Realität hinter der Energiewende: Woher der Strom wirklich kommt

Screenshot vimeo.com

In Zukunft soll der Strom aus erneuerbaren Energien, vor allem aus Windkraft kommen. Dafür werden neue Stromtrassen benötigt, um die „bessere“ Energie zu transportieren. So ungefähr geht die gängige Erzählung. Tatsächlich kommt der Strom aus ganz anderen Quellen, und auch die neuen Stromleitungen, dienen wohl einen ganz anderen Zweck.

Atomstrom aus Frankreich und Tschechien retten das Deutsche Stromnetz vor den Blackout

>>Oberösterreichischen Nachrichten<<

„Die Instabilität des deutschen Stromnetzes fordert die Linz AG. Weil der unregelmäßig erzeugte Windstrom aus Norddeutschland wegen mangelnder Leitungskapazitäten nur schwer zu den großen Abnehmern der Industrie im Süden transportiert werden kann, müssen südliche Stromerzeuger immer kurzfristiger „dagegenhalten“. Die Linz AG musste im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2017/18 an exakt 100 Tagen einspringen und die Gasturbinen anwerfen, um die Netzstabilität in Europa aufrechtzuerhalten. Das waren 18 Tage mehr als im Jahr davor. „Ohne unsere flexiblen Gaskraftwerke wären die Netze nicht aufrechtzuerhalten gewesen“, sagte Vorstandsdirektor Wolfgang Dopf gestern bei der Präsentation der Bilanz.“

 

>>Badische Zeitung<<

„Chef der RWE-Tochterfirma Innogy, dass es zum Blackout allein deswegen nicht komme, weil „Tag für Tag ein starker Import aus Frankreich und Tschechien stattfindet“. Er warnte vor extremer Unterversorgung, in deren Folge zur Vermeidung eines Blackouts Industriebetriebe und vielleicht sogar ganze Städte abgeschaltet werden müssen.“

So ungefähr sieht dann die Energiewende in der Realität aus: Ausländische Kraftwerke und noch dazu ausgerechnet Atomkraftwerke, sichern das Netz ab und falls dennoch alle Stricke reißen: „ … zur Vermeidung eines Blackouts Industriebetriebe und vielleicht sogar ganze Städte abgeschaltet“ .

„Vermeidung eines Blackouts Industriebetriebe und vielleicht sogar ganze Städte abgeschaltet“

Ursprünglich wurde die Vernetzung nur für akute Notfälle eingerichtet. Denn genau diese Vernetzungen, bergen in Wahrheit noch größere Risiken: Ein Blackout könnte somit auch halb Europa und nicht nur einzelne Länder in den Abgrund reißen.

>>Frankfurter Allgemeine Zeitung<<

„Historisch sollte die Vernetzung mit dem Ausland dazu dienen, das Netz in Notfällen zu stabilisieren. Die Kuppelstellen an den Grenzen werden ausgebaut, um die Vernetzung zu intensivieren und den grenzüberschreitenden Handel zu verbessern. Die EU und die Bundesregierung erhoffen sich davon mehr Wettbewerb und Kostenvorteile.“

Kuppelstellen für ausländischen Strom: Wenn es kritisch wird bleibt Deutsche Zappelstrom draußen

Allerdings diese Kuppelstellen erweisen sich bei genauen Hinsehen als Einbahnstraße: Mit kritischen Argusaugen und unglaubwürdigen Kopfschütteln, beobachtet nämlich das Ausland: Die Deutschen Phantastereien in Puncto „grüner“ Energiewende. Um flächendeckende Blackouts zu vermeiden, sichert das Ausland seine Netze: Vor Risiken des Grün-Deutschen Flatterstroms ab. Sprich: Sollte es kritisch werden, sitzt Deutschland im dunklen und in den übrigen Nachbarländern fließt weiterhin wie gewohnt der Strom. Für die Nachbarländer ist das natürlich ein Bombengeschäft und das in doppelter Hinsicht: Es kann massive Exporte durch Stromexport generieren und zugleich wandert die verarbeitende Industrie aus Deutschland ab. Ein unvermeidliches Nebenprodukt der hohen Stromkosten und unsicheren Netze.

Stilllegung: Verarbeitende Industrie wandert mit Kraftwerken gemeinsam ab

>>Frankfurter Allgemeine Zeitung<<

„Die EU und die Bundesregierung erhoffen sich davon mehr Wettbewerb und Kostenvorteile.“

Es klingt wie ein Treppenwitz der Geschichte, ist aber tatsächlich ernst gemeint: Atom- und Kohlestrom aus den Ausland, sollen den Wettbewerb ankurbeln und gleichzeitig Kostenvorteile bringen. Das alles läuft unter Maßgabe: Zeitgleich die Deutschen Atom- und Kohlekraftwerke still zu legen.

Reale Energiewende: Ausland beliefert Deutsche Kunden mit Atom- und Kohlestrom

Energiewende: In Tschechien laufen Bestrebungen das schon bestehende Kernkraftwerk mit einen zusätzlichen Reaktorblock zu versehen. In Polen läuft eine ganz ähnliche Energiewende ab: Eine Renaissance hinzu Kohle und teilweise zur Kernkraft, um es verkürzt zu formulieren. Fern am Horizont zeichnet sich also schon die sogenannte „Deutsche Energiewende“  – gewissermaßen zwischen den Zeilen – ab. Nur die wird in der Realität ganz anders aussehen: Als die bunt bedruckten Broschüren der Bundesregierung es vermuten lassen.

Oblast Kaliningrad: 2.000 Megawatt Kernkraftwerk für 1 Million Einwohner?

Ganz unten, liegen aber noch ganz andere Pläne in der Schublade, die aber – noch – weitestgehend Spekulation oder unfertige Pläne sind. Beinahe fast unbemerkt von der Öffentlichkeit, baut Russland in seiner kleinen Enklave Kaliningrad an einen neuen Kernkraftwerk. Und dieses hat es in sich: Mit einer Nennleistung von ungefähr 2.000 Megawatt bei Fertigstellung, wird es eines der größten Kernkraftwerke überhaupt sein. Nur für was braucht Russland so ein großes Kraftwerk? Die winzige Enklave Oblast Kaliningrad hat nicht mal eine Million Einwohner und ist abgeschnitten von restlichen Russland. Es ist zwar reine Spekulation: Aber der Seeweg zum übrigen Russland ist um einiges länger, als nach Deutschland. Theoretisch könnte ein Untersee-Stromkabel auf nahezu der selben Route verlegt werden, wo schon heute die beiden Gaspipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2 verlaufen. Das Genehmigungsverfahren wäre somit recht einfach.

Stromleitungen am Land schon vorhanden: Es fehlt nur noch ein Unterseekabel

Münden würde das hypothetische Stromkabel in der Nähe des stillgelegten Kernkraftwerks Greifswald. Das Kraftwerk selbst ist zwar außer Betrieb, aber deren Stromleitungen sind noch weitestgehend intakt und somit ließe sich russische Kernenergie, problemlos ins Deutsche Stromnetz einspeisen. Unterm Strich: Es fehlt nur eine kurze Strecke Unterseestromleitung. Bundesregierung und EU: „Die EU und die Bundesregierung erhoffen sich davon mehr Wettbewerb und Kostenvorteile.

 

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