Postverkehr: Die sichere Verschlüsselung von E-Mails

Screenshot mein-halver.npage.de

In Zeiten zunehmender Datensammelwut des Staates, wird es immer schwieriger überhaupt ein bisschen Privatsphäre zu sichern. Aus diesen Grund gibt es sichere E-Mail-Verschlüsselungen, damit vertrauliche Nachrichten auch vertraulich bleiben.

>>Mail.de<<

„Nach den Snowden-Enthüllungen und dem NSA-Skandal ist vielen Menschen ins Bewusstsein gedrungen, in welchem Ausmaß im Internet private Kommunikation mitgelesen wird. Um die Tragweite zu erläutern, kann man den Vergleich einer E-Mail mit einer Postkarte aus der „realen Welt“ ziehen. Sie wird demnach für jedermann lesbar, der in irgendeiner Form Zugriff auf sie hat – und dies im Prinzip schon während der gesamten Strecke von Versand bis zur Zustellung! Um Ihre Privatsphäre zu wahren, sollten Sie Ihre E-Mail Kommunikation verschlüsseln. Sie sollten also anstelle einer unverschlüsselten digitalen Postkarte einen digitalen zugeklebten Briefumschlag, also eine verschlüsselte E-Mail versenden.“

 

>>CCInfo<<

„Zu den Menschenrechten gehört u.a. auch die Privatsphäre. Nach deutschen Recht steht auch der Briefverkehr unter besonderem Schutz (Briefgeheimnis, das nur in Ausnahmefällen für einzelne Personen außer Kraft gesetzt werden kann). Es ist nicht einzusehen, daß die ganz normale Post gesetzlichen Schutz vor dem Ausspähen genießt, dies jedoch für das elektronische Pendant eMail nicht gelten soll. Wenn NSA (National Security Agency, d.h. ein amerikanischer Geheimdienst), GCHQ (Government Communications Headquarter, d.h. ein britischer Geheimdienst) etc. deutsches Recht nicht respektieren und alles abgreifen, was ihnen irgendwie in die Finger kommt, muß man halt zur Selbsthilfe greifen. Um den elektronischen Postverkehr für Unbefugte unleserlich zu machen, heißt diese Selbsthilfe Verschlüsselung.“

 

>>TechTarget<<

„Pretty Good Privacy, oder abgekürzt PGP, ist ein beliebtes Programm, das zum Verschlüsseln und Entschlüsseln von E-Mails über das Internet genutzt wird. Es dient außerdem dazu, die Echtheit von Nachrichten und verschlüsselten Dateien mit digitalen Signaturen sicherzustellen. … Zunächst war PGP als Freeware kostenlos verfügbar. Aktuelle kommerzielle Versionen sind dagegen kostenpflichtig und werden vor allem von Unternehmen genutzt. PGP war früher das auch von Privatanwendern am meisten genutzte Programm, um die Privatsphäre sicherzustellen. Es wurde 1991 von Philip R. Zimmermann entwickelt und gilt immer noch als De-facto-Standard für E-Mail-Sicherheit. Pretty Good Privacy nutzt eine Variante des Public-Key-Systems, bei dem jeder Anwender einen öffentlichen Schlüssel besitzt, der beliebig weitergegeben werden kann. Dazu kommt ein privater Schlüssel, der nur dem Anwender bekannt ist. Um eine verschlüsselte Nachricht an jemand anderes zu versenden, benötigen Sie seinen öffentlichen Schlüssel. Wenn der Empfänger die Nachricht erhalten hat, kann er sie mit seinem privaten Schlüssel decodieren. Weil es sehr zeitaufwändig sein kann, eine komplette Nachricht zu verschlüsseln, setzt PGP auf einen schnelleren Algorithmus. Dieser verwendet einen zusätzlichen kürzeren Key, um die Nachricht zu verschlüsseln. Nur dieser kürzere Schlüssel wird dann mit dem öffentlichen Schlüssel des Empfängers verschlüsselt.“

 

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Bild: nordvpn.com
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