Christliche Nacktheit in der Kunst: „Michelangelo malte die Menschen so – Wie sie laut Bibel von Gott geschaffen worden“

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Die christliche Nacktheit in der Kunst lässt sich bis zur Renaissance zurückverfolgen. Grund: Zahlreiche berühmte Episoden im Christentum spielen sich ohne Kleider ab und Künstler haben dies in ihren Werken aufgegriffen. Sogar der Heilige Franziskus von Assisi legte in aller Öffentlichkeit seine Kleider ab.

Als der Heilige Franziskus von Assisi in aller Öffentlichkeit seine Kleider ablegte

>>Ökumenisches Heiligenlexikon<<

„Franziskus entledigte sich der Überlieferung nach vor den Augen des Bischofs und einer großen Menge Zuschauer aller seiner Kleider und entsagte dem Erbe mit den Worten „Weder Geld noch Kleider will ich von dir, von jetzt an nenne ich nur noch einen Vater, den im Himmel!“ Er rannte nackt aus der Stadt und verabschiedete sich so von Herkunft und Gesellschaft.“

„Weder Geld noch Kleider will ich von dir, von jetzt an nenne ich nur noch einen Vater, den im Himmel!“

Der Franziskus von Assisi hat Franziskanischen Orden und bisher zwei Päpste hervorgebracht. Neben der Nacktheit soll der Heilige Franziskus von Assisi für viele Christen die Einfachheit des Glaubens repräsentieren. Die Episode wo Franziskus von Assisi in aller Öffentlichkeit seiner Kleider entledigte, die hat schon zahlreiche Künstler inspiriert. Dabei lässt sich die Nacktheit im Christentum bis Adam und Eva zurückverfolgen.

„Michelangelo malte die Menschen so – Wie sie laut Bibel von Gott geschaffen worden“

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„Michelangelo malte die Menschen so, wie sie laut Bibel von Gott geschaffen worden sind: nackt. Erst durch den Sündenfall wurden sich Adam und Eva bewusst, dass der paradiesische Zustand vorbei ist. Das Gefühl der Scham kam in die Welt, und sie verdeckten ihr Geschlecht mit einem Feigenblatt. Michelangelos Figuren erhielten nachträglich zwar keine Feigenblätter. Sein Schüler Daniele da Volterra bekam 1565 aber den Auftrag, die entblößten Schöpfungen seines Meisters zu übermalen. Er wählte Tücher und ging als „Hosenmaler“ in die Geschichte ein.“

Nachdem Sündenfall im Paradies: „Das Gefühl der Scham kam in die Welt“

Nach Michelangelo fand innerhalb der Kirche ein Epochenwechsel statt. Unmittelbar zuvor hatte nämlich die Renaissance für einem gewaltigen Schub innerhalb der Malerei gesorgt. Denn erst im Zuge der Renaissance ließen sich Bilder so malen, dass die Frage über die Nacktheit in der Kunst überhaupt eine Bedeutung erlangte.

Erst im Zuge der Renaissance kam die Frage über die Nacktheit in der Kunst auf

Zwar sind auch „Nachktbilder“ aus den dunklen Mittelalter erhalten, aber diese haben durch ihre geringe künstlerische Qualität kaum für eine Diskussion gesorgt. Doch die Nacktheit im Christentum hat über die Jahrhunderte kaum an ihrer Aktualität eingebüßt.

„Christentum, Nacktheit und zeitgenössische Kunst“

>>Herder Korrespondenz<<

„Christentum, Nacktheit und zeitgenössische Kunst – Fragen von Verhüllung und Enthüllung sorgen immer wieder für Diskussionen, auch in der Kirche. Es braucht eine Theologie des Kleides und der Nacktheit.“

„Theologie des Kleides und der Nacktheit“

Die „Hosenmaler“ des 16. Jahrhunderts konnten nicht alles übermalen, deshalb kann noch heute viel freizügige Kunst in Kirchen und Klostern besichtigt werden. Noch heute wird mitunter „zu freizügige Kunst“ aus Kirchen entfernt.

 

–W E R Β U Ν G–

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