Zwang zum Router durch die Hintertür: Warum der Routerzwang erst Hackerangriffe möglich macht

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Der Zwang zum Router: Immer wieder werden Versuche gestartet um den gefürchteten Routerzwang erneut einzuführen. Formal ist zwar die Freiheit den Router zu wählen hergestellt: Aber diese Wahlfreiheit über den eignen Router ist auf wacklige Beine gestellt.

Heimliche Versuche – Um den gefürchteten Routerzwang erneut einzuführen

Sicherheitsaspekte sollen dem Zwang zum Router befeuern. Allerdings die Praxis hat ein ganz anderes Bild ergeben: Erst durch den gefürchteten Routerzwang war ein Hackerangriff mit beinahe 1 Million gekaperten Routern erst möglich geworden.

Warum der Routerzwang erst riesige Hackerangriffe möglich macht

>>Klemens Kowalski<<

„Routerzwang – Vom Systemwechsel, der DDR, Trabanten und falscher Sicherheit – Keine Kontrolle über das Updatemanagement der Firmware, Fernzugriffe der Provider können nicht unterbunden werden, es fehlen oft mittlerweile wichtige Funktionen oder müssen extra bezahlt werden. Durch diese vorkonfigurierten Geräte benötigt der Kunde auch keine Zugangsdaten zum DSL-Netz. Um einen eigenen Router anzuschließen, um in das Netz seines Providers zu gelangen, benötigt der Nutzer diese Zugangsdaten und muss sie erst erbetteln.“

Zwangsrouter: „Es fehlen oft mittlerweile wichtige Funktionen oder müssen extra bezahlt werden“

Dabei gaben bei einer Umfrage 80 Prozent aller Befragten an: Die Wahlmöglichkeit des Routers ist ihnen wichtig. Allerdings der abgeschaffte Routerzwang soll quasi durch die Hintertür erneut eingeführt werden.

„Kommt der Router-Zwang zurück? “

>>PC-Welt<<

„Kommt der Router-Zwang zurück? – Mit der nun angedachten Neuregelung gehen dem VTKE zufolge erhebliche Risiken und großes Missbrauchspotenzial einher. „So könnte die Möglichkeit zur Ausnahme vom passiven Netzabschlusspunkt dazu genutzt werden, die Endgerätewahlfreiheit zu umgehen beziehungsweise massiv zu erschweren. Der VTKE sieht die konkrete Gefahr, dass eine Vielzahl von Netzbetreibern Ausnahmen per Allgemeinverfügung über die BNetzA beantragen könnten, die durch die klare Definition des Netzabschlusspunktes als passiv im Gesetz eigentlich verhindert werden sollen.“

Routerzwang durch die Hintertür: „Netzbetreibern Ausnahmen per Allgemeinverfügung über die BNetzA beantragen“

Die Sicherheitsbedenken des Routerzwangs sind jedoch nicht aus der Luft gegriffen, sondern gehen auf einen realen Hintergrund zurück. Bedingt durch den jahrelangen – später abegeschafften – Zwang zum Router waren sehr viele Haushalte mit den baugleichen Router der Telekom ausgestattet: Aber genau dieser vermeintlich so sichere Telekomrouter wies eine gravierende Sicherheitslücke auf. Das hat zu fatalen Konsequenzen geführt.

„Angriff auf Router rund um den Globus“

>>Winfuture<<

„Demnach habe er im Auftrag eines liberianischen Telekommunikationsunternehmen eigentlich einen Angriff auf Router rund um den Globus starten wollen, um aus den gekaperten Geräten ein Botnetz aufzubauen. Mit diesem sollte dann wiederum eine weitere Angriffswelle gestartet werden, die sich dann ganz gezielt gegen die Konkurrenz des Auftraggebers richtet. Ein Telekom-Techniker, der bei der Verhandlung ebenfalls zur Aussage geladen war, erläuterte dann, warum es gerade im Netz des Bonner Konzern zu so großen Problemen kam. Demnach seien die deutschen Router gegen solche Cyber-Angriffe gerüstet gewesen. Da sie sich nicht durch den Hack übernehmen ließen, dieser aber wiederholt versuchte in die Systeme einzudringen, wurden diese wegen Überlastung zur Abschaltung gezwungen.“

Riesiger Hackerangriff auf ehemalige Zwangsrouter: Diese Geräte bieten nur scheinbare Sicherheit an

Eigentlich galt dieser Hackerangriff nicht mal den Telekomroutern selbst, sondern die Geräte wiesen nur – vereinfacht – die selbe Sicherheitslücke auf. „Versehentlich“ wurden also ungefähr 900.000 Router gehackt, um diese als Botnet zu missbrauchen, um damit letztlich Dritten einem Schaden zu verursachen. Normalerweise sollten solche Hackerangriffe (Botnet) unauffällig ablaufen: Doch die Router konnten sich nicht mehr ins Internet einwählen, womit schließlich der Cyberangriff jeden Betroffenen auch auffiel. Kurzum: Der Routerzwang hat also sogar dem Hackerangriff – in solchen Dimensionen – erst möglich gemacht.

 

–W E R Β U Ν G–

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