Vakuum-Tiefziehen-Thermoformen: In jeder Form und Stückzahl

Screenshot mayku.me

Neben 3D-Druchverfahren gibt es auch Vakuum-Tiefziehen-Verfahren, um vorzugsweise Kunstgegenstände herzustellen. Neben großen Industrieanlagen existieren mittlerweile auch kleinere Geräte, um Gegenstände in geringerer Stückzahl und Größe anzufertigen.

>>Dr. Karl Gert Fischer<<

„Unter Vakuum-Tiefziehen, auch Thermoformen, Thermoforming oder Vakuumformen genannt, versteht man das Umformen von thermoplastischen Kunststoffen. Ausgangsstoff ist eine Kunststoffplatte, die bis zum Erweichungsbereich erwärmt wird. Mit Hilfe von Unterdruck (Vakuum) wird der Kunststoff über ein Thermoformwerkzeug gezogen. Die Kunststoffplatte schmiegt sich dem Thermoformwerkzeug an und bildet dabei die Werkzeugkontur ab. Danach wird das Kunststoffteil durch die Werkzeugtemperierung und das Gebläse auf eine Temperatur abgekühlt, bei der der Kunststoff formstabil bleibt. Anschließend wird das fertige Kunststoffteil entformt. Die Wandstärke des tiefgezogenen Kunststoffteils unterscheidet sich von der Wandstärke des Ausgangsmaterials. Typischerweise kommen beim Tiefziehen Kunststoffplatten mit einer Stärke zwischen 1–10 mm zum Einsatz.“

 

>>HiTherma<<

„Beim Tiefziehen von Kunststoffen, auch Thermoformen oder Vakuumformen genannt, werden Thermoplaste zunächst erwärmt und dann per Vakuum in eine Form gezogen. Bei positiv gezogenen Teilen bildet die werkzeugabgewandte Seite die Sichtseite und die Innenseite ist maßlich definiert. Bei negativ gezogenen Teilen bildet dagegen die Werkzeugseite die Sichtseite und die Außenseite ist maßlich definiert. … Nach dem Abkühlen hält das Material die gegebene Form, wird entformt und kann weiter verarbeitet werden, zum Beispiel mit einer unserer hochpräzisen CNC-Fräsmaschinen.“

 

>>Elektor<<

„Diese rein analoge Technik bietet für das Anfertigen von Gehäuseteilen etc. durchaus Vorteile gegenüber einem 3D-Drucker. Die FormBox benötigt zusätzlich noch einen Haushaltsstaubsauger zur Erzeugung des Unterdrucks. 3D-Drucker sind nicht nur bei der Prototypen-Herstellung, sondern mittlerweile auch bei Makern und allerlei Selberbauern sehr beliebt. Das Handling eines 3D-Druckers allerdings ist kompliziert und gerade bei Formen jenseits der Winzigkeit ziemlich langsam. Die FormBox von Mayku verwendet in vielfach erprobter Weise einen Unterdruck, um eine erwärmte und damit weich gemachte Kunststoffplatte an die Oberfläche eines physischen Modells zu ziehen. Die Abkühlung und Härtung geht dabei recht schnell, so dass innerhalb weniger Minuten präzise 3D-Objekte und Formen erstellt werden können.“

 

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