Bergbau im Weltall: „Nun nimmt das Vorhaben immer konkretere Züge an“

Screenshot vimeo.com

Im Weltall nach Rohstoffen zu schürfen? – Das klingt zunächst nach einer sehr utopischen Vorstellung. Doch tatsächlich wurden bereits hierfür konkrete Schritte unternommen. Gesetze regeln bereits dem Abbau von Rohstoffen im Weltall. Außerdem weisen bereits einige wissenschaftliche Ausarbeitungen genau in diese Richtung hin.

Bergbau im Weltall: „Nun nimmt das Vorhaben immer konkretere Züge an“

>>Spiegel<<

„Noch vor wenigen Jahren galt die Idee, auf Asteroiden oder fernen Planeten Metalle und andere Rohstoffe zu schürfen, als Science-Fiction. Nun nimmt das Vorhaben immer konkretere Züge an.“

Die irdischen Rohstoffvorkommen sind endlich

Der Weltraum rückt auch aus ganz pragmatischen Gründen immer stärker in dem Fokus: Die irdischen Rohstoffvorkommen sind schließlich endlich. Zudem sind einige wichtige Metalle wie Iridium praktisch nicht auf der Erde vorhanden. Zudem stellt schon heute der irdische Bergbau eine große Herausforderung da.

Warum der Weltraum sich als Alternative aufdrängt

Lohnende Abbaugebiete sind spärlich gesät und liegen häufig in unwirklichen Regionen. Öl kommt aus der Tiefsee. Erdgas aus Polarregionen. Und so manches Abbaugebiet liegt zu allen Überfluss noch in einem Rebellengebiet. Die Risiken sind dabei nicht nur von theoretischer Natur. Die Hochsee-Bohrplattform Deepwater Horizon ging durch einen Unfall verloren. Die Kupfermine auf Bougainville wurde durch Rebellen zerstört. Selbst so mancher Staat stellt sich bei näherer Betrachtung eher als fragiles Gebilde heraus. Investitionen im Bergbau sind aber zumeist auf viele Jahrzehnte angelegt. Der Weltraum drängt sich in dieser unübersichtlichen Lage als Alternative regelrecht auf. Außerdem stellt sich so mancher „Weltraum-Brocken“ bei näherer Betrachtung als quasi echter fliegender Goldschatz heraus.

Asteroid: „Er besteht fast vollständig aus Metallen wie Eisen, Nickel und Gold“

>>Focus<<

„Was dabei zu gewinnen wäre, verdeutlicht eine Betrachtung des 210 Kilometer großen Brockens „Psyche 16“, der im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter seine Bahn zieht. Er besteht fast vollständig aus Metallen wie Eisen, Nickel und Gold, deshalb glauben manche Astronomen, dass er ursprünglich der Kern eines marsgroßen Planeten war, der seine äußeren Schichten in der Urzeit des Sonnensystems durch eine Reihe von Kollisionen verlor. Den Wert seiner Ressourcen taxiert die US-Raumfahrtbehörde Nasa auf 700 Trillionen Dollar.“

„Psyche 16“ – Der herrenlose „Goldschatz“ im Weltall

Vergleichbare Lagerstätten sind auf der Erde faktisch unbekannt. Durch die Schwerelosigkeit des Alls könnte „Psyche 16“ leicht in eine erdnahe Umlaufbahn gebracht werden. In der Erdumlaufbahn erstmal angelangt, wäre von dort aus ein Abbau leicht möglich.

„Eine Raumstation in einen Asteroiden einbauen“

>>Wiener Zeitung<<

„Es klingt nach Science-Fiction und doch haben Astrophysiker der Uni Wien ernsthafte Berechnungen darüber angestellt, wie man eine Raumstation in einen Asteroiden einbauen könnte. Das Ziel: Nach dem Abbau von Rohstoffen den Asteroiden in Rotation zu versetzen und damit künstliche Schwerkraft zu erzeugen.“

„Nach dem Abbau von Rohstoffen den Asteroiden in Rotation zu versetzen“

Eine Raumstation innerhalb eines Asteroiden klingt zunächst nach reiner Phantasterei, aber bei näherer Betrachtung wäre sie sogar einfach umzusetzen als die bisherigen Raumstationen wie die internationale ISS, die russische Mir oder chinesische Tiangong: Da viele Rohstoffe bereits im Orbit vorhanden sind und nicht jedes Kilogramm erst mühsam ins All gebracht werden muss. Selbst für dem Abtransport der Edelmetalle sind schon Lösungen vorhanden: Ein Fahrstuhl ins Weltall.

Weltraumlift: Der Fahrstuhl ins Weltall

>>Welt<<

„Dann entdeckte man aber ein Material, bestehend auf Kohlenstoff-Nanoröhren. Das zeigt eine 20 bis 30 Mal größere Zugfestigkeit als Stahl und ist zugleich um den Faktor 6 leichter. Außerdem stellte man fest, dass das Seil nicht überall gleich dick sein muss. Nur im GEO muss es am dicksten sein, um die maximale Zugspannung aufzunehmen, darüber und darunter kann die Dicke abnehmen.“

Weltraumlift – „Bestehend auf Kohlenstoff-Nanoröhren“

Auch der Weltraumlift wäre mit heutigen technischen Mitteln durchaus umsetzbar. Der Weltraumbergbau mag zwar zunächst als utopische Vorstellung durchgehen: Aber schon heute wäre der Abbau von Rohstoffen im All durchaus technisch realisierbar.

 

–W E R Β U Ν G–

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