Öffentlicher Rundfunk: Warum mündige Bürger wie kleine Kinder behandelt werden

Screenshot facebook.com

Anja Reschke – dürfte eine der mit Abstand verhasstesten Figuren im staatlichen Rundfunk sein. Als Moderatorin hält sie mit ihrer privaten Meinung selten hindern Berg. Diese sei ja für sie so wichtig, dass sie diese regelmäßig der breiten Öffentlichkeit verkünden muss – selbstverständlich bezahlt von Gebührengeldern. Was danach regelmäßig folgt, bringt eigentlich so nur Reschke zustande. Ihre Aussagen gehen viral und erzürnen Tausende von Menschen. Darüber echauffiert sie sich wiederum regelmäßig und versteht dann die Welt nicht mehr. – Oder genauer gesagt ihre „Welt“ .

Anja Reschke dürfte eine die mit Abstand verhasstesten Figuren im staatlichen Rundfunk sein

Was ist damit gemeint? Die Welt vieler Journalisten ist klein und überschaubar. Bedeutet: Man trifft sich und kennt sich untereinander. Das Vorwort zu Ihren Buch – mit den viel sagenden – Titel – „Haltung zeigen!“ spricht in diesen Zusammenhang für sich selbst. Das Ausrufezeichen im Titel hat sich Reschke selbst ausgedacht und niemand besser verdeutlicht die „Haltung“ (mit Ausrufezeichen) als Class Relotius: Der schrieb nämlich das Vorwort. Jener Autor, der frei erfundene Geschichten wie am Fließband produzierte und quasi als Inbegriff der Lügenpresse gilt, kennt (oder kannte?) die Moderatorin offenkundig recht gut.

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„Nicht zuletzt sind es aber Mütter und Väter, die ihren Kindern im Alltag Haltung vorleben und sie von ihnen auch einfordern. Oder wie Anja Reschke in ihrem Buch schreibt: es kommt auf die Gesellschaft an, die Haltung zeigen muss. «Die Gesellschaft, das sind wir. Jeder Einzelne von uns.»

In Reschkes Leben dreht sich viel „Haltung“

In Reschkes Leben dreht sich viel um „Haltung“ in Ihren Buch liefert sie dazu ja auch zahlreiche Beispiele ab. Wie beispielsweise das Militär, wo ebenfalls Haltung erforderlich ist. Aber Militär braucht klare Kommandostrukturen und somit hinkt der Vergleich mit Journalismus. Ziel von Journalismus ist es vielmehr Dinge zu hinterfragen und zu kritisieren, gegebenfalls sich mal unbeliebt zu machen. Blinder Gehorsam gehört gewiss nicht dazu. Genauso wie das Beispiel mit Kindern: Es macht einen signifikanten Unterschied, ob man mit Soldaten, Kindern oder verantwortungsbewussten Bürgern redet. Und genau diese Dinge wird eine Frau Anja Reschke in ihren Leben wohl niemals kapieren. Bürger wie kleine Kinder zu behandeln, sind Verhaltensweise die nicht nur unangebracht sind, sondern die sich aus der Sache heraus verbieten: Es stellt eine Herabwürdigung und Verächtlichmachung des Publikums da.

Missachtung des Publikums: Bürger wie kleine Kinder behandeln

Zugleich treibt das Innenleben des Reschke-Haltungs-Algorithmus sonderbare Stilblüten. In einen Interview stellt sie sogar die Behauptung eines „Erziehungsauftrages“ des Öffentlichen-Rundfunks auf. Nicht nur gestandene Juristen dürften sich verwundert die Augen reiben, aber „Haltung“ zählt bei Reschke offenbar mehr als Fakten. Die Sendung hat sogar noch den bezeichnenden Titel „Haltung zeigen!“ – Ganz wichtig mit Ausrufezeichen. Aber eigentlich sagt ihre Körpersprache und Ausdrucksweise in der Sendung mehr, als die gesagten Worte. Normalerweise ließt sie Ihre vorher einstudierten Texte von Telepromter ab, sollte eine Aufnahme nicht gelungen sein, dann Schnitt und alles auf Anfang. In dieser Runde gab es keinen Telepromter und die Fragen waren wohl nicht gut genug abgesprochen – oder wie auch immer. Jedenfalls Reschke wippt nervös auf Ihren Stuhl hin und her, ringt um Formulierungen und liefert ein Trauerspiel sondergleichen ab. Und das als Moderatorin!  – Ausrufezeichen sind Frau Reschke ganz wichtig. Sie ist ja keineswegs irgendeine Kabelträgerin, sondern gewissermaßen das Aushängeschild des Staatsfunks. Natürlich kratzen solche Auftritte am Selbstbild der Moderatorin und der Spott hinter ihren Rücken im Sender dürfte gewiss sein.

Ohne Ablesen von Telepromter und Einstudierten von Text: So kommt eine Moderatorin arg in Erklärungsnot

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„Der Unterschied ist ja: Spiegel und SZ bezahle ich, wenn ich möchte, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk bezahle ich, weil ich es muss.

Reschke: Das ist ja richtig. Aber diese Betrachtung „der muss ganz wenig verdienen, weil er bei den Öffentlich-Rechtlichen arbeitet“… – der Intendant führt immerhin einen Laden mit 3000 Mitarbeitern. Was soll der denn kriegen? Was wäre denn angemessen, gerecht? Ich vermute, es wäre, wenn es nach den Kritikern ginge, nie gering genug.“

Öffentlicher Rundfunk: Organisierte Verantwortungslosigkeit zu Spitzenverdiensten

Die Antwort belegt vielmehr, dass die Moderatorin die Frage überhaupt nicht verstanden hat. Gerechterweise muss allerdings gesagt sein, dass auch andere Vertreter des Staatsfunks und diverse Politiker sich ähnlich äußern. Die Realwirtschaft ist keinesfalls mit den Öffentlichen Sektor vergleichbar: Jeder kleine Unternehmer, steht für seinen Betrieb gerade, sollte etwas schief gehen, gibt es das Unternehmen schlicht nicht mehr. Daher sind viele hohe Gehälter häufig auch gerechtfertigt. Hingegen der ganze Öffentliche Sektor, zeichnet sich durch eine organisierte Verantwortungslosigkeit aus. Sollte tatsächlich etwas fundamental schief laufen, ist gewöhnlich niemand verantwortlich, und es werden kurzerhand die Gebühren, Abgaben oder Steuern erhöht. Ein Intendant des Öffentlichen-Rundfunks, kann maximal politisch in Ungnade fallen und wird dann mit pompösen Feierlichkeiten in den gut bezahlten Ruhestand verabschiedet. Selbst der Mindestlohn wäre hier eigentlich schon zu hoch: Denn jede ungelernte Helfertätigkeit verlangt heutzutage mehr Verantwortung ab. Welche Narrenfreiheit der Staatsfunk genießt, beweist Reschke in ihren gefühlt unzähligen peinlichen Auftritten immer wieder auf das Neue selbst. Auf ihren Twitter-Kanal ist regelmäßig zu lesen, dass sie eine Aussage zurückzieht oder erneut mal wieder „falsch“ verstanden wurde. Schuld sei ja sowieso nur das dumme Publikum.

 

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