Warum Edward Snowden zum Whistleblower wurde?

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Eine Frage die viele bewegt ist: Warum Edward Snowden zum Whistleblower wurde? Auch im Geheimdienstkreisen, wird darüber rege diskutiert. Ein wenig beachteter Aspekt, kommt hierbei kaum zur Sprache. Denn das wichtigste Schlüsselereignis bleibt außen vor.

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„Der Schulabbrecher träumte von einer Karriere bei der US-Elitetruppe Special Forces. Er lernte Kung-Fu, meldete sich 2004 bei der Army und hoffte, bald das prestigeträchtige Green Beret zu tragen. Doch kaum hatte er die Grundausbildung angefangen, musste er sie abbrechen. Er selbst erklärt seinen frühzeitigen Ausstieg mit einem „Trainingsunfall“, bei dem er sich beide Beine brach. Journalistische Recherchen konnten den Vorfall nie bestätigen. Die Pressestelle des Pentagon beschränkt sich auf die Aussage, dass Snowden beim Militär keine Ausbildung abgeschlossen und keine Auszeichnungen erhalten habe. Auch wenn aus seinen Plänen, als Elitekämpfer für die Streitkräfte zu wirken, nichts wurde, bewahrte sich Snowden seinen Sinn für Dramatik. Gern ließ er sich von seiner damaligen Freundin, einer Erotik-Tänzerin namens Lindsay Mills, als „Man of Mystery“ betiteln.“

Edward Snowden sagte einst: „Ich möchte nicht in einer Welt leben, in der jedes Wort, jede Tat, alle Gesprächspartner, jeder Ausdruck der Kreativität, Liebe oder Freundschaft aufgezeichnet werden.“ – Und genau das passiert und wird nun gegen ihn verwendet: Jeder Fehltritt in seinen Leben wird mit einen chirurgischen Skalpell auseinander genommen und breit in der Öffentlichkeit ausgetreten. Einerseits, dient es zur Diskreditierung seiner Person. Anderseits, sollen Nachahmer auf diese Weise abgeschreckt werden. In der ehemaligen DDR nannte die Stasi diese Methode schlicht nur „Zersetzung“ . Einer inhaltliche Auseinandersetzung mit seinen Veröffentlichungen findet kaum mehr statt. Dagegen laufen in Geheimdienstkreisen hitzige Diskussionen darüber, wie in Zukunft weitere „undichte Stellen“ vermieden werden können. Im Fokus der Diskussion stehen dabei, die einzelnen Charaktere der Geheimdienstmitarbeiter. Jeder Mitarbeiter ist deshalb angehalten, alle anderen Geheimdienstmitarbeiter zu überwachen und „Auffälligkeiten“ den Vorgesetzten zu melden. Das Betriebsklima dürfte mit solchen Maßnahmen zum Gruseln sein. Aus den Blickwinkel eines objektiven Beobachters, trägt das Ganze Züge eines surrealen Weltbildes und erinnert ein bisschen an die Endphase der DDR. Ende der 1980er Jahre erlebte der Geheimdienstapparat der Stasi seine Blütephase: Ausgestattet mit einen riesigen Budget und nahezu grenzenlosen Befugnissen. Während gleichzeitig, jeder mit offenen Augen die Probleme des real-existierenden Sozialismus sehen konnte und das ganz ohne Spionageausbildung. Aus Sicht der DDR-Bürokraten, konnten für die Misere des Sozialismus nur westliche Spione verantwortlich sein, die eigne Borniertheit, war über jeden Zweifel erhaben.

>>Welt<<

„Whistleblower Edward Snowden gab im Sommer 2013 alles auf: seine Freundin, seinen Job, die USA. … Lebt er doch im russischen Exil und wird von den USA wegen Verrats gesucht. Doch es gibt auch Leichtigkeit in seinem Leben. Zum Valentinstag postete Snowden ein Foto von sich und seiner Freundin Lindsay Mills. … Auch seine Freundin gab alles auf. Reiste ihm ins Exil hinterher und lebt seitdem bei ihm. Wie glücklich ihn das macht, zeigt Snowden nun der ganzen Welt. Auf dem Foto, das Snowden am Valentinstag auf Twitter veröffentlichte, liegen beide in einem Bett, die Köpfe stoßen in vertrauter Geste aneinander. Er hat seine Hand in ihrem Nacken, ihre Hand hält ein rotes Papierherz auf Höhe der Münder. Kleine Fältchen rund um Snowdens Auge verraten: Er lächelt. „Home is where the heart is“, schrieb er unter das Foto. Zuhause ist also für ihn, wo die Liebe ist. Auch seine Freundin postete das Bild mit dem Kommentar „misfits“, „Außenseiter“ also, und einem Verweis auf ihren Blog. Dort steht eine Liebeserklärung in Stichworten. Die beiden würden den jeweils anderen ergänzen, ihre Liebe in den härtesten Momenten neu bestätigt werden, alle Momente würden ein „seltsames Puzzle“ des Lebens abgeben, schrieb sie.“

Lindsay Mills ist ganz anders als Edward Snowden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit dürfte sie der tiefere Grund sein, weshalb er zum Whistleblower wurde. Frauen üben im Hintergrund mehr Einfluss aus, als den allermeisten bewusst ist.

 

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