Serbski Sejm: Das Parlament der Sorben und Wenden kommt zum ersten Mal zusammen

Screenshot wikipedia.org

Die erste Konstituierung des Serbski Sejm, findet am Samstag den 17. November 2018 im Sorbisches Kulturzentrum in Schleife statt. Zu diesen Anlass wird es einen Festakt geben. Das erste Parlament der Sorben und Wenden, tritt somit zum ersten Mal zusammen.

>>T-Online<<

„Das Parlament gebe allen Sorben und Wenden die Möglichkeit, sich aktiv für die Belange des kleinen Volkes einzusetzen. „Mit der Konstituierung des Serbski Sejms und Anerkennung der sorbischen Gemeinschaft als Körperschaft öffentlichen Rechts sind wir keine „Bittsteller“ bei den Regierungen mehr, sondern gleichberechtigte Staatsbürger“, heißt es weiter.“

 

>>Neues Deutschland<<

„Die Initiative verspricht, eine klaffende «Demokratielücke» im sorbischen Volk schließen: Nach innen will man eine allgemeine Meinungsbildungsplattform sein und etwa die Vergabe der Finanzmittel regeln, was bisher der «Stiftung für das sorbische Volk obliegt. Nach außen soll der Sejm eine Volksvertretung sein und nicht wie bisher eine Interessenvertretung auf Vereinsbasis – das ist die Domowina, der Bund Lausitzer Sorben.“

 

>>Lausitzer Rundschau<<

„Zum LR-Beitrag „Minderheit betritt politisches Parkett“ vom 5. November: Der Artikel zur Initiative „ Serbski sejm“ ist sehr einseitig und damit zum Teil leider irreführend. Die sorbische Initiative „Serbski Sejm“, die für sich beansprucht, eine sorbisches (wendisches) Parlament gegründet zu haben, ist eine eher kleine Gruppe von Aktiven aus der Ober- und Niederlausitz, die mit 1,5 Prozent der geschätzten 60 000 sorbischen Menschen eine Abstimmung durchgeführt hat. Das ist natürlich legitim, aber damit keineswegs auch repräsentativ für das sorbische Volk. Die Entstehungsgeschichte dieser Initiative ist eher eine Art Gegenbewegung zur bisherigen Struktur der Vertretung des sorbischen Volkes durch die Sorbenräte der Landesparlamente, durch die Domowina – mit vielen Ortsgruppen und etwa 6000 Mitgliedern – und durch sorbische Vertreter/innen in der Stiftung für das Sorbische Volk. Deshalb besteht mit dieser Initiative leider auch die Gefahr, dass das kleine sorbische/wendische Volk gespalten wird. Das wäre schade, denn die Mitglieder der Initiative sowie die jetzt gewählten Personen des „Serbski sejm“ sind auf jeden Fall ebenfalls positiv für die sorbische/wendische Sache engagiert. Das alles hätte eine journalistisch ordentlich recherchierte Berichterstattung durch wenige Nachfragen in den sorbisch/wendisch geprägten Dörfern oder bei der Domowina leicht herausbekommen.“

 

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