Deutsche Post: “Die Aktionäre verdienten dazu, während die Beschäftigten zurück stecken müssten”

Screenshot berliner-zeitung.de

Laut den Logistikkonzern >>Deutsche Post<< sind Subunternehmer: “Unternehmen, die im Auftrag der Deutschen Post DHL Group Leistungen erbringen“. Und davon macht das Konsortium reichlich Gebrauch und erhält gleichzeitig Rückendeckung aus der hohen Politik.

>>Abendzeitung München<<

“Die Deutsche Post DHL hat ein Subunternehmen gegründet, in das die befristet angestellten Paketzusteller übernommen werden sollen. Das Problem: Unterm Strich verdienen sie dort weniger. Die Gewerkschaft nennt das „Lohndumping im eigenen Haus.“ DHL Delivery GmbH heißen die neu gegründeten Regionalgesellschaften, in der die bislang befristet beschäftigten Zusteller künftig arbeiten sollen. Schaut man ins Handelsregister, sind die neuen Gesellschaften bereits in 46 Städten präsent, in Bayern unter anderem in Augsburg, Nürnberg, Straubing – und eben auch in München und Freising. … Auch Paketzusteller Michael N., der eigentlich anders heißt, hat den Vertrag mit der DHL Delivery vor kurzem unterschrieben. Eigentlich dürfte er sich öffentlich gar nicht äußern, aber sein Frust ist groß. Seit gut zwei Jahren arbeitet der Mitte 30-Jährige in Aschheim bei der Post. Sein befristeter Vertrag läuft Ende März aus. Danach wird er einer der über 240 unbefristeten Neuangestellten der GmbH sein, die das Subunternehmen in München und Freising bereits angeworben hat. Für N. ist das kein Grund, glücklich zu sein. Für die Beschäftigten der DHL Delivery liegt der Haken im Detail. Bislang galt für die Befristeten bundesweit der Haustarifvertrag: 1970 brutto hieß das im Monat, plus zahlreiche Zulagen. In den neuen Gesellschaften gilt das nicht mehr. Dort werden die Beschäftigten nach den Bestimmungen der Speditions- und Logistikbranche bezahlt. Die Gewerkschaft Verdi hat diese für unterschiedliche Regionen ausgehandelt. … Jeweils in verschiedener Höhe. „In Bayern gehen wir von einem Lohnverlust von etwa zehn Prozent aus, in anderen Bundesländern kann es sogar noch mehr sein“, sagt Edwin Then von der Gewerkschaft DPVKomm. „Unterm Strich gehen den bayerischen Beschäftigten rund 1000 Euro netto pro Jahr verloren.“ Und das, obwohl sich weder an ihrer Tätigkeit, noch an ihrer Arbeitsbelastung etwas ändert. … Gewerkschafter Then geht bei diesem Argument nicht mit: „Die Post macht Milliardengewinne.“ Für 2015 peilt der Konzern an, den operativen Gewinn auf bis zu 3,2 Milliarden Euro zu steigern. Gerade hat das Unternehmen angekündigt, die Dividende von 0,80 auf 0,85 Euro zu erhöhen. Michael N. ärgert auch das. Die Aktionäre verdienten dazu, während die Beschäftigten zurück stecken müssten: „Dabei erwirtschaften wir ja den Gewinn.“ Doch sein Ärger weicht der Resignation. Er weiß nicht, was man gegen die Post-Pläne tun könnte. „Wir sind eben nur das kleine Rad am Wagen.“

 

>>Welt<<

“Gleichzeitig berichtete der NDR, dass bei DHL Express Selbstständige für sogenannte Servicepartner arbeiten. Post-Sprecher Dieter Nawrath spricht von insgesamt 60.000 Zustellkräften in den rund 30.000 Verbundzustellbezirken und 8700 reinen Paketzustellbezirken. Die 200 Zustellbasen betreibt die Post selbst.”

 

>>Zeit<<

“Schleswig-Holsteins Ex-Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) wechselt gut ein halbes Jahr nach seiner Wahlniederlage in die Wirtschaft. Er werde als Unternehmensrepräsentant für die DHL-Gruppe in Brüssel arbeiten, sagte er. Im Januar werde er seine neue Stelle antreten.”

Die langen Paketarme des Unternehmens >>Deutsche Post<< reichen bis in die hohe Politik hinein und die hat stets ein offenes Ohr, wenn es um die Belange ihres Schützlings geht: Zum Beispiel bei Forderungen nach Videoüberwachung von Packstationen.

 

 

 

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