Kriminalität in der Lausitz: Wenn Probleme als solche nicht mehr benannt werden dürfen

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Wenn echte Probleme als solche nicht mehr benannt werden dürfen. Viele begangene Straftaten werden entweder nicht mehr zur Anzeige gebracht oder bleiben zumeist unaufgeklärt: Denn viele Kriminelle verschwinden einfach über die nahegelegenen Grenzen der Lausitz oder tauchen in ihrem dazugehörigen kriminellen Milieu ab. Die Polizei findet sich daher nicht selten in der Rolle des passiven Betrachters wieder. Die Sorgen und Nöte der Lausitzer Bürger bleiben dabei vielfach ungehört und dürfen auch immer seltener – offen Ausgesprochen – werden.

Viele Kriminelle verschwinden über die nahen Grenzen der Lausitz

Eine „Repräsentationslücke“ tut sich eben dort auf: Wenn schon alleine echte Probleme als solche nicht mehr benannt werden dürfen. Kritiker der hiesigen Politik stempelt man schnell als „extreme Sonderlinge“ ab und würgt auf diese Weise jede offene Diskussion ab. Zudem taucht selbst die gewöhnliche Kriminalität immer mehr unter einen nichtssagenden-bürokratischen Dunstschleier ab.

„Zahlreiche Menschen würden sich von den etablierten Parteien nicht mehr ernst genommen“

>>Hanns-Seidel-Stiftung<<

„Schon seit Jahren warnt Patzelt vor der „Repräsentationslücke“, wie er es nennt: Zahlreiche Menschen würden sich von den etablierten Parteien nicht mehr ernst genommen, im Stich gelassen fühlen, durch diese nicht mehr repräsentiert. Zudem würden wichtige Entscheidungen, wie insbesondere bei der Flüchtlingsfrage 2015, auch nicht mehr debattiert und kommuniziert.“

„Wichtige Entscheidungen“ – „Nicht mehr debattiert und kommuniziert“

Mehr oder Minder hat sich das ganze politische Spektrum angeglichen, weshalb eine Repräsentationslücke entstanden sei: Die kaum mehr wegzudiskutieren ist. Politische Positionen die noch vor gar nicht allzu langer Zeit von CDU/CSU – und teilweise sogar der SPD – getragen wurden, gelten fortan als „Rechts“ oder „Nazi“ . In welche absurde Richtungen die Entwicklung geht: Das zeigt eine Kurzzusammenfassung unter der Rubrik: „Woran man Nazis erkennen kann.

„Übertriebene Freundlichkeit“ – Als Anzeichen des Extremismus

>>Focus<<

„Die Zahl der Nazis wächst mit Abstand zum Dritten Reich. … Woran man Nazis erkennen kann. Eine Methode von Faschisten sei, dass sie im Fahrstuhl dicht mit dem Gesicht an einen heranrückten und dann die ganze Zeit grinsten. Es gebe aber auch das extreme Gegenbeispiel: Nazis würden einen auf ein Getränk einladen oder ihre Hilfe in Alltagssituationen anbieten. „Gehen Sie doch mit uns Kaffee trinken“, würden sie sagen, „sollen wir Sie nicht da- und dorthin mitnehmen“, solche Sachen. Auch das sei eine Methode der Nazis, … : übertriebene Freundlichkeit.“

„Ihre Hilfe in Alltagssituationen anbieten“ – Als Anzeichen des Extremismus

Also nicht nur Hass und Hetze stehen als Sinnbild für dem Begriff „Nazi“ da, sondern zugleich auch noch „übertriebene Freundlichkeit“ und vermutlich alles was dazwischen zu finden sei: Doch die ganze Absurdität ist sogar noch steigerbar.

Unaufgeklärter Mord mitten in einer Stadt: „Verbindungen zum Rocker- und Türstehermilieu“

>>Märkische Allgemeine<<

„Mann in Cottbus erschossen – Spur in rechte Rockerszene? Am Sonntagabend ist in einem Park in Cottbus ein Mann gestorben, er hatte eine Schussverletzung. … Zudem gibt es übereinstimmende Medienberichte, wonach es sich bei dem Opfer um einen Mann mit Verbindungen zum Rocker- und Türstehermilieu handeln soll.“

Wenn gewöhnliche Kriminalität hinter einen nichtssagenden Dunstschleier verschwindet

Es soll also eine „rechte Rockerszene“ geben? Selbst so manch gestandener Polizeibeamter dürfte sich da verwundert die Augen reiben. Die allermeisten relevanten Motorrad- und Rockerclubs sind international Organisiert und kommen – mit Ausnahme der Antarktis – beinahe auf jeden Kontinent vor. Innerhalb eines „Clubs“ sind auch keinerlei Abstufung zwischen amerikanischen, asiatischen oder europäischen Mitgliedern zu finden, sondern sie gelten alle uneingeschränkt als „Brüder“ . Sie selbst sehen und bezeichnen sich als „Outlaws“ und manche Rockerclubs nennen sich auch ganz offen so.

Warum die Rockerszene international organisiert ist

Regelrecht grotesk ist jedoch die Bezugnahme auf das „Türstehermilieu“ . Selbstverständlich existiert ein entsprechendes Milieu, allerdings die Oberhand dürften wohl eher Großfamilien mit entsprechenden Migrationshintergrund haben.

Wenn Probleme mit Kriminalität nicht benannt werden dürfen

Die „Repräsentationslücke“ tut sich eben auch dort auf: Wenn Probleme als solche nicht mehr offen benannt werden dürfen und beispielsweise beinahe jede beliebige Straftat hinter einen „rechten Dunstschleier“ zu verschwinden scheint. Natürlich mag es ein rechtsextremes Problem geben, fraglich ist jedoch: Wie groß dieses überhaupt sei? Ohne echte Grenzkontrollen ist die hiesige Kriminalität praktisch nicht mehr einzudämmen: Offene Morde mitten in einer Stadt zeugen eben nicht vom Problemen mit „Rechtsextremismus“ – sondern vielmehr von gewöhnlicher Bandenkriminalität.

 

–W E R Β U Ν G–

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