Kohleausstieg & Lausitzer Produktionsstandort BASF Schwarzheide: Wie zukunftssicher ist der Standort wirklich?

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Ist der Lausitzer Produktionsstandort BASF Schwarzheide bedroht? Zumindest deutet nichts darauf hin. Ganz im Gegenteil: In gewohnter Regelmäßigkeit wird ein Solarpark oder eine Batterie-Anlage eingeweiht. Doch wie sieht es hinter der Schönwetterkulisse des Strukturwandels aus? Der äußere Anschein so mancher Schlagzeile kann sich als ser trügerisch herausstellen.

Hinter der Schönwetterkulisse des Strukturwandels: Wie zukunftssicher ist der Standort wirklich?

>>Wochenkurier<<

„Der Bau des Solarparks ist als Joint Venture – die »BASF enviaM Solarpark Schwarzheide GmbH« geplant. Die Initiative ist Ergebnis der Zusammenarbeit beider Partner im Zukunftsbündnis für den Strukturwandel in der Lausitz, das BASF und enviaM … gemeinsam mit anderen Unternehmen gegründet haben. … »Die chemische Industrie ist einer der energieintensivsten Industriezweige in Deutschland. Sie spielt eine Schlüsselrolle für die angestrebte Klimaneutralität.“

„Zukunftsbündnis für den Strukturwandel in der Lausitz“

Normalerweise stechen solche Solarparks durch ihre üppigen staatlichen Subventionen hervor und am Ende der Förderphase müssen diese häufig zurückgebaut werden. Dennoch kann das Unternehmen BASF Schwarzheide – mit klassischen chemischen Erzeugnissen – richtiges Geld verdienen.

„Der Lausitzer Produktionsstandort BASF Schwarzheide GmbH gehört zum führenden Chemie-Unternehmen der Welt“

>> Landkreis Oberspreewald-Lausitz<<

„Der Lausitzer Produktionsstandort BASF Schwarzheide GmbH gehört zum führenden Chemie-Unternehmen der Welt: BASF – The Chemical Company. Sein Portfolio umfasst Polyurethan-Grundprodukte und -Systeme, Pflanzenschutzmittel, Wasserbasislacke, Technische Kunststoffe, Schaumstoffe, Dispersionen und Laromer-Marken.“

Und wenn energieintensiven Unternehmen der Strom ausgeht?

Der Lausitzer Produktionsstandort BASF Schwarzheide ist durchaus konkurrenzfähig. Allerdings hängt vieles vom wichtigste „Grundstoff“ der chemischen Industrie ab: Strom. Die Chemieindustrie hat schon immer zu den eergieintensiven Unternehmen gezählt. Und hohe Strompreise können zu ernsthaften Problemen führen.

„Chemieindustrie: Energiepreise inzwischen gravierendes Kostenproblem“

>>Die Presse<<

„Chemieindustrie: Energiepreise inzwischen gravierendes Kostenproblem – Energieintensive Unternehmen leiden stark unter den gestiegenen Preisen. Eine betriebswirtschaftlich vernünftige Erzeugung von Ammoniak sei derzeit kaum möglich.“

„Eine betriebswirtschaftlich vernünftige Erzeugung von Ammoniak sei derzeit kaum möglich“

Letztendlich ist dem Unternehmen keinen Vorwurf zu machen und es muss aus betriebswirtschaftlicher Sicht die richtigen Entscheidungen treffen. Gerade wegen der hohen Strompreise findet quasi ein Rückzug auf Raten statt.

„BASF will wegen hoher Strompreise deutlich weniger in Deutschland investieren“

>>Börse Online<<

„BASF will wegen hoher Strompreise deutlich weniger in Deutschland investieren – In den vergangenen fünf Jahren sei hierzulande noch mehr als ein Drittel investiert worden. Die geringeren Investitionen dürften sich mittel- und langfristig auch auf die Zahl der Arbeitsplätze in Deutschland auswirken, … Aufgrund der zusätzlichen Belastungen wird für die europäischen Chemiekonzerne vor allem die USA wegen des deutlich billigeren Schiefergases interessanter. „

„Die geringeren Investitionen dürften sich mittel- und langfristig auch auf die Zahl der Arbeitsplätze in Deutschland auswirken“

In anderen Ländern sind die Energiepreise erheblich niedriger, womit diese Unternehmen deutlich rentabler arbeiten können. Überspitzt: Der Kohleausstieg läuft am Ende auch auf einen Ausstieg aus der chemischen Industrie hinaus.