Lausitzer Kriminalität: „Generation Altersarmut“ – Warum immer mehr Rentner mit illegalen Drogen handeln?

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Die steigende Altersarmut läutet ein Konjunkturprogramm für die illegale Drogenszene ein. – Hört sich wie ein schlechter Scherz an? Ist es aber keinesfalls. Armut und Kriminalität kommen meist gemeinsam vor. Da nun immer mehr Rentner von Altersarmut betroffen sind, können die logischen Konsequenzen immer schlechter ausgeblendet werden.

„Altersarmut bedroht immer mehr Menschen in Deutschland“

>>Wissen.de<<

„Generation Altersarmut – Altersarmut bedroht immer mehr Menschen in Deutschland: Schon heute haben Rentner deutlich weniger Geld zur Verfügung als noch vor zehn Jahren. Immer häufiger werden Ruheständler zu Minijobbern. Trotzdem sind immer mehr Alte auf staatliche Unterstützung angewiesen, weil ihre Rente einfach nicht reicht. Und in keiner anderen Bevölkerungsgruppe steigt das Armutsrisiko stärker als bei den Alten.“

„Immer häufiger werden Ruheständler zu Minijobbern“

Rentner: In keiner anderen Gruppe nimmt das Armutsrisiko derart zu. Selbstverständlich legt die Bundesregierung allen Rentner – auch im Ruhestand – weiter arbeiten zu gehen nahe. Dummerweise ist es mit Arbeitsplätzen so eine Sache und nicht alle Rentner können – aus gesundheitlichen Gründen – noch arbeiten gehen. Zu allen Überfluss schränken die strikten Hinzuverdienstgrenzen jede Form der legalen Arbeit ein. Die Rahmenbedingungen sehen also wenig rosig aus. Und was bleibt am Ende übrig?

„Rentner wegen Drogenhandels verurteilt“

>>Neue Osnabrücker Zeitung<<

„Rentner wegen Drogenhandels verurteilt – Keine rosigen Aussichten für einen 68-jährigen Mann aus Westerkappeln: Er wird seinen Lebensabend mit großer Wahrscheinlichkeit hinter Gittern verbringen. … Der Staatsanwalt hatte als Strafmaß viereinhalb Jahre beantragt, der Verteidiger auf vier Jahre plädiert. Er gab zu bedenken, dass sein Mandant sein ganzes Leben hart gearbeitet habe … „

„Er wird seinen Lebensabend mit großer Wahrscheinlichkeit hinter Gittern verbringen“

Er mag ja das ganze Leben hart gearbeitet haben, aber die Rentenhöhe wird nach ganz anderen Kriterien gemessen. Längst ist es kein Einzelfall: Jede Menge an Rentnern müssen sich vor Gericht ganz ähnlichen Vorwürfen stellen.

„Ein Rentner aus Hoyerswerda soll mit Drogen gehandelt haben“

>>Radio Lausitz<<

„Ein Rentner aus Hoyerswerda soll mit Drogen gehandelt haben. Der 71-Jährige muss sich heute vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm fast 40 Fälle vor.“

„Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat Anklage gegen einen 71-jährigen Rentner wegen Drogenhandels“

>>Aachener Zeitung<<

„Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat Anklage gegen einen 71-jährigen Rentner wegen Drogenhandels in großem Stil erhoben.“

Drogenhandel: Wie groß muss die finanzielle Not von Rentnern sein?

Nicht nur die Pressemeldungen hören sich verblüffend ähnlich an, sondern auch die Urteile sind kaum voneinander zu unterscheiden: Daraus geht hervor, die „Erlöse“ aus der kriminellen Aktivität sind aber äußerst bescheiden. Kurzum: Die finanzielle Not fällt also wirklich groß aus.