Bildung: Johann Wolfgang von Goethe wäre zu tiefst erschüttert

Screenshot youtube.com

Bastian Fischer unterrichtet am Otfried-Preußler-Gymnasium in Pullach bei München Deutsch und Englisch. Der Gymnasiallehrer vertritt einen klaren Standpunkt: „Im Unterricht müssen die Handys ausgeschaltet sein.“ Aber: „Gleichzeitig ist es die normalste Sache der Welt, das Handy auch mal in den Unterricht einzubinden oder nach etwas zu googlen“, sagt Fischer zu FAZ.NET. Von einem Totalverbot hält er nichts; es sei „nicht zeitgemäß“ und „völlig übertrieben“. Er sehe freilich die Probleme, die die Geräte mit sich bringen, doch mit dem „pädagogischen Zeigefinger“ erreiche man wenig.“ Der „pädagogischen Zeigefingerimpliziert wohl eher eine Entmündigung der Familien. Aber damit nicht genug: Auch Kleiderordnungen an Schulen sind schon lange keine Seltenheit mehr. Eine zwangsweise Impfpflicht für Schüler wird ebenfalls immer wieder aufs neue gefordert. Da es bereits eine Schulpflicht gibt, käme somit ein weitere Baustein der Entrechtung von Familien hinzu.

>>Berliner Zeitung<<

„Eine Kita-Pflicht in Deutschland? Das wäre rechtlich schwer umzusetzen. Denn hierzulande gibt es zwar eine Schulpflicht, abgesehen davon aber haben Eltern das grundgesetzlich garantierte Erziehungsrecht.“

Dieses viel gerühmte Erziehungsrecht der Eltern, ist bei Licht betrachtet, mehr graue rechtliche Theorie, als gelebte Rechtspraxis. Denn eine Kita-Pflicht, wird immer dreister gefordert. Aber die Schulpflicht soll auch nach Vollendung des 18. Lebensjahres fortgesetzt werden – wenn auch unter anderen Namen.

>>Welt<<

„Junge Deutsche sollen den Staat mit ihrem Dienst nicht nur verteidigen, sondern das Gemeinwesen in diesem Dienst erst mit schaffen. Die Politik will auf einmal Charakterbildung verordnen. Der Vorschlag einer „Dienstpflicht“ für junge Leute ist der erste für ein breiteres Publikum wahrnehmbare inhaltliche Akzent der neuen CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer.“

 

>>Der Tagesspiegel<<

„Nach der Schule könnten Jugendliche mit ihrer Arbeit Staat und Allgemeinheit etwas zurückgeben.“

Die Aussage impliziert schon reichlich Zynismus: Es stellt sich die Frage, was der allseits präsente „pädagogischen Zeigefinger“ des Staates, je für Kinder und Eltern – positives – geleistet haben soll? Jedes Jahr werden Milliarden an Steuergeld, in eine ineffiziente Bildungsbürokratie umverteilt und diese wird noch damit belohnt: Das sie beständig weiter wachsen darf. Die Entscheidungsgründe hierfür: Die öffentliche Schulbildung der Kinder nimmt immer weiter ab. Die eigene Unfähigkeit muss als Grund herhalten, weiteres Geld zu fordern. Ungefähr 7,5 Millionen Menschen gelten als funktionale Analphabeten. Das bedeutet: Diese Menschen können längere Texte nicht richtig verstehen. Obgleich die allgemeine Schulpflicht bereits im Jahr 1938 eingeführt wurde. In all dieser Zeit, wurden die Familien systematisch entrechtet und steuerlich schlechter gestellt, mit dem Ergebnis: Das breite Schichten der Bevölkerung immer ungebildeter wurden. Als die deutschen Lande, noch aus gefühlt zahllosen kleinen Staaten bestanden, gab es keine allgemeine Schulpflicht.

>>Wir schaffen das – alleine! von Andreas Marquart & Philipp Bagus (Buch)<<

„Deutschlands größter Dichter Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832) zog ebenfalls eine Verbindung zwischen kultureller Blüte und politischem Wettbewerb:

Wodurch ist Deutschland groß, als durch eine bewundernswürdige Volkskultur, die alle Teile des Reichs gleichmäßig durchdrungen hat. Sind es aber nicht die einzelnen Fürstensitze, von denen sie ausgeht und welche ihre Träger und Pfleger sind? – Gesetzt, wir hätten in Deutschland seit Jahrhunderten nur die beiden Residenzstädte Wien und Berlin, oder gar nur eine, da möchte ich doch sehen, wie es um die deutsche Kultur stände? Ja, auch um einen überall verbreiteten Wohlstand, der mit der Kultur Hand in Hand geht! Deutschland hat über zwanzig im ganzen Reich verteilte Universitäten und über hundert ebenso verbreitete öffentliche Bibliotheken. An Kunstsammlungen und Sammlungen von Gegenständen aller Naturreiche gleichfalls eine große Zahl, denn jeder Fürst hat dafür gesorgt, dergleichen Schönes und Gutes in seine Nähe heranzuziehen. Gymnasien und Schulen für Technik und Industrie sind im Überfluss da. Ja, es ist kaum ein deutsches Dorf, das nicht seine Schule hätte. Wie steht es aber um diesen letzten Punkt in Frankreich?

In Deutschland war nicht alles in der Hauptstadt eines Großstaates konzentriert wie in Frankreich oder östlichen Riesenreichen. Die vielen unabhängigen politischen Einheiten in Deutschland – als Goethe diese Worte äußerte, waren es 39 an der Zahl – befanden sich in einem intensiven Wettbewerb. Wundert es da, dass die Zeit der deutschen Kleinstaaten ebenfalls die Zeit der kulturellen Blüte war? Im 19. Jahrhundert standen die angesehensten Universitäten der Welt in Deutschland, die um die hellsten Köpfe konkurrierten. Dort revolutionierte sich das Universitätssystem und wurde zum Vorbild für die ganze Welt. Deutschland erlebt eine einmalige kulturelle Entwicklung.“

Zwar sind nach den großen Dichter Johann Wolfgang von Goethe viele Schulen benannt, er selbst besucht aber nur zwei Jahre eine Schule, ansonsten wurde er Zuhause unterrichtet.

 

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