Lausitzer Geschichte – Sorben: Sollten überall zweisprachige Schilder angebracht sein?

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Viele Orte in der Lausitz weisen eine zweisprachige Beschilderung auf: Denn im Sorbischen Siedlungsgebiet müssen alle Schilder zweisprachig sein: Doch über die genauen Grenzen des Sorbischen Siedlungsgebietes wird schon seit dem Zeiten von Arnošt Muka im 19. Jahrhundert gerungen. Allerdings bildet die zweisprachigen Schilder in Wirklichkeit viel mehr ab.

Deutsch-Sorbischen Beschilderungen: „Was echte Lausitzerinnen und Lausitzer längst wissen“

>>Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus<<

„Was echte Lausitzerinnen und Lausitzer längst wissen, versetzt Ortsunkundige in Staunen oder sogar Verwunderung. … Die Lausitz ist das Siedlungsgebiet des sorbischen Volkes. Nur hier ist die sorbische Sprache heute noch lebendig und prägt den Alltag in der Lausitz: Ein Zeichen dafür sind unter anderem die deutsch-sorbischen Beschilderungen der Straßen, Plätze und der öffentlichen Einrichtungen. Diese Zweisprachigkeit verleiht der Region einen echt besonderen Charakter.“

„Sorbische Sprache heute noch lebendig und prägt den Alltag in der Lausitz“

Jedoch nicht in der gesamte Lausitz ist eine zweisprachige Beschilderungen anzutreffen: Das hat schon häufig zu langen Debatten geführt. Denn über die Grenzen des Sorbischen Siedlungsgebietes wird schon seit dem 19. Jahrhundert gerungen. Dabei gehört die Zweisprachigkeit zur Geschichte der Lausitz dazu.

Lausitz: „Es ist die eigene Geschichte, die der eigenen Vorfahren“

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„Es ist die eigene Geschichte, die der eigenen Vorfahren. … Und so seien etwa in der Niederschlesischen Oberlausitz zweisprachige Ortsschilder um die Hohe Dubrau auch als ein Stachel zu betrachten etwas zu tun. Es ist eine Option.“ Oder gar eine Option, in einst sorbischen Orten wie Buchholz, Tetta, Sproitz oder See die Frage zu stellen, ob man sich auch dort zweisprachige Schilder vorstellen könne.“

Deutsch-Sorbischen Beschilderungen: „Als ein Stachel zu betrachten etwas zu tun“

Zwar mag es Differenzen über die Grenzen des Sorbischen Siedlungsgebietes geben, aber dennoch findet Einigkeit über die Tatsache statt: Die gesamte Lausitz geht auf Sorbischen Ursprung zurück. Schon alleine um der eignen Geschichte zu gedenken: Deshalb sollten überall zweisprachige Schilder angebracht sein.