Patch-Management: „Unternehmen vor Cyberkriminalität schützen“

Screenshot indianexpress.com

Angriffe auf Rechnern nehmen beständig zu. Grund: Immer mehr Computer hängen am Internet und die Möglichkeiten durch Daten-Manipulation oder -Diebstahl Geld zu machen, nehmen im selben Umfang zu. Dadurch werden Fragen nach der IT-Sicherheit – insbesondere für Unternehmen – immer wichtiger.

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„Cyberkriminalität ist ein Thema, das in den vergangenen Jahren zu einer ernsthaften und vieldiskutierten Bedrohung herangewachsen ist. Nicht nur große Konzerne, öffentliche Einrichtungen und Regierungen haben mit dem Problem von Ransomware und anderer Malware zu kämpfen, auch bei mittleren und kleinen Unternehmen müssen effiziente Lösungen her, um sich vor potenziell massivem Schaden zu schützen. Denn ein infizierter Rechner innerhalb eines Netzwerkes kommt selten allein, stattdessen kann ohne erfolgreiche Gegenmaßnahmen ein ganzes Firmennetzwerk lahmgelegt werden. Um das rückgängig zu machen, müssen Firmen tief in die Tasche greifen und nicht selten Lösegeld bezahlen. Weltweit gingen allein im vorigen Jahr die durch Ransomware verursachten Schäden in die Milliardenhöhe. Ransomware ist eine Form der Malware und stellt eine zunehmende Bedrohung für die digitalisierte Welt dar. Ransom ist das englische Wort für Lösegeld und genau das ist es, was Cyberkriminelle verlangen, um den Zugriff auf den gekaperten Rechner wieder zu ermöglichen. Aufgrund der Nutzung von Kryptowährungen sind die Geldtransfers schwer nachvollziehbar und dem kriminellen Treiben erst recht Tür und Tor geöffnet. Ransomware kann auf verschiedenen Wege auf den Rechner und damit ins Netzwerk gelangen. Nicht vertrauenswürdige Webseiten sind ebenso Risikofaktoren wie das Öffnen dubioser E-Mail-Anhänge. Die Gefahr lauert darüber hinaus jedoch auch in sogenannten Exploit Kits. Sie verstecken sich auf Webseiten oder infizierten Werbeanzeigen und lauern mitunter sogar in von Unternehmen genutzten Cloud-Services. Die Exploit Kits suchen auf dem Rechner gezielt nach Schwachstellen in Programmen, vor allem Sicherheitslücken in weit verbreiteter Software wie etwa Microsoft Office Programmen, die eine große Marktabdeckung haben. Sie machen sensible Daten ausfindig und kommunizieren diese via Internet, verschlüsseln sie auf der Festplatte und blockieren ganze Systeme mit dem Ziel, den Nutzer und ein Unternehmen zu schädigen und ein Lösegeld für die Freigabe seiner Daten zu kassieren. Man stelle sich vor, der Zugriff auf alle wichtigen Dateien, Bilder und Dokumente ist plötzlich nicht mehr möglich. Das ist bereits auf privaten Rechner äußerst ärgerlich und so mancher würde eine Menge Geld bezahlen, um wieder an seine Daten zu kommen. In noch viel größerem Umfang betrifft das Unternehmen. Nicht nur, dass Kriminelle mittels Malware Zugang zu sensiblen firmeninternen oder Kundendaten bekommen könnten: Verschlüsselungen führen dazu, dass der ganze Betrieb stillstehen kann und auf diese Weise erheblicher finanzieller Schaden entsteht. Es gibt eine Reihe Möglichkeiten, sich vor Ransomware zu schützen. Dazu gehören die generell zu beachtenden Vorsichtsmaßnahmen beim Öffnen von E-Mail-Anhängen und Links sowie die Verwendung aktueller Antiviren-Software. Doch das alleine reicht nicht aus. Im Idealfall sollte nur solche Software verwendet werden, die tatsächlich für die Arbeit notwendig ist, alle weiteren Programme sind im Firmennetzwerk am besten gar nicht in Gebrauch. Regelmäßige Datensicherungen sollten darüber hinaus ohnehin eine Selbstverständlichkeit sein. Doch selbst wenn Sie eine gute Sicherheitssoftware verwenden, können Exploit-Kits unbemerkt Schwachstellen im System ausfindig machen und für sich nutzen. Die einzige Möglichkeit, sich davor zu schützen, sind regelmäßige Patches für die verwendeten Software-Produkte und ein effizientes Patch-Monitoring sowie deren effiziente Verwaltung. Das Patch-Management kann sich allerdings zu einer Mammutaufgabe auswachsen und ein Unternehmen personell erheblich belasten. Damit sich die IT-Experten im Unternehmen tatsächlich mit dem eigentlichen Business befassen können, gibt es daher leistungsfähige Software-Lösungen, die das Patch-Management übernehmen. Patch Management Software für Unternehmen bietet umfassende Lösungen, Patches auf allen Workstations, Servern und verschiedenen Betriebssystemen zu verwalten und aktuell zu halten. Dabei wird auf verschiedenen Ebenen für Schutz gesorgt: beim Aufspüren von Sicherheitslücken, bei der Verwaltung notwendiger Patches und bei der automatisierten Ausführung von Patches im gesamten Firmennetzwerk. Es gibt kein Patentrezept, um sich vor Malware-Angriffen zu schützen. Mit den genannten Sicherheitsmaßnahmen und einem guten Patch-Management-System wird die Gefahr jedoch minimiert und gleichzeitig werden weniger personelle Ressourcen gebunden. Wer sein Unternehmen vor Cyberkriminalität schützen will, sollte die Möglichkeit solcher Angriffe ernst nehmen und softwaregestütztes Patch-Management in Betracht ziehen.“

Software und Betriebssysteme werden – in der Regel – ständig nach möglichen Sicherheitslücken überprüft: Teilweise forschen die Softwarehersteller selbst danach, aber manchmal kommen die Hinweise auch von außerhalb. Die zur Verfügung gestellten Aktualisierungen sollten dann zeitnah eingespielt werden, was teilweise nicht ganz einfach ist. Denn nicht immer sind die Anwendungen mit den laufenden System kompatibel und es kann zu Funktionsausfällen oder sogar zu Abstürzen führen. Besonders viele Windows-Nutzer könnten hierüber Bücher schreiben. Insgesamt hat die Problematik über die Jahre ein unübersichtliches Eigenleben entwickelt.

 

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