Strukturwandel und Super-Batterie: Hinter den Symbolprojekten

Screenshot stummezone.wordpress.com

Zugleich hat Cottbus das Know-how und die grundlegende Infrastruktur, um in allen Lausitzclustern von Energie über Mobilität, Bioökonomie, Gesundheit bis Tourismus eine aktive Rolle zu spielen. Dazu brauchen wir neben einem zuverlässigen Engagement des Bundes eine breite Aufbruchsstimmung sowie ein weltoffenes und tolerantes Klima und ein friedliches Miteinander in der Stadt. Wir haben es jetzt in der Hand. Dieser Strukturwandel bietet eine faire Chance, daraus etwas Gutes für die Region zu machen.“ Die Rede geht noch viel weiter: Viel Reden wenig sagen.

Wenn der Minister von „Aufbruchsstimmung“ redet – Sollten alle Alarmglocken angehen

Eigentlich sagt Woidke überhaupt nichts: „Cottbus darauf gut vorbereitet ist und diesen strukturellen Wandel aktiv gestaltet“ Was genau soll denn gestaltet werden?

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„Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat die Bundesregierung aufgefordert, sehr schnell den Gesetzentwurf für den geplanten Braunkohle-Ausstieg vorzulegen.“

Gesetzentwurf für den geplanten Braunkohle-Ausstieg – Angst vor der nächsten Wahl

Wenn es darum geht aus der Braunkohle auszusteigen, ist plötzlich Eile geboten. Warum eigentlich? Die naheliegendste Erklärung dürfte wohl die anstehende Landtagswahl sein: Ob die SPD – zu der auch Woidke gehört – nach der Wahl noch etwas zu sagen haben wird, ist eher fraglich. Dafür bietet Woidke – kurz vor seiner Abwahl – noch mal ganz großes Kino.

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“ … einen Batteriepark namens „Big Battery Lausitz“ mit einer Gesamtleistung von fünfzig Megawatt errichten. Die Speicherkapazität soll bei Inbetriebnahme 52,6 Megawattstunden betragen.“

Riesen-Batterie sind teuer haben wenig Leistung und eine geringe Lebenswerwartung

Für technisch unbedarfte Laien klingt das viel, ist aber von der Speicherkapazität recht überschaubar. Etwas unvollständig: 52,6 Megawattstunden bedeutet, die Batterie kann 52,6 Megawatt in einer Stunde abgeben. Aber das sind nur theoretische und keine praktischen Werte. Denn Batterien sollten keinesfalls vollständig entladen werden und außerdem entsteht mit der Zeit ein Memory-Effekt. Bedeutet: Die Speicher-Kapazität nimmt mit der Zeit ab. Vergleichbar wie bei Handy-Akkus. Allgemein ist die Leistung recht überschaubar. Zum Vergleich: Alleine das Kraftwerk Boxberg erzeugt eine Leistung von 2.575 Megawatt. Diese Leistung kann permanent abgerufen werden und nicht nur eine Stunde.

Batterien können kein Kraftwerk ersetzen

Solche Batterien sind nicht mal Ansatzweise in der Lage, eine sichere Stromversorgung zu gewährleisten. Noch dazu die Kosten: 25 Millionen Euro. Zu der Lebenserwartung der Batterie wurde keine einzige Silbe verloren. Die „Big Battery Lausitzsoll wohl ein Lithium-Ionen-Speicher sein, die maximale Lebenserwartung dürfte bei geschätzten zehn Jahren liegen. Es sind reine Symbol-Projekte, die viel Prestige für einen Minister bedeuten, aber keinen erkennbaren Nutzen bringen. Im Allgemeinen kranken Batterien an den selben technischen Problemen, wie vor hundert Jahren. Ein technischer Durchbruch in diesen Bereich, ist nicht mal Fern am Horizont zu erkennen.

In Australien wird eine Riesen-Batterie für einen Blackout verantwortlich gemacht

Die Australier sind da schon weiter: Nach einer feierlichen Einweihung, ging auch dort eine Riesen-Batterie ans Netz: Kurze Zeit später gab es einen Flächendenken Blackout. Selbstredend: Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Örtliche Politiker gaben jedenfalls der Riesen-Batterie die Schuld und das verantwortliche Unternehmen bekam kalte Füße. Scheinbar klappt das Umschalten auf Batteriebetrieb nicht so reibungslos, wie vorher versprochen, was entweder zu Stromschwankungen oder zu einen kompletten Kollaps des Stromnetzes führen kann. Auch Woidke sprach bereits über: „Lausitzclustern von Energie“ einige „Cluster“ haben Strom und andere eben nicht.

 

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