Justiz: Wie „Im Namen des Volkes“ Unrecht gesprochen wird

Screenshot listverse.com

Im antiken Rom gab es ein geflügeltes Sprichwort: „Quod licet lovi, non licet bovi“. Was so viel bedeutet, was Jupiter (dem Beamten) erlaubt ist, darf der Ochse (das gewöhnliche Volk) noch lange nicht. Zur Veranschaulichung nehmen wir zwei Beispiele aus der Justiz. Eine Beamtin entwendet ungefähr 16.000 Euro und stellt sich dabei so dumm an, dass sie erwischt wird. Das Ergebnis elf Monate Bewährung. Allerdings behält sie vermutlich ihren Beamtenstatus und darf weiter arbeiten. Selbes Justizsystem anderer Sachverhalt.
Der Vater zweier kleiner Kinder greift sich aus dem Sperrmüll ein Kinderbett. Er arbeitet in einem Entsorgungsunternehmen und normalerweise hätte das Bett entsorgt werden müssen. Weil er es stattdessen mit nach Hause nimmt, folgte eine fristlose Kündigung, welche die nachfolgenden Gerichte anstandslos bestätigten. Die Justiz urteilen „Im Namen des Volkes“ vielleicht sollten die mal erklären, welches Volk denn gemeint sei.

 

 

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