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Ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen: Nur ein Mythos

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Die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen. Verschiedene Akteure: Von Gewerkschaften über Parteien bis hin zu Frauenrechtlerinnen, haben sich das Thema ganz oben auf die Fahnen geschrieben. Der Verdienstunterschiede sollen angeblich 22 oder 23 Prozent betragen. Bei genauer Betrachtung: Entpuppen sich diese Angaben als Mythos. In Wirklichkeit geht um etwas ganz anderes.

Das Spiel mit gefälschten Zahlenwerk

>>Hans-Böckler-Stiftung<<

„Der Gender Pay Gap – also der prozentuale Anteil, den Frauen im Durchschnitt pro Arbeitsstunde weniger verdienen als Männer – betrug in fast allen Jahren dieses Zeitraums zwischen 22 und 23 Prozent.“

Verdienstunterschiede: Wenn Gewerkschaften nichts zu tun haben

Die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung soll also heraus gefunden haben: Männer und Frauen verdienen Unterschiedlich. Unberücksichtigt bei diesen Zahlenwerk bleiben ganz andere Gerechtigkeitslücken: Ungefähr die Hälfte des Einkommens bekommt der durchschnittliche Arbeitnehmer niemals zu sehen. Die Summe streicht sich der Staat in Form von – Abgaben und Steuern – direkt ein.

Die Hälfte des Einkommen streicht sich der Staat direkt von Lohn ein

Selbst dieses „Netto“ stellt überhaupt kein Netto da: Sondern nur eine Zwischensumme. Auf viele Produkte des täglichen Bedarfs, fallen neben der obligatorischen Mehrwertsteuer, noch zusätzlich weitere Steuerarten an: Energiesteuer, Kaffeesteuer, Sektsteuer, Tabaksteuer und noch viel mehr. Praktisch existiert kein einziger Lebensbereich: Wo nicht der Fiskus die Hand aufhält. Auf der anderen Seite: Beamte sind von Sozialabgaben befreit und erhalten zahlreiche finanzielle Vergünstigungen.

Gerechtigkeit: Internationale Konzerne zahlen keine Steuern

Gleichzeitig: Internationale Konzerne zahlen faktisch keine Steuern oder nur symbolische Beträge. Die Gerechtigkeitsfrage stellt sich hier zwar viel Dringender: Aber solche Fragen klammert die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung für gewöhnlich lieber aus. Stattdessen lautet der Tenor: Männer gegen Frauen – oder andersherum?

Steuern und Abgaben: Am Ende bleibt kaum was übrig

>>Spiegel<<

„Frauen in Süddeutschland sind vom Gender-Pay-Gap im Beruf deutlich stärker betroffen als in anderen Regionen. Der Gehaltsrückstand gegenüber Männern ist in Bayern und Baden-Württemberg deutlich größer als etwa in den ostdeutschen Bundesländern. Das zeigt eine Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung.“

Gelebte Familienrollen prägen Verdienstunterschiede

Die Ergebnisse sind wenig Verwunderlich: Die Süddeutschen Bundesländer sind Wohlhabender und die Beschäftigten erzielen dort höhere Einkommen: Familien sind da viel eher finanziellen in der Lage, dass ein Familienmitglied Halbtags arbeitet oder ganz Zuhause bleibt. Häufig leiden besonders Frauen darunter, dass das Familienleben durch die geringen Einkommen und langen Arbeitszeiten auf der Strecke bleibt.

„Frauen bei vergleichbarer Qualifikation und Tätigkeit pro Stunde durchschnittlich 6 % weniger als Männer verdienten“

>>Statistisches Bundesamt<<

„Das heißt, dass Frauen bei vergleichbarer Qualifikation und Tätigkeit pro Stunde durchschnittlich 6 % weniger als Männer verdienten.“

Gerechtigkeit: Beamte zahlen keine Sozialabgaben

Die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung, will also einem Verdienstunterschied zwischen Männern und Frauen von 22 und 23 Prozent ausgemacht haben. Allerdings nicht alle Berufe werden gleich bezahlt: Und das alles steht auch noch in Abhängigkeit von den geleisteten Stunden. Außerdem fließen noch einige weitere Faktoren hinein. Bedeutet: Am Ende bleibt ein Verdienstunterschied von lediglich sechs Prozent übrig. Nichtsdestotrotz: Und auch diese paar Prozent lassen sich erklären.

Mathematischen Algorithmus ist Geschlecht egal

>>Frankfurter Allgemeine Zeitung<<

„Warum Frauen weniger verdienen – Von Angebot und Nachfrage. Aber eines ist dem Algorithmus komplett egal: das Geschlecht der Fahrer. Trotzdem verdienen Männer, die für Uber fahren, je Stunde ungefähr sieben Prozent mehr als Frauen – so errechnet es das Forscherteam um den angesehenen Ökonomen John List, der gleichzeitig Chefökonom von Uber ist.“

Entzauberter Mythos: Keine ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen

Das Unternehmen Uber vermittelt Fahrten über das Internet. Dazu hat die Firma einen mathematischen Algorithmus entwickelt. Jenen Algorithmus ist es völlig egal, ob hinterm Steuer: Ein Mann oder eine Frau sitzt. Die Abrechnung erfolgt also – für alle – nach gleichen Kriterien. Erst im Nachhinein stellte sich bei Untersuchungen heraus: Das Männer bei Uber mehr verdienen als Frauen. Während das Statistisches Bundesamt noch sechs Prozent errechnet hatte: Kommt das Unternehmen Uber sogar auf acht Prozent Verdienstunterschied: Von einer „echten“ Ungleichbehandlung kann also gar keine Rede sein.

Gender Pay Gap: Oder vielmehr Frauen gegen Männer?

Selbst der Vergleich von Gehältern innerhalb eines Unternehmen – bei formal gleicher Qualifikation – ist mitunter schwierig: Nicht selten übernehmen einige Mitarbeiter wichtigere Positionen als Andere. Am Ende spiegelt sich dieser Unterschied bei den Stundensätzen wieder: Aber auf solche Informationen, hat das Statistisches Bundesamt wiederum keinen richtigen Zugriff. Jedoch mit statistisch errechneten Phantasiezahlen – von 23 Prozent – Verdienstunterschied: Lassen sich wunderbar Frauen gegen Männer ausspielen. Und die Gewerkschaft kann von ihrer eignen Versagen ablenken. Vielmehr belegt die ganze Debatte um die Gehälter: Eine reale Geringschätzung von Frauen und Familien.

 

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