Die Hindernisse beim Bekenntnis zum Sorbischen Siedlungsgebiet

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Abgesehen davon ist im wesentlichen das ganze heutige Ostdeutschland und einige angrenzende Gebiete wie das niedersächsische Wendland einst slawisch besiedelt gewesen.“ Diese Feststellung stammt von der Universität Potsdam. Das heutige Sorbische Siedlungsgebiet, stellt somit nur das klägliche Überbleibsel, der heutigen Minderheit da. Viele Gemeinden und Städte schrecken aber aus finanziellen Gründen davor zurück, offiziell zum Sorbischen Siedlungsgebiet dazu zugehören.

>>Sorben.org<<

„Die Sorben sind ein westslawisches Volk in der Lausitz. Nach der Sprache unterscheidet man Obersorben und Niedersorben (auch Wenden genannt). Die kulturellen Zentren sind Bautzen bzw. Cottbus. … Von dem kulturellen Reichtum zeugen u.a. die Stadte- und Ortsnamen in der Region. Zum Beispiel ist Dresden, der Name der Landeshauptstadt von Sachsen, vom altsorbischen Wort Dreždany ( Sumpf- oder Auwaldbewohner ) abgeleitet. Seit dem die Sorben im 10. Jahrhundert ihre Eigenständigkeit verloren haben, wurden sie mehr und mehr unterdrückt. Durch die wachsende Dominanz der deutschen Kultur und Sprache führte und führt immer mehr zum Verlust der Sorbischen Sprache und Kultur.“

 

>>Sorbe.de<<

„Die Hauptorte der Nieder- und Oberlausitz sind eng mit der sorbischen Geschichte und Kultur verbunden. Die einzige Großstadt der Lausitz, Cottbus, ist politisches und kulturelles Zentrum der Sorben in der Niederlausitz, in Senftenberg ist Niederlausitzer Mundart zu hören, die „Rosenstadt“ Forst trugen im 16. Jahrhundert vier der sieben Bürgermeister sorbische Namen. Die Stadt Lübben im Spreewald wurde als „Ort der Vielfalt“ ausgezeichnet und war Heimatstadt des Theologen und Sprachwissenschaftlers Jan Bjedrich Fryco, der 1796 das Alte Testament ins Niedersorbische übersetzte. In der „Perle der Lausitz“, in Guben, ist das Deutsch-Slawisches Kulturzentrum zu finden. Anstelle eines alten slawischen Burgwalls wurde 1250 die sorbische dörfliche Siedlung Luckau erbaut, die ab 1492 sogar Hauptstadt des Markgrafentums Niederlausitz war. In der Oberlausitz sind vor allem die Sechsstädtebundorte bedeutend. Bautzen gilt als sorbisches Kultur- und Verwaltungszentrum, Görlitz ist die östlichste Stadt Deutschlands, die größte Stadt der Oberlausitz und Geburtsstadt des im Jahr 1953 gegründeten „Sorbischen Rundfunkstudios“. Zwischen Bautzen, der Lessingstadt Kamenz und Hoyerswerda, wo auf dem Platz vor dem Rathaus der Sorbenbrunnen von Jürgen von Woyski zu bewundern ist, erstreckt sich das Gebiet der katholischen Sorben. In Löbau ist das „Oberlausitzer Sechsstädtebund- und Handwerksmuseum“ zu finden. Zittau sollte nach Ende des Zweiten Weltkrieges an die Tschechische Republik angegliedert werden, blieb Deutschland aber erhalten, während Lauban heute zum polnischen Niederschlesien gehört. Außer den erwähnten „Königsstädten“ zählen vor allem Hoyerswerda, Bischofswerda und Weißwasser zu den einwohnerreichsten Städten der Oberlausitz, in denen Sprache, Sitten und Bräuche der Sorben erhalten geblieben sind.“

 

>>Lausitzer Rundschau<<

„Der Sorbenrat im Potsdamer Landtag will sich dafür einsetzen, dass mehr Orte offiziell zum sorbischen/wendischen Siedlungsgebiet in Südbrandenburg gezählt werden.“

Grundsätzlich stehen die Kommunen und Städte durchaus solchen Vorschlägen offen gegenüber: Allerdings werden sie mit den dazugehörigen Kosten weitestgehend alleine gelassen. Denn alle amtlichen Schreiben, müssen fortan zweisprachig erscheinen und weder Land, noch Bund sind bereit, die erforderlichen Kosten dafür zu tragen, obwohl sie für die entstanden bürokratischen Außenstände verantwortlich sind.

 

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