Lausitzer Scharfrichterhaus – Wenn man leibhaftig vorm literarischen Schauplatz der Krabat-Sage steht

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Das >>Lausitzer Scharfrichterhaus<< kann auf eine blutige Geschichte blicken. Das Umgebindehaus ist durchaus real, aber es ist mit zahlreichen lokalen Sagen und Legenden verwoben. Wo also sollen genau die Grenzen zwischen Mythen und gesicherten Fakten verlaufen. Auf alle Fälle kann die Bedeutung des Gebäudes für die Region nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Lausitzer Scharfrichterhaus: „Die blutige Geschichte des Scharfrichterhauses in Lissahora (Lausitz) ist längst Vergangenheit“

>>Tag 24<<

„Scharfrichterhaus in Lisahora – Die blutige Geschichte des Scharfrichterhauses in Lissahora (Lausitz) ist längst Vergangenheit – und erhält jetzt eine neue Zukunft.“

Lausitzer Scharfrichterhaus – Über Generation als Wohnsitz für Scharfrichter gedient

Das Umgebindehaus hat sicherlich schon bessere Zeiten gesehen. Wenngleich es sich um ein sehr altes Gebäude handelt: Denn die Anfänge lassen sich bis ins 18. Jahrhundert zurückverfolgen und es hat über Generation als Wohnsitz für Scharfrichter gedient.

„Der Ursprung des Gebäudes lässt sich bis auf den Beginn des 18. Jahrhunderts zurückdatieren“

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„Der Ursprung des Gebäudes lässt sich bis auf den Beginn des 18. Jahrhunderts zurückdatieren. Das Haus diente als Wohnsitz des Scharf- und Nachrichters. Der erste nachweisbare dieser Amtsträger war Hans Friedrich Kühne. Einer seiner Nachfolger, Scharfrichter Bundermann aus Lissahora, taucht in der Krabat-Sage von 1903 auf. Dieser Umstand wiederum verleiht dem Gebäude bis heute einen Hauch regionaler Bedeutsamkeit.“

„Scharfrichter Bundermann aus Lissahora, taucht in der Krabat-Sage von 1903 auf“

Hintergrund: Die Krabat-Sage wurde mehrfach literarisch – in neuerer Zeit per Film – aufgegriffen und teilweise sehr verändert. Es wurden daher auch reale Begebenheiten, Gebäude und Orte mit in die Sage eingeflochten. Wie auch immer. Auf alle Fälle hat das Haus nachweislich über mehrere Generationen verschiedenen Scharfrichtern als Unterkunft gedient.

„Hans Friedrich Kühne soll der erste nachweisbare Scharfrichter in Neschwitz und Lissahora gewesen sein“

>>LW Medien<<

„Hans Friedrich Kühne soll der erste nachweisbare Scharfrichter in Neschwitz und Lissahora gewesen sein. Zusätzlich war er als Abdecker für die Beseitigung von Tierkadavern zuständig und musste die Gruben auf Schloss Neschwitz leeren. Der in der Sage genannte Scharfrichter Bundermann soll Anfang des 18. Jahrhunderts seine Arbeit in Lissahora verrichtet haben. Die Schreibweisen von Familiennamen hatten sich im 18. Jahrhundert noch nicht gefestigt, und wir nehmen an, dass der richtige Name Undermann oder Untermann war.“

Lausitzer Scharfrichter: Zusätzlich war er als Abdecker für die Beseitigung von Tierkadavern zuständig“

Das Lausitzer Scharfrichterhaus hat als „historischer Zeitzeuge“ die Zeiten überdauert. Natürlich hat es auch einem gewissen Reiz, wenn man leibhaftig vorm literarischen Schauplatz der Krabat-Sage steht.