Warum Hartz-IV Deflation erzeugt

Screenshot youtube.com

Sinkende Löhne und Einkommen hängen direkt mit Hartz IV zusammen: Allgemein wird diese Entwicklung als Deflation bezeichnet. Die politisch forcierte Massenarmut wird seit der Wiedervereinigung voran getrieben.

>>Deutscher Gewerkschaftsbund<<

„SPD-Kanzler Gerhard Schröder wollte mit Hartz IV den klassischen Wohlfahrtsstaat in einen „aktivierenden Sozialstaat“ umbauen. Er ging wie seine Berater davon aus, dass die Langzeitarbeitslosen nur deswegen keine Stelle fänden, weil sie faul auf dem Sofa sitzen, Bier trinken und Unterschichten-TV gucken. Mit dem Ansatz „fordern und fördern“ wollte er diese Faulpelze zum Arbeiten bringen oder auch zwingen. Nur: Dieser Ansatz war von Anfang an falsch. Tatsächlich war die weit überwiegende Zahl der Arbeitslosen ohne Arbeit, weil schlicht die Arbeit fehlte. Hinzu kamen Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten konnten. Doch diese simplen Wahrheiten wollten vor allem Schröder und sein Arbeitsminister Wolfgang Clement nicht wahrhaben. Seitdem könnten die Sozialdemokraten eigentlich gelernt haben, dass Hartz IV selbst in Boom-Zeiten das Problem der Langzeitarbeitslosigkeit nicht gelöst hat.“

 

>>Focus<<

„Wie der Osten zum Spitzenreiter in Sachen Arbeitslosigkeit wurde, können Ökonomen gut erklären: keine Arbeitgeber, keine Stellen. Die Antwort des Westens auf die Über-Industrialisierung des Ostens war eindeutig: Plattmachen. … Mit dem Ende der Betriebe schnellte die Arbeitslosigkeit hoch. Millionen waren in den ersten Jahren nach der Wiedervereinigung ohne Job. … Peter Krause vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hat untersucht, welche Einkommensschichten zulegen konnten, welche nicht. Fazit: „Wir verzeichnen seit 2000 im mittleren und unteren Einkommensbereich sogar rückläufige Einkommensentwicklungen, von denen die Ostdeutschen überproportional erfasst wurden“, schreibt der Wirtschafts- und Sozialforscher in seinem Buch „Leben in Ost und West“.

Es handelt sich hierbei um eher einfach wirtschaftliche Zusammenhänge: Wenige Betriebe bedeuten, wenige Arbeitsplätze und die die Arbeit haben, verdienen in der Regel kaum etwas, weil die vielen Arbeitslosen problemlos gegeneinander ausgespielt werden können. Das Hartz-IV-System hat dies beinahe zur Perfektion getrieben. Übersehen wird bei den Konzept: Das dadurch Deflation entsteht. Denn wenn niemand mehr Geld hat, gibt es auch keine Nachfrage nach Produkten Dienstleistungen: Schlussendlich können auch Selbstständige ihre Firmen aufgeben. Dieser Teufelskreislauf ist beileibe keinesfalls neu.

>>Focus<<

„Die Wirtschaft in der Eurozone kommt nur langsam wieder auf die Beine. Eine schwedische Bank fordert nun von der Europäischen Zentralbank ein Geldgeschenk für jeden Bürger in Höhe von 1300 Euro. Das berichtet unter anderem die „Süddeutsche Zeitung“. Nach einer Berechnung der Bank Nordea seien die 1300 Euro pro Person, 444 Milliarden Euro insgesamt, ein Betrag, den die EZB verkraften könnte. Der Geldregen könnte der letzte Ausweg der EZB sein, um die Wirtschaft in der Eurozone wieder in Gang zu bringen. Mitte März hatte Mario Draghi Spekulationen über diese Maßnahme augelöst. Er sagte bei der Vorstellung der aktuellen Geldpolitik seines Instituts, Helikoptergeld sei ein „sehr interessantes“ Konzept, das derzeit in akademischen Zirkeln diskutiert werde.“

Die Meinungen über das Helikoptergeld gehen natürlich auseinander, weil es sicherlich auch Auswirkungen auf die Inflation hat. Dennoch zeigt sich, dass die Problematik mit der Deflation eigentlich bekannt sein müsste. Das System Hartz-IV ist demnach so ausgelegt, dass es zwangsläufig Deflation erzeugen muss. Die rückläufige Einkommensentwicklung insbesondere in den östlichen Bundesländer spricht hierbei eine eindeutige Sprache. Auch kamen seit der der großen Welle der Entindustrialisierung im Zuge der Wiedervereinigung kaum neue Unternehmen hinzu.

 

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