Die Abschaltung von Mobilfunk und UKW-Radio

Screenshot smartphone2016.com

Das auf M2M- und IoT-Themen spezialisierte Institut warnt davor, dass die Netzbetreiber ab 2020 damit beginnen werden, ihre klassischen Mobilfunknetze der zweiten (2G, GPRS, EDGE) und dritten (3G, UMTS, HSPA) Generation abzuschalten.“ So die eindringliche Warnung der Computerwoche. Besonders die Flächenversorgung abgelegener Gebiete via GSM für Sprach- und SMS-Diensten – sind nach wie essentiell – für die Bevölkerung. Dabei wäre eine Abschaltung keineswegs notwendig.

>>Gollem.de<<

„Grundsätzlich seien alle Mobilfunktechnologien frequenzneutral, sagte Vodafone-Sprecher Dirk Ellenbeck Golem.de auf Anfrage. „Wir sehen einen stetigen Rückgang der Nutzung von GSM-Diensten in unserem Netz und dafür eine rasant zunehmende Verbreitung von LTE-fähigen Smartphones.“  Durch Netzmodernisierung und Einführung von Single-RAN Technologie an allen Basisstationen könne Vodafone die bislang jeweils nur für eine Mobilfunktechnologie genutzten Frequenzen flexibel nutzen. „Wir schalten also keine Dienste ab, sondern nutzen das zur Verfügung stehende Frequenzspektrum bestmöglich aus“, betonte Ellenbeck.“

Screenshot knowyourmeme.com

Neben klassischen Handy`s – die immer noch eine hohe Verbreitung haben – existieren darüber hinaus eine Reihe von Spezialanwendungen, wofür die Versorgung durch GSM Mobilfunktechnik unverzichtbar ist.

Screenshot vergleich.org

Screenshot focus.de

Unabhängig von der Tatsache das GSM-Netz stillzulegen, laufen zeitgleich Bestrebungen die UKW Radiofrequenzen abzuschalten. Der letzte Sender auf Mittelwelle hat bereits seinen Betrieb eingestellt. In regelmäßigen Abständen werden für die UKW-Abschaltung Termine genannt, die – bis jetzt – ereignislos verstreichen.

>>Teltarif.de<<

„Ein fester UKW-Abschalttermin in Deutschland scheint vorerst vom Tisch. Stattdessen wollen die Marktteilnehmer erst über einen Ausstieg aus der alten, analogen UKW-Technik sprechen, wenn gewisse Marktkriterien erfüllt sind. Die Rede ist etwa von 95 Prozent Netzabdeckung und über 50 Prozent Radionutzung über digitale Wege wie DAB+ oder Internetradio.“

 

>>Radioszene.de<<

„Wie der SPIEGEL in der aktuellen Ausgabe 37/2016 berichtet, empfiehlt der Kulturausschuss des Bundesrats, ab 2019 keine reinen UKW-Radios zum Verkauf mehr zuzulassen. Es sollen nur noch Radiogeräte, die auch mit dem neuen Digitalradio-Standard DAB+ ausgestattet sind, in den Geschäften zum Verkauf angeboten werden dürfen. Damit soll die Digitalisierung des Hörfunks und eine UKW-Abschaltung beschleunigt werden.“

Screenshot bluetoothtest.de

Ein Blick auf die bereits abgeschlossene analoge Fernsehabschaltung zeigt ein überaus beängstigendes Resultat: Das es sehr schnell gehen kann. Der Ersatz hierfür nennt sich DVB-T2 HD –  dazu gibt es in der Lausitz drei Sendestationen: Jeweils eine in Cottbus, Löbau und Görlitz – wobei Görlitz lediglich einem Kanal ausstrahlt. Praktisch existieren also nur zwei relevante Stationen. Das Angebot erstreckt sich ausschließlich auf dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk – und das auch noch mit eingeschränkter Programmauswahl. In weiten Teilen der Lausitz ist DVB-T2 HD entweder überhaupt nicht oder nur mit großen technischen Aufwand zu empfangen. Für die Nutzung des Angebots liegen keine verlässlichen Daten vor – wahrscheinlich dürfte die Reichweite verschwindend gering sein. Abgesehen von Ballungsräumen fristet DVB-T2 HD überall ein Schattendasein. Sollte die UKW-Abschaltung ähnlich verlaufen, würde es das Ende des klassischen Radios bedeuten. Im Ergebnis ist es verhältnismäßig einfach Sendestationen still zu legen: Allerdings ob und wie weit ein adäquaten Ersatz geschaffen wird – ist eine ganz andere Fragstellung. Hinzu kommt: Das alle analogen Radios unbrauchbar wären und gleiches gilt für die GSM-Abschaltung für Handys. Umrüstungen für Radios und Handys sind wenig praktikabel oder schlicht unmöglich. Auf diese Weise würde viel – technisch noch einwandfrei funktionierende – Geräte, ihren Weg als Elektroschrott antreten.

 

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Bild: nordvpn.com
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