Lausitzer Geschichte – Jonsdorfer Mühlsteine: „Vom Abspalten in der Felswand bis zum fertigen Versand“

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Im Zittauer Gerbirge wurde einst Sandstein kommerziell abgebaut. Dieser recht feste Sandstein hat sich besonders für die Herstellung von Mühlsteinen bewährt. Die Jonsdorfer Mühlsteine waren damals sehr nachgefragt und wurden sogar ins Ausland exportiert. Heutzutage steht es als Schaubergwerk zur Besichtigung offen.

„Lässt sich die Arbeit der Steinbrecher am besten nachvollziehen“

>>Jonsdorf.de<<

„In diesem Steinbruch lässt sich die Arbeit der Steinbrecher am besten nachvollziehen. Im Inneren des Steinbruches befindet sich seit 2002 ein Schaubergwerk, das vom Jonsdorfer Gebirgsverein 1880 e.V. betreut wird. Neben Arbeitstechniken aus der damaligen Zeit, sieht man die Produkte sowie Hilfs- und Transportmittel.“

„Im Inneren des Steinbruches befindet sich seit 2002 ein Schaubergwerk“

Allerdings kann heute nur ein Auszug aus der Geschichte den interessierten Besucher gezeigt werden, da der Sandsteinabbau rund 350 Jahre vonstatten ging. Denn bereits im Jahre 1560 wurde die besondere Qualität des Steins festgestellt.

„Die besondere Brauchbarkeit des Jonsdorfer Sandsteins für Mühlsteine“

>>Jonsdorfer Gebirgsverein 1880<<

„1560 entdeckten der Ortsrichter Hieronimus Richter und seine beiden Söhne die besondere Brauchbarkeit des Jonsdorfer Sandsteins für Mühlsteine. Erst 1580 begann der Abbau und die Herstellung von Mühlsteinen. Über 350 Jahre wurde der Sandstein für die Fertigung von Mühlsteinen gebrochen. Zeitweilig wurden bis zu 90 Arbeiter im Steinbruch beschäftigt. Jonsdorfer Mühlsteine wurden bis nach Russland und England exportiert. Es wurden komplette und sofort einsetzbare Mühlsteine, vom Abspalten in der Felswand bis zum fertigen Versand, hergestellt. Im Jahre 1918 wurde die Produktion von Mühlsteinen eingestellt.“

Jonsdorfer Mühlsteine: „Vom Abspalten in der Felswand bis zum fertigen Versand“

Der Steinbruch wurde nach der Wiedervereinigung saniert und für interessierte Besucher erschlossen. Seit dem Jahr 2002 kann der Steinbruch „Schwarzes Loch“ – in begleiteter Führungbesichtigt werden.

 

–W E R Β U Ν G–

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