeinhin angenommen.

„Parasiten – Kann alle warmblütigen Lebewesen befallen“

>>Welt der Wunder<<

„Toxoplasma gondii, so der volle Name des Parasiten, kann alle warmblütigen Lebewesen befallen. Mäuse oder Ratten, aber auch Vögel nehmen den Einzeller mit dem Futter auf. Wird ein solcher Wirtsorganismus von einer Katze gefressen, kann der Parasit sich fortpflanzen: In ihrem Darm legt er seine Eier, die dann ausgeschieden werden und – mit etwas Glück – von der nächsten Maus gefressen werden. So schließt sich der Lebenszyklus von Toxoplasma. Der Mensch als Wirt gehört eigentlich nicht dazu; für Toxoplasma ist er eine Sackgasse, da er sich in ihm nicht vermehren kann.“

Toxoplasma gondii und der Mensch als Wirt

Ob der Mensch wirklich für den Parasit Toxoplasma gondii eine Sackgasse darstellt: Das stellt in wissenschaftlichen Kreisen ein viel diskutiertes Thema da.

Toxoplasma gondii: „Infizierte Mäuse fühlen sich nahezu magisch angezogen von Katzen“

>>Geo<<

„Wie der Parasit etwa eine Maus zum Zwischenwirt umfunktioniert, das ist schon gespenstisch. Da Mäuse naturgemäß Angst vor Katzen haben, wendet der Parasit einen Trick an, um zum Ziel zu gelangen. Einmal im Körper des Wirtes angelangt, verschanzt er sich in der Leber und im Gehirn seines Opfers, um von dort seinen Terrorfeldzug anzutreten. Infizierte Mäuse fühlen sich nahezu magisch angezogen von Katzen, fliehen vor ihrem Fressfeind nicht, sondern laufen ihm direkt in die Arme. Die britische Parasitologin Joanne Webster konnte dieses Verhalten in einer Studie auch im Labor nachweisen. Der Parasit programmiert seine Wirte auf Selbstmord. … Besonders bei Männern beobachtete Flegr eine signifikante Steigerung der Risikobereitschaft – gepaart mit einer Abnahme der Reaktionsfähigkeit. Flegr fand zudem heraus, dass die Wahrscheinlichkeit, in einem Autounfall verwickelt zu werden, für Infizierte mehr als zweieinhalb Mal höher ist.“

Toxoplasma gondii: beim Menschen: „Aggressives Verhalten und plötzliche Wutausbrüche“

>>Focus<<

„Ein Verkehrsrowdy, drängelt, hupt oder schimpft kann vielleicht gar nichst für sein unverschämtes Verhalten – sein Gehirn könnte schlicht fremdgesteuert sein. Womöglich haben sich darin Parasiten der Art Toxoplasma gondii eingenistet und stiften nun neuronales Chaos. Dies jedenfalls legt eine Studie nahe, die Psychiater der University of Chicago mit Patienten durchführten, die durch aggressives Verhalten und plötzliche Wutausbrüche aufgefallen sind. Die Arbeit erscheint im Fachmagazin „Journal of Clinical Psychiatry“.“

Zählt der Mensch zum Beutespektrum von Katzen?

Ähnlich wie bei kleinen Nagetiere gehört der Mensch sehr wohl zum Beutespektrum von Katzen – respektive Großkatzen – dazu. Die Säbelzahntiger sind zwar mittlerweile ausgestorben, aber noch heute existieren – auch für den Menschen – bedrohliche Geschöpfe der Gattung „Panthera“ . Diese machten vor nicht allzu langer Zeit wesentlich größere Gebiete unsicher, welche sich zum Teil sogar überschnitten und stellten demnach eine ständig latente Bedrohung für dem Menschen da.

Sibirische Tiger: „Die größten Katzen der Welt“ – „Sie leben in kalten Gebieten“

>>Geo<<

„Sibirische Tiger – auch Armurtieger genannt – sind die größten Katzen der Welt. Sie leben in kalten Gebieten. Auch Schnee kann den zotteligen Großkatzen nichts anhaben“

 

–W E R Β U Ν G–

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