Erneuerbare Energien: „Flatterstrom ist unbrauchbar“

Screenshot vimeo.com

Die Erneuerbare Energien liefern dann massiv Strom: Wenn der Wind weht oder die Sonne scheint, unabhängig davon, ob dieser gerade gebraucht wird und genau hier liegt das Problem. Große Mengen Strom können nicht ökonomisch sinnvoll gespeichert werden und deren Einspeisung setzt den Netzen massiv zu. Aus diesen Grund kommt nur ein geringer Anteil, des produzierten Ökostroms überhaupt beim Endkunden an.

>>Deutscher Arbeitgeber Verband<<

„Strom aus Wind und Sonne ist wegen der Unstetigkeit von Wind und Sonne Flatterstrom. Mit den schon erwähnten Kohle- und Uran-Grundlastkraftwerken gibt es dieses Problem nicht. Flatterstrom ist unbrauchbar, weil ein Stromnetz zur Vermeidung seines Zusammenbruchs unabdingbar Gleichheit von Stromlieferung und Stromverbrauch erfordert. Flatterstrom ist auch im Wesentlichen dafür verantwortlich, dass die reale Leistung von Windrädern im Bundesschnitt nur 17% der installierten Nennleistung beträgt. Aber auch von diesen 17% kommt nicht alles beim deutschen Verbraucher an. Was sind die Gründe? Zunächst unterliegen Windräder wie alle Strömungsmaschinen dem folgenden durch keine Ingenieurskunst abzuwendenden physikalischen Gesetz: Bei jeweils halber Windstärke wird nur noch 12% des Stroms der entsprechenden vollen Windstärke erzeugt (v3 – Gesetz). Bei Schwachwind gibt es daher so gut wie keinen Windstrom, obwohl sich die Propeller sichtbar drehen. Windräder bringen nur in konstanten Starkwindgebieten wie z.B. der Nordsee genügend Strom. Im windschwachen Binnenland sind sie nutzlos. Bei sehr starkem Wind übersteigt die erzeugte Strommenge den Bedarf regelmäßig um ein Vielfaches und muss der gesetzlichen Abnahmeverpflichtung wegen gegen Kostenaufschlag an das Ausland abgeschoben werden. Daher ist, wie bereits erwähnt, selbst der kleine Bruchteil der installierten Nennleistung von nur 17% immer noch nicht voll für uns nutzbar (Nennleistung bezieht sich auf die maximale für das Windrad mögliche Windgeschwindigkeit!). Mit den oft zu lesenden Windstromzahlen verhält es sich des Flatterstroms wegen wie bei einem Jäger mit zitternden Händen, der auf eine Ente anlegt und erst zu hoch und dann zu tief schießt. Die putzmuntere Ente ist statistisch tot. Mit dem über- und unterschießenden Wind- und Sonnenstrom verhält es sich statistisch ähnlich. Glauben Sie daher keinen veröffentlichten Windradzahlen, sondern schauen Sie sich besser die Fluktuationen von Strom aus Erneuerbaren an! “

 

>>Welt<<

„Denn seine EEG-Novelle sieht für die besonders wetterabhängigen Ökostrom-Quellen Wind- und Solarkraft feste Ausbaukorridore vor. Jene erneuerbaren Energien aber, die unabhängig vom Wetter produzieren und sich so verlässlich einplanen und steuern lassen, werden vom neuen Gesetz eher eingeschränkt. Dabei sind sie für die Stabilität des Stromnetzes eigentlich besonders wertvoll. Die Branchenverbände für Geothermie, Kraft-Wärme-Kopplung und Biogas-Verstromung sind in Aufruhr. Tatsächlich tun sich die Netzbetreiber immer schwerer, mit dem wetterbedingten Auf und Ab der Wind- und Solarstrom-Einspeisung klarzukommen. Schon wenn ein Wolkenband über Deutschland zieht, kann die Solarstrom-Produktion um drei, vier Gigawatt einbrechen. Die Ingenieure in den Netz-Zentralen müssen in solchen Augenblicken schauen, wo sie Ersatzstrom herbekommen, der immerhin der Leistung von drei Atomkraftwerken entspricht. Dann werden in ganz Deutschland Kraftwerke rauf- und runtergefahren, um die Netzfrequenz stabil bei 50 Hertz zu halten. Gelingt dies nicht, droht ein Systemzusammenbruch. „Re-Dispatch“ nennen die Netzgesellschaften solche notfallartigen Eingriffe in das Geschäft der Kraftwerksbetreiber. Kein Wunder, dass die Netzbetreiber den Strom aus Windkraft- und Solaranlagen inzwischen despektierlich „Flatterstrom“ oder „Zappelstrom“ nennen. Der sorgt gelegentlich gar für albtraumartige Situationen. Mit Grausen erinnert man sich etwa beim Netzbetreiber 50Hertz an den 3. April vergangenen Jahres. An diesem Tag hatte sich der Netzbetreiber, dessen Einzugsgebiet Hamburg und die östlichen Bundesländer umfasst, gemäß Wetterbericht auf viel Solarstrom eingestellt. Doch als die Sonne aufging, lag unangemeldet Hochnebel über den hektargroßen deutschen Solarparks. Auf einen Schlag fehlte eine Leistung von 8,8 Gigawatt, es war, als wären acht Atomkraftwerke zugleich ausgefallen. Nur durch Nothilfen von ausländischen Kraftwerken konnte der Blackout vermieden werden. „Das war eine absolut kritische Situation“, schaudert es 50Hertz-Sprecher Volker Kamm noch heute.“

Die hohe Politik in Berlin fördert massiv den Ausbau der Erneuerbare Energien, liefert aber kein nachvollziehbares Konzept, wie diese zusätzlichen Dauerbelastungen durch den Flatterstrom kompensiert werden sollen.

 

Werbung

Loading...
Bild: nordvpn.com
Scroll Up