Komplett-Überwachung auf Ihrer Reise – Big Brother: So „gläsern“ sind Sie im Urlaub!

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Es ist schon erstaunlich, wie wir alle (vor allem aber die Jugend) im Smartphone-Fieber dazu erzogen werden, (fast) alle Daten von uns preiszugeben. Führt man sich beispielsweise nur die sogenannte „Touch ID“ vor Augen, müsste man eigentlich mit dem Kopf schütteln. Denn damit geben die Handy-User nichts anderes als ihre Fingerabdrücke preis!

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Von Guido Grandt

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So haben es die Softwareentwickler tatsächlich geschafft, mehr Prints zu speichern, als alle Sicherheitsbehörden der Welt zusammen. Völlig kostenlos. Völlig legal.

Was für ein Wahnsinn!

Von wegen Verschwörungstheorie

Doch auch bei einer herkömmlichen Urlaubs- oder Geschäftsreise lauert die Gefahr, vollkommen „gläsern“ zu sein. Bis hin zu Ihrem Zielort.

Nein, das ist keine krude Verschwörungstheorie und stammt auch nicht aus einem Science Fiction-Film, sondern ist längst bittere Wahrheit: Sobald Sie anfangen Ihre Reise zu planen, geschweige denn, wenn Sie diese antreten, werden Sie ein Opfer von „Big Brother“.

Schon bei der Reiseplanung werden Sie „Big-Brother“-Opfer

Wie das denn, werden Sie jetzt vielleicht fragen? Ganz einfach: Wie die meisten Menschen heutzutage recherchieren wahrscheinlich auch Sie hinsichtlich Ihrer Reise (etwa Urlaubszeit, Preis, Verfügbarkeit) online.

Dagegen ist natürlich nichts einzuwenden. Was dabei jedoch vergessen wird oder zumindest in den Hintergrund gerät: Dabei werden Ihre gesamten Recherchen beim Betreiber des Suchsystems (z.B. Google) gespeichert. Dazu gehören alle Daten, die Sie für eine Buchung angeben müssen sowie die endgültigen Flug- und Hotelbuchungen. Wenn Sie also die Reise online buchen, geben Sie natürlich auch Ihre kompletten Zahlungsdaten an.

Doch das ist noch längst nicht alles. Sogar in Ihrem Urlaub hinterlassen Sie, ohne, dass Sie sich darüber normalerweise den geringsten Kopf machen, eine noch viel größere Datenspur!

Nachfolgend einige Beispiele dafür.

Datenspur an Ihrem Urlaubsziel

Checken sie in einem ausländischen Hotel ein, wird zumeist Ihr Reisepass verlangt, um die Daten zu speichern. Zumeist auch dann, wenn die örtlichen Behörden das gar nicht verlangen. Außerdem wird an der Rezeption hinterlegt, ob Sie Raucher oder Nichtraucher sind.

Oft wird auch ein Bonusplan der Hotelkette angeboten, den Sie nutzen können. Auch das, nicht ohne persönliche Daten abzugeben, die eventuell noch mit Infos zu Ihrer Kreditkarte (mit der Sie selbstverständlich überall im Hotel zahlen können) und auf dem Magnetstreifen Ihres Zimmerschlüssels gespeichert werden. Alles was Sie essen und trinken wird somit festgehalten.

Sobald Sie in der Hotelhalle sind, im Fahrstuhl und auf dem Gang zu den Zimmern, wird jeder einzelne Ihrer Schritte von Überwachungskameras beobachtet. Wenn Sie Ihre Zimmertür öffnen – und das während Ihres gesamten Aufenthalts – wird dieser Vorgang jedes Mal mit Datum und Uhrzeit im zentralen Schlüsselsystem gespeichert.

Führen Sie sich all das einmal wirklich plastisch vor Augen, dann wird Ihnen vielleicht zum ersten Mal richtig bewusst, wie Sie während Ihrer Reise (ob Urlaubs- oder Geschäftsreise) komplett überwacht werden. Damit sind Sie wahrlich „gläsern!“

 

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